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Ribnitz-Damgarten Schlemminer Kirche hat ein neues Dach
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Schlemminer Kirche hat ein neues Dach
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16:06 30.08.2019
Pastor Christhart Wehring freut sich, dass die Sanierungsarbeiten am Dach der Schlemminer Kirche kurz vor ihrem Abschluss stehen. Quelle: Edwin Sternkiker
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Schlemmin

„Auf den 12. September ist der Abnahmetermin angesetzt, an diesem Tag kommen ein letztes Mal noch einmal alle Gewerke zusammen. Das Erntedankfest am 6. Oktober werden wir dann wieder in unserer Kirche feiern können.“ Christhart Wehring steht die Freude darüber, dass die Sanierung des Daches der Schlemminer Kirche kurz vor der Vollendung steht, ins Gesicht geschrieben.

Zwei Jahre hätten die Arbeiten gedauert, erläutert der Pastor der Evangelischen Kirchengemeinde Ahrenshagen. Und wie nicht anders zu erwarten war, habe es nach der Aufnahme des Daches so manche Überraschung gegeben. „Jedes Gebinde des Dachstuhles musste von den Zimmerern angefasst werden werden. Der Traufbalken war stellenweise komplett zersetzt. Und auf der Südseite wurde im Traufbereich auch Schwamm entdeckt, zum Glück war er lokal begrenzt auf ein Gebinde“, erläutert Wehring.

Betondachziegel waren zu schwer für Dachstuhl

Der Zustand der Kirche sei so schlecht gewesen, dass er bereits kurz davor gewesen sei, sie sperren zu lassen, berichtet der Pastor weiter. Dass das Dach dringend saniert werden musste, lag daran, dass das Gotteshaus in den 1970er Jahren mit Hilfe der LPG mit Betondachziegeln eingedeckt wurde. Christhart Wehring: „Das zeigt, dass es auch zu DDR-Zeiten Menschen gab, denen die Kirche nicht gleichgültig war. Und mit dieser Maßnahme wurde die Kirche ja auch erst einmal vor dem Verfall bewahrt, dafür muss man heute noch dankbar sein. Das Problem war allerdings, dass die Betondachziegel viel zu schwer waren für den Dachstuhl.“ Der musste über mehrere Jahrzehnte ein größeres Gewicht aushalten, als er eigentlich in der Lage ist zu tragen. Die unausbleibliche Folge war, dass sich die Dachbalken verbogen, die Traufverbindungen schadhaft wurden und es hineinregnete.

Die Hilfe für die Dorfkirche, deren baugeschichtliche Ursprünge im 13. Jahrhundert liegen, kam damit zur rechten Zeit. Zum Glück seien diese und weitere Überraschungen von der Stralsunder Architektin Elke Meißner, die die Bauarbeiten begleitete, eingeplant worden, berichtet der Pastor weiter. Damit liegen die Bauarbeiten nicht nur im Zeitplan, auch der Kostenrahmen sei nicht gesprengt worden. Insgesamt kostet die Sanierung des Kirchendaches rund 200 000 Euro. Der Löwenanteil kommt aus dem europäischen Leader-Programm zur Entwicklung und Förderung ländlicher Räume. Zweimal hatte Wehring Anträge auf Förderung gestellt, dann, im dritten Anlauf, kam endlich grünes Licht. Weiteres Geld kommt vom Pommerschen Kirchenkreis und vom Land. Und dank der großen Spendenbereitschaft der Einwohner und von Menschen außerhalb Schlemmins konnte die Kirchengemeinde auch die notwendigen Eigenmittel aufbringen.

Fledermäuse können in altes Quartier zurück

Richtig viel Arbeit haben den Planern auch die „Untermieter“ der Kirche gemacht. Gemeint sind damit Fledermäuse. Für sie musste ein Artenschutzgutachten erstellt werden. Die Tiere hatten unter dem Dachgiebel der Kirche ihr Quartier und mussten für die Zeit der Bauarbeiten bewogen werden, in den Turm umzuziehen. Das habe auch ohne nennenswerte Verluste geklappt, berichtet Christhart Wehring. Von den Maurern seien im Zuge der Bauarbeiten extra Fluglöcher freigelassen worden, so dass die Tiere nach der Beendigung der Sanierung wieder in ihr angestammtes „Eigenheim“ einziehen können. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollen auch noch Fledermauskästen gefertigt und in umstehende Bäume gehängt werden.

Von Edwin Sternkiker

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