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Ribnitz-Damgarten Kita-Kinder entdecken das Glück
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Kita-Kinder entdecken das Glück
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15:34 27.09.2019
Luis, Florian, Tim (v.l., alle 5) und Hannes (6) aus der Kita "Zwergengarten" in Klockenhagen bekamen einen neuen Malraum. Gemeinsam mit Erzieherin Jessica Westphal gestalteten die Jungen das Plakat für die Ausstellung in der Ribnitzer Bibliothek. Quelle: Johanna Seidel
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Ribnitz-Damgarten

Was bedeutet Glück? In der Ribnitzer Stadtbibliothek haben sich am Freitag etwa 40 Kinder aus Kindertagesstätten der Bernsteinstadt und Umgebung genau mit diesem Thema auseinandergesetzt. Im Vorfeld hatten die Mädchen und Jungen Bilder gemalt oder kleine Kunstwerke gebastelt, aus denen sie in der Bücherei eine Ausstellung zusammenstellten, die bis zum 18. Oktober dort zu sehen sein wird.

Kindern eine Stimme geben

Initiiert hatte das Projekt zum Thema Glück der Rotary Club Ribnitz-Damgarten. Die Kinder sollten die Frage beantworten: Was macht mich glücklich? „Wir Erwachsenen bilden uns ja immer ein, zu wissen, was gut für die Kinder ist. Wir wollten ihnen selbst eine Stimme geben“, sagt Ute Harrje vom Rotary Club.

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Im November vergangenen Jahres nahmen die Rotarier Kontakt zu den Kindergärten der Region auf. Am 17. Juni stellten die Kinder im Begegnungszentrum ihre Werke vor. „Alle Kinder und Erzieher hatten sehr viel Spaß dabei, waren kreativ und alle sind sehr offen mit dem Thema umgegangen“, so Ute Harrje. Die Mädchen und Jungen des Evangelischen Kindergartens „Sonnenblume“ in Damgarten hatte sich mit ihrer neuen Kinderkirche beschäftigt, deren Fenster bunt gestaltet wurden. Die Kita „Zwergengarten“ in Klockenhagen richtete einen Malraum ein. Fotos dokumentieren in der Ausstellung in der Bibliothek den Umgestaltungsprozess.

Positives Fazit

„Das ist ein Thema, das viele Menschen bewegt. Wir freuen uns, dass wir in unseren Räumen die Ausstellung zeigen dürfen“, sagte Katinka Friese, Leiterin der Stadtbibliothek, die sich sofort bereit erklärt hatte, mitzumachen. Als Belohnung stellte Friese den Kindern im Anschluss das Buch „Herr Glück und Frau Unglück“ vor.

„Und, ja, die Kinder in unserer Stadt sind glücklich“, zog Ute Harrje ein positives Fazit aus dem Projekt. Erstaunlich sei, dass viele Kinder ihr Glück nicht an materiellen Dingen festmachen würden. Die Mädchen und Jungen freuen sich darüber, dass sie wohnen, wo kein Krieg herrscht, oder dass sie Familie und Freunde haben.

Von Johanna Seidel