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Ribnitz-Damgarten Endspurt bei der Feuerwehrbedarfsplanung
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Endspurt bei der Feuerwehrbedarfsplanung
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14:49 04.03.2019
Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ribnitz-Damgarten bei einer Übung im April 2018. Hier wurde am Tag der Feuerwehr die Rettung eines Menschen per Drehleiter vom Balkon des Ribnitzer Rathauses vorgeführt. Quelle: Edwin Sternkiker
Ribnitz-Damgarten

Die Brandschutzbedarfsplanung für die Stadt und das Amt Ribnitz-Damgarten soll spätestens im Sommer diesen Jahres an die Kreisverwaltung geschickt werden. „Wir liegen gut im Rennen“, sagt Ingo Woyczeszik vom Sachgebiet für Ordnungsangelegenheiten der Stadtverwaltung Ribnitz-Damgarten. Mit der vom Land geforderten Brandschutzsbedarfsplanung müssen die Kommunen sicherstellen, dass sie in der Lage sind, bestimmte Brandschutzsaufgaben zu erfüllen. Da wird vom Land zum Beispiel angestrebt, dass die Feuerwehr innerhalb ihres Zuständigkeitsbereiches nach Möglichkeit innerhalb von zehn Minuten nach Alarmierung an der Einsatzstelle eintrifft. Dieser Wert muss in 80 Prozent der Einsätze nachgewiesen werden. Wenn das nicht gelingt, „ist davon auszugehen, dass es sich nicht mehr um eine den Anforderungen genügende leistungsfähige und einsatzbereite Feuerwehr handelt“, heißt es wörtlich in der entsprechenden Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Inneres.

Ingo Woyczeszik verweist darauf, dass die Brandschutzbedarfsplanung eine wichtige Arbeitsgrundlage sein wird, wenn es zum Beispiel künftig um die Beschaffung von Fahrzeugen und Geräten geht. Oder um Standortentscheidungen für Feuerwehrfahrzeuge und -geräte innerhalb der Stadt Ribnitz-Damgarten und der zum Amt Ribnitz-Damgarten gehörenden Gemeinden.

Umfangreicher Fragenkatalog

Anhand des nun von den Kommunen aufzustellenden Brandschutzbedarfsplanes sollen die Kommunen herausfinden, ob sie eine leistungsfähige Feuerwehr haben – oder eben nicht. Bevor das möglich ist, müssen aber erst einmal fleißig Daten gesammelt werden, macht Ingo Woyczeszik deutlich. „Und zwar für jede einzelne Feuerwehr des Amtes. Dazu gehören die Stadtwehr Ribnitz-Damgarten mit ihren Löschzügen Ribnitz und Damgarten, die Löschstaffel Tempel und die Löschgruppe Klockenhagen sowie die Feuerwehren Ahrenshagen, Altenwillershagen, Pantlitz, Schlemmin und Semlow. Mit der Erfassung der Daten haben wir bereits im Oktober 2017 begonnen“, so der Mitarbeiter des Ordnungsamtes. Sie werden nun von einem externen Ingenieurbüro ausgewertet.

Neben der Einwohnerzahl, Verkehrsstruktur, Bebauung und Gebäudestruktur wurden unter anderem auch Daten zu Objekten mit besonderem Gefahrenpotenzial erfasst. Aufgelistet wurden außerdem alle Gebäude mit hilfs- und betreuungsbedürftigen Menschen sowie Kultureinrichtungen und Denkmäler. Unter die Lupe genommen wurden weiterhin die Gerätehäuser, die vorhandenen Geräte und Fahrzeuge, die Hydranten und Löschwasserentnahmestellen sowie der Personalstärke und Ausbildungsstand der Einsatzkräfte, Einsatzarten und vieles andere mehr. „Die Daten, die wir in enger Zusammenarbeit mit den Leitungen der Feuerwehren zusammengetragen haben, gehen in die Tausende“, macht Ingo Woyczeszik deutlich.

Ohne Brandschutzbedarfsplan keine Fördermittel

„Die Aufstellung der Brandschutzbedarfspläne ist ein sehr aufwändiges Unterfangen. Aber die Arbeit lohnt sich, denn wenn sie vorliegen, wissen wir nicht nur für jede einzelne Kommune, wo wir in Sachen Brandschutz stehen und wo möglicherweise Veränderungen vorgenommen werden müssen. Der Brandschutzbedarfsplan ist auch Grundlage für die Beantragung von Fördermitteln, zum Beispiel wenn es um die Anschaffung von Geräten und Fahrzeugen geht. Was in dem Plan nicht drin steht, das hat auch keine Chance auf Förderung“, macht Hagen Heinze vom Fachgebiet Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Vorpommern-Rügen deutlich.

Und von wie vielen Kommunen des Landkreises Vorpommern-Rügen sind bei der Kreisverwaltung die Brandschutzbedarfsplanungen bereits eingegangen? „Von 105 Kommunen hat bisher nur Binz geliefert“, sagt Pressesprecher Olaf Manzke. Er verweist darauf, dass ursprünglich als Abgabetermin April 2019 angepeilt worden ist, der Termin dann aber auf den Oktober diesen Jahres verschoben worden sei. „Wir hoffen allerdings, dass die Brandschutzbedarfspläne nicht alle auf Schlag erst im Oktober bei uns eintreffen, denn jeder einzelne Plan muss von den Mitarbeitern des zuständigen Fachgebietes der Kreisverwaltung begutachtet und geprüft werden, und jede Feuerwehr bzw. Kommune soll ja auch ein Feedback von uns erhalten“, sagte Manzke abschließend.

Edwin Sternkiker

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