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Ribnitz-Damgarten Schritt für Schritt zur Kneipp-Schule
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Schritt für Schritt zur Kneipp-Schule
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18:48 04.05.2017
Die Kinder aus der Mittelstufe der Ribnitzer Rosenhofschule genießen die leichte Gartenarbeit und freuen sich schon jetzt auf die erste Erdbeer-Ernte: Das Förderzentrum möchte sich im Sommer zur Kneipp-Schule zertifizieren lassen. Quelle: Carolin Riemer
Ribnitz-Damgarten

Es ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Kneipp-Schule: Nachdem die Rosenhofschule im vergangenen September ein Preisgeld von fast 4000 Euro für ihren Schulgarten gewonnen hatte (die OZ berichtete), legten die etwa 60 gehandicapten Kinder und ihre Lehrer nun fleißig Hand an und gestalteten ihr Außengelände neu.

Ein größerer Garten und mehr Platz für frische Früchte im Ribnitzer Förderzentrum „Rosenhofschule“.

Die Natur achten und sich gesund ernähren, das wollen die Lehrer ihren Schülern beibringen. „Und wenn wir alle unsere Konzeptideen umgesetzt haben, dann werden wir im Sommer höchstwahrscheinlich auch unser Zertifikat bekommen, das uns als Kneipp-Schule ausweist – ein Alleinstellungsmerkmal“, sagt Schulleiterin Silke Höfs (53).

Tomaten, Gurken, Zwiebeln, Möhren, Kartoffeln

Eine große Hilfe war die Finanzspritze aus dem Schulgartenwettbewerb. „Wir konnten uns vernünftige Gartengeräte kaufen und unser Gewächshaus aufstellen“, erzählt die stellvertretende Schulleiterin Judith Siegler (38). Tomaten, Gurken, Zwiebeln, Möhren, Kartoffeln – in dem 350 Quadratmeter großen Schulgarten reifen schon lange etliche gesunde Nahrungsmittel heran und werden von den Schülern im Unterricht der Hauswirtschaft verarbeitet. Jetzt werden einige Bäume und Büsche gerodet, um mehr Platz für Gemüse, Obst und die neuen Beerensträucher zu schaffen.

Und dann gab es da noch einen ganz speziellen Wunsch, den die Pädagogen ihren Schützlingen unbedingt erfüllen wollten, berichtet die Schulleiterin. „Die Kinder haben sich ein Beet voller Erdbeerpflanzen gewünscht.“ Kurzerhand informierten sie die Mitarbeiter von „Karls Erdbeerhof“ in Rövershagen und fragten nach, ob sie nicht fachkundige Beratung beim Anlegen eines großen Erdbeer-Beetes bekommen könnten.

Die fachkundige Beratung gab es von Mirko Saremba (44). Er brachte Pflanzen der pflegeleichten Sorte „Florentina“ in die Rosenhofschule und erzählte den Kindern beim Umgraben, Düngen und Pflanzen, dass sie nun etwa fünf Jahre lang die frischen, roten Früchtchen ernten können. Judith Siegler erklärte, warum diese Pflanzaktion so wichtig für die teilweise stark gehandicapten Schüler ist. „Unsere Kinder sollen nicht denken, dass Erdbeeren aus dem Supermarkt kommen. Außerdem schweißt sie die gemeinsame Pflege des Schulgartens zusammen.“ Ihr Ziel: Ableger aus den Pflanzen gewinnen. „Die Kinder sollen lernen, wie viel Arbeit dahinter steckt“, sagt Judith Siegler. Ende Mai, sagte Erdbeer-Fachmann Saremba, können die ersten Früchte geerntet werden. „Und dann komme ich wieder und bringe Sahne und Vanillesoße mit.“

Hausmeister nur noch halbtags beschäftigt

Doch bei all den guten Nachrichten muss die Ribnitzer Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung derzeit auch einen Verlust hinnehmen. „Unser Hausmeister, Frank Enthaler, darf nur noch halb- und nicht mehr ganztags für uns arbeiten, weil er sich künftig auch um das Pestalozzi-Förderzentrum in der Minsker Straße kümmern muss.“

Silke Höfs fällt es schwer, halbtags auf den engagierten Mann zu verzichten, den sie als „Glücksgriff“ bezeichnet. Fremdfirmen wurden engagiert, um das Außengelände der Rosenhofschule zu pflegen, denn ein halber Hausmeister schaffe die Arbeit nicht. „Wir bedauern es sehr. Unser Hausmeister hat nämlich eine zauberhafte Art, mit unseren Kindern umzugehen“, beschreibt Judith Siegler.

Carolin Riemer

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