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Ribnitz-Damgarten Naturschutzstation soll an Recknitz locken
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Naturschutzstation soll an Recknitz locken
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15:31 15.03.2019
Der Rohbau der Naturschutzstation Gruel steht. Im Sommer soll sie eröffnet werden. Quelle: Edwin Sternkiker
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Gruel

Sanft schaukelt die Richtkrone im Wind. Enno Spallholz von der Langendammer Baufirma Voß und Hermann trägt den Richtspruch vor, anschließend schlägt Sandra Schröder-Köhler, Bürgermeisterin von Ahrenshagen-Daskow, mit sicherer Hand den traditionell letzten Nagel ins Gebälk. Der Rohbau der Naturschutzstation Gruel steht. Bauunternehmer Udo Voß freute sich am Donnerstag, dass so viele Gäste zum Richtfest gekommen sind, das spreche für die Wichtigkeit dieses Objektes. Udo Voß: „Wir haben unsere Arbeit getan, jetzt übernehmen die Klempner und Elektriker. Sie und alle anderen, die am Bau noch zu tun haben werden, haben nun erst einmal ein Dach über dem Kopf, das ist das Wichtigste.“

Ausstellung über Flora und Fauna

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 225 000 Euro, die teilen sich die Gemeinde Ahrenshagen-Daskow als Bauherr und der Landkreis Vorpommern-Rügen, so Sandra Schröder-Köhler. Die Errichtung der Naturschutzstation ist Bestandteil einer im November 2017 durch die Gemeinde Ahrenshagen-Daskow, die Nabu-Stiftung „Nationales Naturerbe“ und den Landkreis Vorpommern-Rügen unterzeichneten Vereinbarung. Diese beinhaltet auch die Einrichtung eines „Pflegefonds unteres Recknitztal“.

Das Tribohmer Bachtal ist eines von mehreren sehr unterschiedlichen Biotoptypen, die im Umfeld der Naturschutzstation Gruel vorhanden sind. Quelle: privat

Sandra Schröder-Köhler und ihr Stellvertreter Olaf Stietzel drückten die Hoffnung aus, dass die Naturschutzstation nach ihrer Fertigstellung im Sommer von möglichst vielen Menschen besucht wird. Zielgruppen sind neben interessierten Bewohnern der Region Urlauber und Tagestouristen, die per Rad unterwegs sind, und Schulklassen sowie Jugendgruppen. Ihnen soll in einer Dauerausstellung die Möglichkeit gegeben werden, sich über die Flora und Fauna des Recknitztales zu informieren.

Im April wollen der Nabu, als Träger der Naturschutzstation, und die untere Naturschutzbehörde des Landkreises Vorpommern-Rügen mit der Arbeit an der Konzeption für die Ausstellung beginnen. Angeboten werden sollen auch Vorträge und naturkundliche Führungen.

Idee entstand 2016

Ein weiterer Schwerpunkt neben der Öffentlichkeitsarbeit ist die Pflege einer 35 Hektar großen Fläche, bestehend aus 20 Hektar Feuchtwiese sowie 15 Hektar Trocken- und Magerrasen. Darum wird sich eine Naturschutzfachkraft in Zusammenarbeit mit der ADAP GmbH Ahrenshagen kümmern. Zu ihren Aufgaben gehört auch ein naturschutzfachliches Monotoring auf dieser Fläche.

Die Idee für die Errichtung einer Naturschutzstation in Gruel stammt aus dem Jahr 2016, erläuterte Hardo Wanke von der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Vorpommern-Rügen. „Für Gruel als Standort der Station sprach zunächst die zentrale Lage des Ortes im unteren Recknitztal und unmittelbar an einem der größten Naturschutzgebiete des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit etwa 1470 Hektar. Auch die gute Anbindung über die Kreisstraße zwischen Ahrenshagen und Plennin spielte bei der Entscheidung eine Rolle, ebenso die Tatsache, dass im Umfeld der Station vielfältige Biotoptypen auf engstem Raum vorhanden sind. Dazu gehören neben Feuchtwiesen sowie Trocken- und Magerrassen unter anderem 100 Hektar Naturwald auf Moorflächen und im Hangbereich. Außerdem befinden sich der Tribohmer Bach und das naturnahe Bachtal in der Nähe.“

Mehr lesen: Naturschutzstation im Recknitztal geplant

Edwin Sternkiker

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