Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Ribnitz-Damgarten Wohngebiet Sandhufe IV freigegeben
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Wohngebiet Sandhufe IV freigegeben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:26 29.05.2019
Bürgermeister Frank Ilchmann (v.l.), Thomas Huth, stellvertretender Stadtpräsident, Bauleiter Thomas Kroeger und Bauingenieur Ulf Trümper geben das neue Wohngebiet frei. Quelle: Robert Niemeyer
Anzeige
Ribnitz-Damgarten

Ribnitz-Damgarten wächst und soll noch weiter wachsen. Das machten die Verantwortlichen der Stadtverwaltung am Mittwoch bei der Freigabe des neuen Wohngebietes Sandhufe IV deutlich. Und augenscheinlich ist auch noch mehr möglich, endet doch die neue Käthe-Miethe-Straße in der Sandhufe IV in Ribnitz direkt vor einem Feld – ohne Wendeschleife. Konkrete Planungen gebe es zwar noch nicht. Aber: „Wir prüfen, ob eine Erweiterung der Sandhufe möglich ist“, sagte Ribnitz-Damgartens Bauamtsleiter anlässlich der Freigabe des Wohngebietes unweit der Bodden-Kliniken. Entsprechende Prüfaufträge seien erteilt worden. Konkrete Pläne für ein Wohngebiet Sandhufe V gebe es derzeit aber noch nicht.

Allerdings werde die Erschließung neuer Wohngebiete nun auch komplizierter. Die Sandhufe IV sei das letzte Gebiet gewesen, das für die Stadt frei zugänglich war. In anderen Bereichen müssten beispielsweise Eigentumsfragen von Grundstücken beantwortet werden. Auch der Flächennutzungsplan der Stadt lasse nur noch bedingt eine Entwicklung im Randbereich zu.

„Wir müssen in Ribnitz und Damgarten liefern und dürfen uns nicht viel Zeit lassen“, sagt Bauamtsleiter Heiko Körner. Quelle: Robert Niemeyer

Doch die Nachfrage ist ungebrochen hoch. „Wir müssen in Ribnitz und Damgarten liefern und dürfen uns nicht viel Zeit lassen“, so Heiko Körner. Zurzeit steht die Entwicklung von Eigenheimgebieten außerhalb Ribnitz-Damgartens im Fokus. So sind die Erschließungen der Wohngebiete „Alte Schmiede“ in Petersdorf und Achterberg II in Klockenhagen mittlerweile beschlossene Sache. In Petersdorf sollen 26 Parzellen für Eigenheime ausgewiesen werden, 21 in Klockenhagen. In kleinerem Umfang werden auch in Borg und Langendamm Baugrundstücke erschlossen.

Im Süden von Ribnitz sind nun 46 Grundstücke entstanden. Und alle seien laut Heiko Körner bereits vergeben, in den nächsten Wochen könnten die ersten Bauarbeiten beginnen. Bei anderen stehe lediglich noch der Termin beim Notar an.

1,142 Millionen Euro hat die Stadt in die Erschließung der Sandhufe IV gesteckt. Von August 2018 bis Mai 2019 liefen die Arbeiten, ausgeführt durch den Baubetrieb BaSeCo Dettmannsdorf-Kölzow. „Die Bauabnahme verlief ohne Feststellung von Mängeln. Eine sehr gute Arbeit“, sagte Ribnitz-Damgartens Bürgermeister Frank Ilchmann.

Sandhufe IV in Zahlen

46 Baugrundstücke mit einer Größe zwischen 500 und 1000 Quadratmetern sind in dem neuen Wohngebiet Sandhufe IV entstanden. 1,142 Millionen Euro investierte die Stadt. Von August 2018 bis Mai 2019 liefen die Erschließungsarbeiten.

3420 Quadratmeter Asphalt, 1995 Quadratmeter Betonpflaster, 776 Meter Regenwasserleitungen, 816 Meter Schmutzwasserleitungen und 966 Meter Trinkwasserleitungen (Boddenland GmbH) und 770 Meter Gasleitungen (Stadtwerke) wurden dabei verbaut.

Im Sommer 2017 waren bei Voruntersuchungen zudem Reste einer slawischen Siedlung entdeckt worden. 500 Funde, teilweise 1000 Jahre alt, wurden vom zuständigen Landesamt festgehalten und untersucht.

Einige Bedenken konnten dabei ausgeräumt werden. So soll durch Einbahnstraßenregelung Durchfahrtsverkehr verhindert werden. Eine Bushaltestelle bindet das Wohngebiet zudem an den Öffentlichen Personennahverkehr an. Ab Oktober soll der Haltepunkt in den Fahrplan des Stadtverkehrs aufgenommen werden.

Bewahrheitet habe sich zudem nicht, dass aufgrund des Vermarktungsverfahrens zumeist wohlhabende Häuslebauer von weit außerhalb der Region die Grundstücke bekommen. 80 Prozent der Grundstücke seien an Einheimische gegangen. „Nicht immer war es ihre erste Wahl, aber niemand ist leer ausgegangen“, so Heiko Körner.

Die Stadt hatte die Grundstücke im Gebotsverfahren verkauft, also gegen Zuschlag für das höchste Gebot. Die Ausgangspreise pro Quadratmeter lagen dabei zwischen 80 und 95 Euro. In den besonders guten Randlagen seien Preise über 100 Euro je Quadratmeter erzielt worden. „Aber wenn man die Kosten gegenüberstellt, ist für die Stadt nicht viel mehr als eine schwarze Null dabei herausgekommen“, sagte Heiko Körner. Die Grundstücke in der Sandhufe IV sind zwischen 500 und 1000 Quadratmeter groß.

Robert Niemeyer

Die Bernsteinreiter Hirschburg übernehmen den Erbbaupachtvertrag für die Jugendherberge bei Barth vom Deutschen Jugendherbergswerk. Der Betriebsübergang erfolgt am 1. Januar. Aus der Jugendherberg mit Reiterhof wird dann ein Erlebnisreiterhof mit Übernachtungsmöglichkeiten.

29.05.2019

Mitmache-Angebote, Vorträge und eine kleine Messe machen den Kulturkaten „Kiek in“ zum Gesundheitstempel auf dem Darß.

29.05.2019

Die Quote im Landkreis Vorpommern-Rügen liegt jetzt bei 7,3 Prozent. Vor allem die Tourismus-Regionen profitieren vom großen Personalbedarf der Unternehmen.

29.05.2019