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Ribnitz-Damgarten Kult-Location: Ribnitzer Sport-Palast verkauft – Kegelbahn bleibt
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Kult-Location: Ribnitzer Sport-Palast verkauft – Kegelbahn bleibt
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20:10 25.04.2019
Seit November letzten Jahres sind Ribnitzer Sportpalast und Kegelbahn geschlossen. Quelle: Edwin Sternkiker
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Ribnitz-Damgarten

Aufatmen bei den Keglern des Ribnitzer Sportvereins. Die Kegelbahn des Sport-Palastes in Ribnitz-Damgarten soll dauerhaft erhalten bleiben. Hintergrund ist, dass der Sport-P mittlerweile verkauft worden ist. Das Ribnitz-Damgartener Investoren-Duo Michael Bienk und Frank Willert (MBB Immobilien) hat das Grundstück samt Gebäude erworben. „Geplant ist, den vorderen Teil, also den Pub und die Kegelbahn, zu erhalten“, sagt MBB-Geschäftsführer Michael Bienk.

„Geplant ist, den vorderen Teil, also den Pub und die Kegelbahn, zu erhalten“, sagt MBB-Geschäftsführer Michael Bienk. Quelle: Edwin Sternkiker

Ein erstes Zusammentreffen mit den RSV-Keglern habe bereits stattgefunden. Ab 6. Mai können die Sportler die Kegelbahn wieder nutzen. „Wir sind wirklich glücklich, dass wir ab Mai wieder auf unserer Heimbahn trainieren können“, sagt Rudi Tschöp, Abteilungsleiter Kegeln beim RSV. Bis zur Schließung des Sport-Ps im vergangenen Jahr hatten die Kegler jeden Montag dort trainiert, mussten zuletzt aber auf eine auswärtige Bahn ausweichen. „Wir sind froh, dass der neue Besitzer ein Herz für unseren Sport hat“, so Rudi Tschöp.

Die RSV-Kegler betreiben die Bahn vorerst in Eigenregie. Ex-Sport-Palast-Besitzer Jörg Maletz habe die Sportler bereits in die Funktionsweise der Bahn eingewiesen. „Das Verhältnis zu ihm ist nach wie vor gut“, sagt Tschöp.

Gaststätte und Kegelbahn

Vorerst werden die RSV-Sportler die einzigen sein, die die Kegelbahn nutzen. Die Kegelbahn wird noch nicht der Öffentlichkeit zugänglich sein. Das werde erst möglich sein, wenn ein Betreiber für den Sport-Palast gefunden worden ist. „Die gesamte Straßenfront des Gebäudes soll erhalten bleiben. Unsere Vorstellung ist, dass dort ein gastronomisches Konzept ungesetzt wird, das beispielsweise eine Gaststätte mit angeschlossener Kegelbahn beinhaltet“, sagt Michael Bienk. Die Suche nach einem Betreiber läuft. „Und wir sind offen für Ideen. Uns ist wichtig, den Charakter des Standortes zu erhalten und das der Sport-Palast nicht ganz weg ist“, so Bienk.

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Und auch der beliebte Auto Widuckel-Cup, die Ribnitz-Damgartener Stadtmeisterschaft der Kegler, könne laut Rudi Tschöp erst stattfinden, wenn ein Betreiber gefunden ist, der die Versorgung des Wettbewerbs sicherstellt. „Ich hoffe, dass der Cup im Herbst stattfinden kann“, so der Abteilungsleiter.

Größere Tanzveranstaltungen werden im Sport-P jedoch nicht mehr möglich sein. Denn das Gelände soll weiterentwickelt werden. Geplant ist laut Michael Bienk, den hinteren Gebäudeteil abzureißen. Dort ist ein Neubau geplant. Wohnungen sollen dort entstehen. „Ein vernünftiges Wohngebiet mit schöner Gastronomie, eine Aufwertung für das Gelände“, sagt Bienk.

Wohngebiet wird größer

Und so deckt sich die Entwicklung beim Sport-P deshalb auch weitestgehend mit den Ideen der Stadtverwaltung. Das Bauamt und die Gebäudewirtschaft Ribnitz-Damgarten GmbH, die städtische Wohnungsbaugesellschaft, entwickeln auf dem benachbarten Gelände der ehemaligen Kreisverwaltung derzeit einen Bebauungsplan, der auf diesem Areal ein Wohngebiet mit Mehrfamilienhäusern vorsieht. Investor ist die Gebäudewirtschaft. Die Planungen sehen auch vor, eine Fläche für eine Kindertageseinrichtung vorzuhalten. Auf der Fläche des Möbelmarktes soll ein Parkplatz entstehen.

Das Gelände der ehemaligen Kreisverwaltung in Ribnitz: Hier soll ein Wohngebiet entstehen. Das Möbelhaus links soll abgerissen werden. Quelle: Ernst Fischer

Der Sportpalast und die Kegelbahn liegen bzw. lagen bislang nicht im Geltungsbereich des Bebauungsplanes, sollen nun aber mit einbezogen werden. „Ziel wird es sein, die Planungen zusammenzuführen, den Bereich im Komplex zu betrachten und Synergien zu nutzen, um ein funktionierendes Ganzes zu finden“, sagt Heiko Körner, Leiter des Ribnitz-Damgartener Bauamtes. Erste Abstimmungen zwischen Stadt, Gebäudewirtschaft und MBB habe es bereits gegeben, weitere Gespräche sollen folgen.

Laut Körner könnten sich durch die aktuelle Entwicklung die Planungen vereinfachen, da geringere Lärmemissionen zu erwarten seien. Für einen potenziellen Weiterbetrieb des Sport-P als Disco müssten die Lärmschutzmaßnahmen für das Wohngebiet deutlich umfangreicher eingeplant werden. „Aber auch die Stadt ist an einem Weiterbetrieb der Kegelbahn interessiert und unterstützt das Vorhaben des Investors, einen Betreiber zu finden“, so der Bauamtsleiter. Die Bahn sei ein wichtiges Stück Sport-Infrastruktur. Auch der Pub gehöre zum Stadtbild.

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