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Ribnitz-Damgarten Neue Blühwiesen für die Bernsteinstadt
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Neue Blühwiesen für die Bernsteinstadt
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17:12 04.11.2019
Zu den in den vergangenen Jahren in Ribnitz-Damgarten angelegten Blumenwiesen gehört diese Fläche beim Stadion Am Bodden. Quelle: Paula Mittermayer
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Ribnitz-Damgarten

Die Fläche der Blühwiesen in Ribnitz-Damgarten soll vergrößert werden. Darüber informierte Stadtgärtnerin Sybille Wulf die Mitglieder des Landwirtschafts- und Umweltausschusses in ihrer jüngsten Sitzung. Insgesamt gehe es dabei um rund 8000 Quadratmeter, so die Stadtgärtnerin. Das Besondere: Bei diesem Projekt möchte der Stadtbauhof und der ebenfalls an dem Vorhaben beteiligte Verein zur Förderung der Arbeit und Qualifizierung (VFAQ) mit Schulen in Ribnitz und Damgarten sowie mit der evangelischen Kirche Ribnitz und der evangelischen Kirche Damgarten zusammenarbeiten. Erste Gespräche „am grünen Tisch“ habe es bereits gegeben, sagte Jan Berg, der Geschäftsführer des VFAQ auf OZ-Anfrage.

Schulen sollen einbezogen werden

Die Idee: Die als Blühwiesen vorgesehenen Flächen werden durch Mitarbeiter des Stadtbauhofes und des VFAQ entsprechend vorbereitet, die Schüler der beteiligten Schulen säen ein. Derzeit ist man dabei, geeignete Flächen zu suchen. Vorgeschlagen wurden unter anderem Flächen in den Klosterwiesen, der Rostocker Straße und Mühlenstraße. Schon fest geplant ist ein Teilbereich der Fläche vor der ehemaligen Brautpforte auf der Südseite der Marien-Kirche. Darüber informierte Pastorin Susanne Attula.

Vorgesehen ist, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur auf den entsprechenden Flächen Blumenmischungen einsäen. Angestrebt wird auch, dass sie diese im Rahmen von Schulprojekten weiter beobachten und betreuen. Ziel sei es, die Kinder so für die Schutzbedürftigkeit der Natur zu sensibilisieren, erläuterte Jan Berg. Mit ins Boot holen möchte man zur Unterstützung möglicher Schulprojekte rund um das Thema Blühwiesen mit Nana Gebriele Vossen auch eine Künstlerin. Mit Hilfe verschiedener Partner sollen auch Vortragsabende für Erwachsene zur Begleitung dieses Projektes angeboten werden, informierte der Geschäftsführer weiter.

Ausschussmitglieder befürworten Vorhaben

Die Mitglieder des Landwirtschafts- und Umweltausschusses befürworteten das Vorhaben, die Blühflächen zu vergrößern, ausdrücklich und äußerten den Wunsch, in den folgenden Ausschusssitzungen über den jeweils aktuellen Stand informiert zu werden.

Vorsitzender Helge Eggersmann (SPD/Grüne) sagte: „Ich finde es besonders toll, dass Kinder mit einbezogen werden sollen.“ Auch Eckart Kreitlow (Die Linke) war voll des Lobes. Der Schutz der Natur sei auch und nicht zuletzt „eine Bildungsfrage. Umdenken fängt schon in jungen Jahren an“, führte er aus. Kreitlow hob weiter hervor, dass insgesamt eine erfreuliche Entwicklung in Sachen Blühflächen in den letzten Jahren zu beobachten sei. In diesem Zusammenhang nannte er unter anderem die Agrargenossenschaft Bartelshagen I und das Gut Klockenhagen.

Positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung

Sybille Wulf erinnerte in der Sitzung des Landwirtschafts- und Bildungsausschusses daran, dass der Stadtbauhof 2012 vor dem Bauhofgelände die erste Blühwiese angelegt habe und diese seither gepflegt werde. In den vergangenen Jahren seien weitere mehrjährige und einjährige Blumenwiesen hinzugekommen, so dass die Gesamtfläche mittlerweile über 10 000 Quadratmeter groß ist. Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung seien durchweg positiv. Von Privatpersonen und Vereinen gebe es immer wieder Anfragen, woher man das passende Saatgut beziehen könne und was man bei der Anlage einer Blumenwiese beachten sollte.

Die Stadtgärtnerin machte weiter deutlich, dass die städtischen Blumenwiesen nicht nur zahlreichen Insekten Nahrung und Lebensraum bieten und für zusätzliche Farbtupfer im Stadtbild sorgen. Ein weiterer Vorteil sei, dass man auch Arbeit und damit Geld spare. Denn zur Pflege von Rasenflächen müssen die Mitarbeiter des Stadtbauhofes mehrmals im Jahr mit ihrer Technik ausrücken, um sie zu mähen. Mehrjährige Blumenwiesen hingegen müssten nur einmal im Jahr gemäht werden.

 

 

Von Edwin Sternkiker

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