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Ribnitz-Damgarten Ribnitzer Handballerinnen stehen vor dem Neuanfang
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Ribnitzer Handballerinnen stehen vor dem Neuanfang
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14:17 21.05.2019
Linda Neubauer (am Ball) und Anna Marzahl (im Hintergrund) werden künftig nicht mehr für den Ribnitzer HV auflaufen können. Quelle: Marco Schwarz
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Ribnitz-Damgarten

Als kürzlich die Strukturreform der Handball-Ligen der Frauen auf Landesebene bekannt gegeben wurde (OZ berichtete), fehlte bei der Staffeleinteilung der neu geschaffenen Landesliga ein Verein: der Ribnitzer HV. Die Bernsteinstädterinnen hatten in der abgelaufenen Saison der Verbandsliga den siebten Platz belegt und sich damit eigentlich für die neue Spielklasse, die aus MV- und Verbandsliga in zwei Staffeln gebildet wird, qualifiziert.

Der Verein hat sich gegen eine Teilnahme am Spielbetrieb in der höchsten Liga des Landes entschieden. Darüber informierte jetzt ­Tobias Klugmann vom RHV. „Wir haben uns dazu entschlossen, mit der Mannschaft in der Bezirksliga einen Neuanfang zu starten“, informierte er.

Leistungsträgerinnen verlassen Verein

Hintergrund seien dabei auch vor allem die Abgänge von gleich vier Leistungsträgerinnen. Anna Marzahl wird den Ribnitzerinnen aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen. Sie war mit 120 Toren zweiterfolgreichste Werferin des RHV in der abgelaufenen Saison nach Jule Engel (130). Ebenso wird Linda Neubauer, die in Wismar studiert, nicht mehr für das Team auflaufen können. Silke Gerhart beendet ihre Karriere. Und Stefanie Engel will sich künftig verstärkt um den Nachwuchs im Verein kümmern.

Trainer hört ebenfalls auf

Auch Tobias Klugmann, der die Ribnitzer Frauen seit Jahren als Trainer betreute, wird sich von seinem Amt zurückziehen. „Für meine Entscheidung waren vor allem familiäre Gründe ausschlaggebend“, sagte der Familienvater. Er hatte die Mannschaft 2015 zum Aufstieg aus der Bezirks- in die Verbandsliga geführt und in der Saison 2017/18 hier mit dem Gewinn der Meisterschaft den größten Erfolg gefeiert.

Vor dem Hintergrund des personellen Umbruchs sei es erforderlich gewesen, das Frauenteam künftig eine Klasse tiefer anzumelden. „Die Anforderungen in der neu geschaffenen Landesliga werden nicht geringer. Wir haben aktuell einen Kader von 13 Spielerinnen und sind im Verein zu der Auffassung gelangt, dass die Belastungen wahrscheinlich zu groß wären“, ergänzte Klugmann.

Zum Vergleich: In der Bezirksliga haben die Ribnitzerinnen 14 Punktspiele zu bestreiten, in der Landesliga wären es mindestens 22 Begegnungen. Klugmann selbst war als Mitglied des Spielausschusses beim Handballverband Mecklenburg-Vorpommern unmittelbar an der Strukturreform der Ligen beteiligt.

Neuaufbau in der Bezirksliga

Der freiwillige Rückzug aus der Landesliga sei aber seiner Meinung nach eine gute Lösung. „Wir sind auch weiterhin im Spielbetrieb vertreten. Das ist immer noch besser, als die Mannschaft ganz zurückzuziehen. Wir wollen den Neuaufbau in der Bezirksliga angehen“, meinte der scheidende Coach.

Derzeit ist der Verein auf der Suche nach einem neuen Trainer für seine Frauenmannschaft. „Gespräche mit möglichen Kandidaten hat es bereits gegeben. Aber noch steht nicht fest, wer das Team in der kommenden Saison betreuen wird“, berichtete Tobias Klugmann.

Und auch für neue Spielerinnen ist der Ribnitzer HV offen. Einen entsprechenden Aufruf hat der Verein auf seiner Seite im sozialen Netzwerk Facebook veröffentlicht. „Interessierte Spielerinnen können sehr gern mit dem RHV Kontakt über die Geschäftsstelle aufnehmen“, sagte Klugmann. Mehr Infos zum Ribnitzer HV: www.ribnitzer-hv.de

Marco Schwarz

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