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Ribnitz-Damgarten Ribnitzer HV feiert glücklichen Erfolg
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Ribnitzer HV feiert glücklichen Erfolg
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00:00 09.12.2013
Michael Jacobsen (r.) tat sich in der Offensive schwer, erzielte aber immerhin vier Tore. Quelle: Maik Werner
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Dargun

„Das war ein scheiß Spiel, aber wir haben gewonnen“, fasste Alexander Dukart (19) lapidar zusammen und traf den Nagel auf dem Kopf. In einer zerfahrenen Begegnung in der MV-Liga der Männer gewannen die Handballer des Ribnitzer HV (RHV) am Sonnabend mit 19:18 (10:9) beim Tabellenfünften SV Einheit Demmin. Gespielt wurde in Dargun, weil Demmin keine passende Sporthalle hat.

Von Anfang an entwickelte sich eine intensiv geführte, spannende Partie, die von den Abwehrreihen dominiert wurde. Demmin baute eine 6:0-Riegel auf und stand sehr tief hinten drin. Ribnitz spielte zwar über weite Strecken geduldig, agierte aber zu langsam, so dass sich nur wenige Lücken ergaben. Bezeichnend: Michael Jacobsen (27), wurfgewaltiger Rückraumspieler, wurde mehrfach geblockt. Peter Wüstemann (29) blieb unter seinen Möglichkeiten und Stefan Gagern (30) konnte sich gar nicht durchsetzen. Lediglich Sebastian Nucklies erzeugte in der ersten Hälfte Torgefahr aus dem Rückraum. Hinten standen die Gäste gut, spielten 60 Minuten mit viel Einsatz und Laufbereitschaft. „Das Ergebnis spricht für sich. Wir mussten nur wenige Gegentore hinnehmen. Das Zusammenspiel zwischen Torwart und Abwehr hat gut funktioniert“, meinte RHV-Schlussmann Jonny Hagen (21).

In der zweiten Hälfte erwischte Ribnitz den besseren Start und zog gleich zu Beginn auf 12:9 weg (33.). Doch die Hausherren ließen sich nicht abschütteln und kamen zurück, 14:14 (46). „Wir haben zu wenig Druck aus der zweiten Reihe entwickelt“, haderte RHV-Coach Jörn Schläger (41). „Demmin hat großgewachsene Spieler hinten drin, die uns etliche Bälle geblockt haben. Beide Teams haben vorne das Tempo verschleppt“, beschrieb Hagen. In der 52. Minute führte Demmin plötzlich mit 17:14. Kurz darauf geriet Ribnitz sogar in doppelte Unterzahl (55.). Es drohte eine Niederlage. Doch ausgerechnet in dieser Phase drehte der RHV auf und die Partie, 18:17 für die Bernsteinstädter (58.).

Noch zwei Minuten: Jetzt war viel Hektik im Spiel. Ribnitz verdaddelte einen Konter und kassierte prompt den erneuten Ausgleich, 18:18 (59.). Kurz darauf nahm Schläger eine Auszeit und sagte einen Spielzug an. Doch Peter Wüstemann ließ den Ball fallen, Demmin trat hinten heraus, aber Wüstemann konnte das Leder doch noch irgendwie zu Christoph Rasch weiterleiten. Der Rechtsaußen war völlig frei und nagelte den Ball links oben in den Torwinkel, 19:18 für Ribnitz (60.). Und nur noch 35 Sekunden: Demmin schickte den Torwart mit nach vorne und kam zum Abschluss — Pfosten. Der zurückspringende Ball landete erneut bei den Hausherren. Aber diese scheiterten mit dem letzten Wurf. Es blieb beim knappen Auswärtssieg.

„Hinten haben wir unsere Aufgaben erfüllt. Vorne müssen wir uns wieder befreien. Das war zu wenig. Insgesamt ein glücklicher Sieg“, konstatierte Ribnitz Co-Trainer Stefan Stuht (42). Jörn Schläger ergänzte: „Diesmal hatten wir das Glück des Tüchtigen, das uns in Crivitz und Bützow fehlte. Es war ein wichtiger Sieg.“ In der Tabelle war der RHV (16:4 Punkte) zumindest bis gestern Zweiter hinter Stavenhagen (ebenfalls 16:4 Punkte), das Spitzenreiter Bützow durch einen 32:21-Erfolg stürzte, und gegenüber Ribnitz das bessere Torverhältnis hat. Allerdings spielte Warnemünde (4., 14:4 Punkte) erst gestern Nachmittag in Ahlbeck und konnte durch einen Sieg vorbeiziehen. Das Ergebnis lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor.

Statistik
SV Einheit Demmin: Lestmann, Doege — Ritzrau 4, Lindt 4, Schmidt 3, Wöffsand 2, Matoszko 2/1, Schmidt 2/1, Hein 1, Kohtz, Lemke, Borchardt.

Ribnitzer HV: Hagen, Kleinecke — Wiegratz 4, Wüstemann 3, Jacobsen 4/1, Gagern, Nucklies 5/1, Rasch 2, Brandt, Wilczek, Dukart 1, Meyer n. e.

Siebenmeter: Demmin 2/4, Ribnitz 2/2.

Zweiminuten: Demmin 3, Ribnitz 5.

Tommy Bastian

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