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Ribnitz-Damgarten SPD für Drogerie-Markt im Zentrum und Apotheke im Boddencenter
Vorpommern Ribnitz-Damgarten SPD für Drogerie-Markt im Zentrum und Apotheke im Boddencenter
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15:15 14.05.2019
Susann Wippermann (l.) und Ann-Kristin Behm treten zur Wahl der Stadtvertretung Ribnitz-Damgartens für die SPD an. Neun Kandidaten stehen insgesamt auf der Liste der Sozialdemokraten. Quelle: Robert Niemeyer
Ribnitz-Damgarten

Neun Kandidaten hat die Ribnitz-Damgartener SPD für die Wahl zu Stadtvertretung am 26. Mai aufgestellt. „Eine gute Mischung aus erfahrenen Kommunalpolitikern und frischen Gesichtern. Vom Selbstständigen bis zum Angestellten sind alle Berufsschichten mit dabei“, sagt Susann Wippermann, SPD-Landtagsabgeordnete. An Platz eins der Liste steht beispielsweise Ann-Kristin Behm, bislang sachkundige Einwohnerin im Finanzausschuss, nun erstmals Kandidatin für ein Mandat in der Stadtvertretung.

Die Verwaltung antreiben

„Wir wollen die Stadtverwaltung ein bisschen antreiben“, sagt Susann Wippermann. Ähnlich wie in der Vergangenheit wolle die SPD mit eigenen Anträgen zu Diskussionen anregen. Zuletzt hatten sich die Sozialdemokraten im Fraktionszusammenschluss mit den Grünen unter anderem für die barrierefreie Zugänglichkeit von Stadtvertreter- und Ausschusssitzungen oder auch die Untersuchung der ärztlichen Versorgung in Ribnitz-Damgarten eingesetzt. „Und die Zusammenarbeit mit den Grünen hat super geklappt“, so Wippermann.

Nach der Bernsteinschule, deren Sanierung auf den Weg gebracht ist, müsse der Bildungsstandort Damgarten in den Fokus rücken. Auch hier sei ein Schulcampus mit der Rudolf-Harbig-Schule und der Grundschule denkbar. „Uns schwebt dort eine komplexe Lösung vor“, so Wippermann.

Überhaupt sei die Diskussion um neue Angebote für Jugendliche in der Bernsteinstadt wichtig. „Man muss sich an einen Tisch setzen“, so Udo Steinke. Im Gebäude der ehemaligen Kita an der Klosterwiese könnten weitere Möglichkeiten geschaffen werden, etwa ein Treffpunkt für Jugendliche.

Die SPD fordert zudem, das Einzelhandelskonzept der Stadt zu überarbeiten. Zwei wesentliche Wünsche der Bürger seien zu verfolgen: ein Drogerie-Markt in der Ribnitzer Innenstadt und eine Apotheke im Boddencenter.

Haus des Gastes

Kritisch sehen die Sozialdemokraten die Entwicklung auf der Halbinsel Pütnitz: „Center Parcs nicht um jeden Preis“, sagt Susann Wippermann. Im Sinne von mehr Nachhaltigkeit sollte die Stadt die Fühler nach anderen Investoren ausstrecken. „Vor allem brauchen die Veranstalter der Festivals Planungssicherheit“, sagt Udo Steinke.

Ribnitz-Damgarten sei vielmehr Ausflugs- als Urlaubsort. Mit den Museen sei die Stadt sehr gut aufgestellt. Die Unterstützung dieser Einrichtungen durch Zuschüsse aus dem städtischen Haushalt dürfe nicht gekürzt werden. Darüber hinaus könne ein größerer Veranstaltungsort Ribnitz voranbringen. „Das Begegnungszentrum erfüllt nicht den kulturellen Zweck dafür“, so Susann Wippermann. Deshalb spreche sich die SPD für den Bau eines Hauses des Gastes aus. Ein möglicher Standort könne der Ribnitzer Hafen sein, ein anderer im Bereich der Klosterwiese.

In Sachen Hafenentwicklung sollte sich Ribnitz-Damgarten an der Stadt Barth orientieren. „Kleinteilig, eine Mischung zwischen Wohnen und Gewerbe“, sagt Susann Wippermann zur Entwicklung des Ribnitzer Hafens. „Am Damgartener Hafen muss die Tourismus-Information modernisiert werden“, so Ann-Kristin Behm.

Seniorenbeirat gründen

Die SPD möchte zudem die Bürger stärker ins Boot holen. Um die Interessen der älteren Bevölkerung zu vertreten, soll ein Seniorenbeirat gegründet werden. Die Etablierung eines regelmäßigen runden Tisches für Vereine könne helfen, die Wünsche und Sorgen der Ehrenamtlichen erkennen und bündeln zu können.

Auch im Rathaus müsse sich etwas ändern. „Die Verwaltung ist Dienstleister für die Bürger“, so Susann Wippermann. Eine Idee: Die RDG-App, eine Handy-App, mit der Bürger Informationen zu allen Themen der Verwaltung abrufen können und sich zudem auch an das Rathaus wenden können. Beispielsweise könnten Hinweise an das Ordnungsamt so übermittelt werden.

Robert Niemeyer

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