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Ribnitz-Damgarten Schon 27 Flusskreuzer angemeldet
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Schon 27 Flusskreuzer angemeldet
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00:00 03.02.2017
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Barth

Zwar ist es derzeit noch relativ ruhig um den von einer zwei Zentimeter starken Eisschicht bedeckten Barther Hafen, doch die Verantwortlichen aus dem Rathaus haben längst die kommende Wassersportsaison und die entsprechenden Vorbereitungen im Blick.

Nach einem mehrjährigen Einbruch der Gästezahlen, dessen Ursache nicht nur im fehlenden Zwischenstopp zwischen Warnemünde und Barhöft, sondern auch in den Beeinträchtigungen infolge der sich hinziehenden Molenbau-, Ramm und Nassbaggerarbeiten zu suchen ist, sprächen sich die Vorzüge des Barther Hafens langsam wieder unter den Wassersportlern herum. Das jedenfalls meint der Barther Hafenmeister Stephan Wenke. „Wer erst mal hier war, lobt die attraktiven Liegeplätze der Anbieter, das ausgezeichnete Serviceangebot und die einzigartige landschaftliche Lage“, weiß er aus den täglichen Gesprächen mit den Gastliegern.

850 Boote legten 2016 an

Insgesamt stehen an den Stegen der Stadt, der Marinas und der Vereine etwa 500 Liegeplätze für Boote und Yachten zur Verfügung, viele von ihnen seien mit Dauerliegern besetzt. Zusätzlich würden sich einlaufende Kurzzeitgäste nach ihren eigenen Vorlieben auf die unterschiedlichen Anbieter verteilen. Das waren im vergangenen Jahr insgesamt 850 Boote.

Mit ihren 30 eigenen Liegeplätzen im Ost- und Westbecken sei aber zumindest die Stadt bei den Dauerliegern an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. „Wir müssen ja immer einige Plätze für Tagesgäste freihalten und können nicht alles an Dauerlieger vermieten“, so die Erklärung. Stephan Wenke glaubt, dass perspektivisch auch bei den privaten Anbietern die Nachfrage das Angebot übersteigen werde.

Neue Anlegeplätze geplant Nun hofft die Stadt sehr auf den neuen Wasserwanderrastplatz mit 70 Plätzen auf dem ehemaligen Bossow-Gelände, der die kommunale Liegeplatz-Situation erst einmal entspannen würde. Dann könnten nämlich das Ost- und das Westbecken ausschließlich für Dauerlieger reserviert bleiben, während Tagesgäste im benachbarten Wasserwanderrastplatz ausreichend Möglichkeiten zum Festmachen fänden.

Der Hafenmeister lobte das Verständnis für die Kurabgabe, die seit dem 1. Juli 2016 von Gästen der Stadt zu entrichten ist. Die 1,20 Euro pro Person und Tag seien von den Wassersportlern akzeptiert worden, „zumindest von meinen“. Auch mit der Flusskreuzschifffahrt, die den Barther Hafen mit vier Schiffen 19-mal anlief, habe es diesbezüglich keine Schwierigkeiten gegeben.

„Hätte die „Frederik Chopin“ nicht eine Maschine komplett wechseln müssen, wären es noch mehr Anläufe geworden. So mussten die Passagiere ihre Reise in Barth beenden, damit das Schiff mit einer Maschine und mit Schlepperunterstützung in die Stralsunder Werft verholt werden konnte“, berichtete er.

Insgesamt könne er im Barther Hafen drei Flusskreuzer gleichzeitig unterbringen, in der Päckchenvariante – jeweils zwei Schiffe längs nebeneinander – sogar fünf. Für 2017 habe er zum jetzigen Zeitpunkt bereits 27 Anläufe von vier Flusskreuzfahrtschiffen im Plan.

Kein Schlepper mehr in Barth Zu seinem Bedauern gäbe es mit dem Verkauf der „Paula“ seit dem Herbst 2016 keinen einsatzbereiten und zugelassenen Schlepper mehr im Barther Hafen.

„Wir sind aber in Verhandlung mit einem anderen Betreiber, sich mit seinem Schlepper hier anzusiedeln“, informierte Stephan Wenke an.

„Außerdem wird bald ein Fahrgastschiff mit dem Namen ‚Barth‘ hier beheimatet sein. Die ‚Ostseebad Zingst‘ der Reederei Poschke, die ihren Namen an einen größeren und moderneren Neubau abgibt, soll feierlich umgetauft werden.“

Auf dem Investitionsplan des Hafens steht 2017 das Ziehen der verwitterten Holzdalben an der Spundwand des alten Wirtschaftshafens, für die ersatzweise Reibehölzer aus Eiche angebolzt werden sollen.

Auch an der Ballastkiste ist es geplant, defekte Pfähle gegen neue aus dem Stadtforst auszuwechseln. Ausgetauscht werden müssen einige E-Versorgungssäulen, denen der Zahn der Zeit zugesetzt hat.

Doch auch Vandalismus ist dort ein Problem. „Seit geraumer Zeit wird der Hafen deshalb videoüberwacht, ein stündlich wechselndes Standbild ist auch über die Internetseite der Stadt abrufbar“, informierte der Hafenmeister.

Volker Stephan

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