Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Ribnitz-Damgarten Geschäftsleute gründen Innenstadt-Verein
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Geschäftsleute gründen Innenstadt-Verein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:43 17.06.2019
Die Lange Straße im Ribnitzer Stadtzentrum.
Die Lange Straße im Ribnitzer Stadtzentrum. Quelle: Robert Niemeyer
Anzeige
Ribnitz-Damgarten

Die Geschäftsleute der Ribnitzer Innenstadt sammeln sich, um künftig mit einer gemeinsamen Stimme zu sprechen. Bereits im März ist der Verein Ribnitzer Innenstadt e.V. gegründet worden. Derzeit sind zehn Einzelhändler des Zentrums Mitglied in dem Verein. Es gebe weitere Interessenten, so der Vereinsvorsitzende René Berlin (blütenMeisterei/Ergo Versicherung). „Und je mehr wir sind, desto besser können wir Dinge absprechen“, so der 51-Jährige.

Einkaufsnacht gesichert

Bereits im vergangenen Jahr war die Idee entstanden, die Interessen der Einzelhändler zu bündeln. Aus dieser ersten Idee wurde dann schnell mehr, als sich der Ribnitz-Damgartener Veranstalter Jörg Maletz aus dem Geschäft zurückzog. Maletz war ein fester und wichtiger Partner bei der Organisation der langen Einkaufsnacht, die jährlich im Spätsommer stattfindet. Durch seinen Wegfall musste eine Lösung her, wie künftig dieses beliebte Shopping-Event organisiert werden soll. „Jetzt ist der Verein Veranstalter der Einkaufsnacht“, so René Berlin.

„Veranstaltungen sollen so gestaltet werden, dass die Geschäftsleute stärker partizipieren“, sagt René Berlin, Vorsitzender des Vereins Ribnitzer Innenstadt. Quelle: Robert Niemeyer

Es sei grundsätzlich ein Interesse der Einzelhändler in der Stadt, künftig Veranstaltungen im Zentrum so zu gestalten, „dass die Geschäftsleute stärker partizipieren“, so René Berlin. Neben der Einkaufsnacht nehmen er und seine Mitstreiter hier beispielsweise den Weihnachtsmarkt oder das Bernsteinfest in den Blick.

Der Weihnachtsmarkt fand in den vergangenen Jahren im ehemaligen Kloster Stadt, abgeschlossen und entfernt von der Haupteinkaufsmeile, der Langen Straße. Denkbar wäre den Weihnachtsmarkt künftig wieder stärker ins Zentrum zu ziehen, etwa in die Neue Klosterstraße. Die Gespräche für eine Neuausrichtung des Weihnachtsmarktes im kommenden Jahr laufen bereits. In diesem Jahr bleibt noch einmal alles, wie es bisher war. „Veranstaltungen sollen für alle Sinn machen“, sagt auch Sarah Weck (Wecks Schenken-Dekorieren-Mode), stellvertretende Vorsitzende des Händler-Vereins.

Interessen bündeln

Es sei auch ein Wunsch der Stadtverwaltung gewesen, einen festen Ansprechpartner für alle Geschäftsleute im Zentrum zu haben. „Wir begrüßen es sehr, dass wieder ein Verein die Interessen der Geschäftsleute der Innenstadt bündelt“, sagt Silke Kunz, Leiterin des Büros für Stadtmarketing, Tourismus und Kultur. „Gerade, wenn es um gemeinsame Veranstaltungen geht, ist es gut, nicht nur mit verschiedenen, einzelnen Privatpersonen zu reden.“

„Veranstaltungen sollen für alle Sinn machen“, sagt Sarah Weck, stellvertretende Vorsitzende des Vereins Ribnitzer Innenstadt. Quelle: Robert Niemeyer

Dass es möglich ist, die Geschäftsleute für gemeinsame Aktionen zusammenzubringen, zeige nicht nur die Einkaufsnacht. Bereits für das kommende Wochenende haben sich die Einzelhändler auf eine gemeinsame Aktion geeinigt. Die Geschäfte werden am Samstag anlässlich der Landesseniorensportspiele und des Bernsteinmarktes, die ihr Veranstaltungszentrum auf dem Ribnitzer Markt haben, bis 17 Uhr öffnen. In der Regel schließen die meisten Läden in der Langen Straße samstags bereits in den Mittagsstunden.

Eine Stimme in der Politik

In einem weiteren Schritt sei denkbar, dass sich der neue Verein auch als Sprachrohr der Einzelhändler sieht, wenn es um wesentliche politische Debatten geht. „Ich wünsche mir, dass der Verein einen Draht zu Politik aufbaut“, sagt Silke Kunz. Ob zum Thema Leerstand in der Langen Straße oder zum Verkehrskonzept, der Verein könnte gegenüber Stadtverwaltung und Stadtvertretung die Vorstellungen der Geschäftsleute vertreten. „Wir müssen etwas gegen das Ladensterben tun“, so Kunz weiter.

„Das kann man auf jeden Fall in Betracht ziehen“, sagt René Berlin zum politischen Engagement des Vereins. Dafür sei es jedoch wünschenswert, dass noch weitere Einzelhändler dem Verein beitreten. Etwa 50 Geschäftsleute gebe es in der Innenstadt.

Robert Niemeyer

17.06.2019