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Ribnitz-Damgarten Rückkehr in den Kunstkaten nach 40 Jahren
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Rückkehr in den Kunstkaten nach 40 Jahren
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00:00 16.08.2018
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Ahrenshoop

Den Auftakt zur Langen Nacht der Kunst an diesem Sonnabend in Ahrenshoop gaben Vera Schwelgin und Wolfgang Reinke schon vorher im Kunstkaten. Genau vor 40 Jahren stellten beide dort das erste Mal aus. Da war der jetzige Leiter Kevin Kaiser, der die Schau „Die Erde am Meer“ eröffnete, noch nicht geboren. Die Leitung lag in den Händen von Cornelia Crohn, doch die „Mühen und Freuden“ der Laudatio hatte damals wie heute Kunstwissenschaftler Klaus Tiedemann aus Rostock. Nun kehrt das Künstlerpaar mit einer Werkauswahl von Bildern, Grafiken und Zeichnungen zurück.

Cornelia Crohn (v.l.), Wolfgang Reinke, Vera Schwelgin und Klaus Tiedemann trafen nach 40 Jahren wieder zur Ausstellung im Ahrenshooper Kunstkaten zusammen. ELKE ERDMANN Quelle: FOTO:

Im Faltblatt war 1978 auch die „Seeschwalbe“ von Vera Schwelgin abgebildet, aber als tote Möwe. „Die Seeschwalbe am Meer ist der imaginäre Brückenschlag zu damals“, sagte Klaus Tiedemann.

Schwarz-Weiß-Bilder von Wolfgang Reinke ziehen die Blicke des Betrachters auf sich. Die Steilküste bei Ahrenshoop und die Bunkerruine sind wiederkehrende Sujets. „Wolfgangs Bunkerruine ist eine Adaption der Böcklinschen Toteninsel“, so Tiedemann.

Während Wolfgang Reinke sich durchweg als Landschafter präsentiert, ist Vera Schwelgin eine ausgesprochene Figuristin. Ihre Bilder sind Seelenmetaphern und Seelengeflechte, von neuen Lebenserfahrungen geprägt. Sie beinhalten erfühlte und erträumte Hoffnungen. „Paar“, „Pieta“ oder der farbige Holzschnitt auf Chinapapier „Ereignis I“, es sind wunderbare Arbeiten. Ihre Selbstporträts von 2008, „Kopf nach PMB I“ und „Selbst nach PMB II“ mit den großen ausdrucksstarken blaugrünen Augen erinnern an das Buch „Der Zopf“, in dem die kanadische Sarah Cohen ihre gesamte Energie und Kraft darauf konzentrierte, wieder gesund zu werden. „Kirschblüten im Rapsfeld“, eine Collage von 2006, ist ein lebensbejahendes Bild. Das Gemälde „Strandgut“ 1988/2017 mit Schiffsfragmenten von Wolfgang Reinke umreißt Abschied und Wiederkommen. Das Paar hatte nach zehnjährigem Schaffen in Hirschburg den Ort der Stille aufgegeben und war 1986 ins turbulente Westberlin nach Kreuzberg ausgereist, wo es noch heute lebt und arbeitet. Doch die Sehnsuchtsorte liegen in der mecklenburgischen Landschaft und vor allem am Meer vor Ahrenshoop. In einer Serie „Bunker am Hohen Ufer Ahrenshoop“ ist es künstlerisch miteinander verknüpft.

„Die Erde am Meer“, wie Vera Schwelgin und Wolfgang Reinke ihre gemeinsame Ausstellung überschreiben, „impliziert ein universelles Weltverhältnis der Einheit des Menschen mit den Elementen und das eigene Aufgehobensein darin, das ihr Schaffen inspiriert“, so Klaus Tiedemann.

Vor dem „Augen Blick“, 2005/ 2015, Holzschnitt/Handabzug von Vera Schwelgin verweilten Tilla Posmyk aus Potsdam und Sebastian Herberg aus Dresden einen glücklichen Moment und schauten in die Runde.

Kultur an 20 Orten

Die 19. Lange Nacht der Kunst in

Ahrenshoop wird am Sonnabend

um 15 Uhr im Garten des Kunstmuseums mit einem Familienfest eröffnet und findet dort um 23 Uhr den Abschluss. Dazwischen erwartet die Gäste ein vielseitiges kulturelles Programm, das auch zu eigenen Aktivitäten einlädt. Alle 20 Veranstaltungsorte erscheinen im sommerlich gelben Licht, das den Besuchern den Weg zu den Häusern weist.

Elke Erdmann

Am Donnerstag startet das 20. Barther Metal Open Air. 30 Bands werden auftreten. Dabei hat alles ganz klein angefangen. Inzwischen kommen sowohl Fans als auch die Musiker aus ganz Europa und sogar Australien in die Vineta-Stadt.

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