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Ribnitz-Damgarten Begrüßungsgeschenke für ein neues Leben
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Begrüßungsgeschenke für ein neues Leben
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18:00 23.11.2018
Neben Geld- gibt es auch eine Vielzahl an Sachgeschenken, die Gemeinden den Neugeborenen in den Regionen zukommen lassen. Quelle: dpa
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Ribnitz-Damgarten

Freikarten, Bernsteine oder Geld: Die Gemeinden der Region rund um das Fischland und Ribnitz-Damgarten buhlen um junge Familien. Neben dem Wunsch die Gemeinde mit jungen Bürgern zu stärken, steht aber vor allem auch der Gedanke im Vordergrund, Nähe zu den Familien herzustellen und sie nachhaltig für die Eltern-Aufgabe zu unterstützen.

„Das Begrüßungsgeld ist damit einstimmig beschlossen“, sagt Eixens Bürgermeister André Bonitz nachdem alle Gemeindevertreter am Donnerstag mit Handzeichen ihre Zustimmung signalisiert haben. Ab 1. Januar 2019 erhalten die Eltern eines Neugeborenen in der Gemeinde um Eixen, Kavelstorf oder Ravenhorst 300 Euro. „Das ist ein logisch konsequenter Schritt“, sagt Bonitz. Nachdem man mit dem Seniorenpflegeheim schon etwas für die ältere Generation getan habe, seien nun die Jüngeren dran. „Wir wollen uns damit lebendig und offen für junge Leute präsentieren.“ Die Gemeinde plant für den Haushalt 2019 da mit etwa vier Neugeborenen. „Diese Zahl ergibt sich aus dem Geburtenschnitt der letzten Jahre“, sagt Bonitz. Das Begrüßungsgeld sei der erste Schritt, der Bürgermeister strebt darüber hinaus auch noch den Aufbau einer Kita an.

Ein regionales Paket für Neugeborene

In Marlow freut man sich ganz besonders über Nachwuchs. Denn dort begrüßt die Stadt ihre neuen Bewohner gleich mit einem ganzen Paket. „Dort gibt es ein freundliches Willkommensschreiben der Stadtverwaltung, eine Jahreskarte für den Vogelpark, ein historisches Buch über die Stadtgeschichte und einen Marlow-Schnuller“, sagt Bürgermeister Norbert Schöler. Darüber hinaus bietet die Kirchgemeinde der Stadt an, für die Neugeborenen einen Apfelbaum zu pflanzen. Schöler hat wahrgenommen, dass viele Eltern das Angebot gut annehmen: „Ich bin seit 2008 Bürgermeister und habe schon so einige Babys mit unseren Schnullern gesehen.“ Auch wenn er davon ausgeht, dass solch ein Willkommenspaket die Geburtenrate in seiner Stadt nicht immens erhöhen wird, weiß er doch um die positive Außenwirkung, die solch eine Aktion erzeugt. „Ab nächstem Jahr soll es auch ein kleines Paket für jeden Neubürger geben, der seinen Wohnsitz in Marlow anmeldet.“

In Triwillershagen hat man hingegen keine Aufmerksamkeiten für Neugeborene und sowas auch nicht geplant. „Wir haben genügend Kinder“, sagt Bürgermeister Achim Markawissuk und lacht. Die Geburtenrate des Ortes sei konstant und dementsprechend plane man in der Stadt sowas auch nicht. Vor etlichen Jahren gab es in Barth noch ein „Begrüßungsgeld“ für Neugeborene. Das wurde aber gestrichen. Aber wie der angehende Bürgermeister Friedrich-Carl Hellwig versichert, sei eine solche Aufmerksamkeit für Neugeborene ein Thema, welches in seiner Amtszeit durchaus realisierbar wäre.

Unterstützung für die elterliche Aufgabe

In Prerow erhalten die Familien, die ein Kinderglück erwarten, ganze 500 Euro von der Gemeinde. „Das haben wir jetzt seit knapp zehn Jahren, aber das damit ein Anstieg der Geburtenrate zu erwarten ist, ist denke ich vermessen“, sagt Prerows Bürgermeister René Roloff. Ihm gehe es eher um eine Unterstützung der Gemeinde bei den Aufgaben, die frische Eltern so zu bewältigen haben. „Ich denke, selbst bei 2000 Euro wird keine Familie mehr Kinder bekommen.“

Ribnitz-Damgarten schenkt seinen kleinsten Einwohnern eine lokaltypische Aufmerksamkeit. „Bei uns bekommen die Neugeborenen ein Grußschreiben und einen Bernstein“, sagt Bürgermeister Frank Ilchmann. In Zingst gibt es ein Begrüßungsgeld für Neugeborene in Form eines 100 Euro-Gutscheins. Der wird als Konto für die Kinder hinterlegt und kann dann eingelöst werden.

Moritz Naumann

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