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Ribnitz-Damgarten Schüler sollen neugierig auf Kultur gemacht werden
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Schüler sollen neugierig auf Kultur gemacht werden
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15:15 20.05.2019
Katrin Rosenbohm, Andrea Lauter, Jenny Wiesmüller, Antje Bastian, Claudia Mählitz und André Hagemeister (v.l.n.r.), sie gehören zum „Kulturteam“ der Bernstein-Schule Ribnitz-Damgarten. Quelle: privat
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Ribnitz-Damgarten

Die Bernstein-Schule Ribnitz-Damgarten ist eine von sechs Referenzschulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern, die am Projekt „Kultur.Land.Schule.“ beteiligt sind. Das wurde gemeinsam vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung Mecklenburg-Vorpommern und der Stiftung Mercator im Rahmen ihres Programms „Kreativpotentiale“ auf die Schiene gesetzt. „Ziel ist es, dass künftig noch mehr Schulen mit Kulturschaffenden zusammenarbeiten und künstlerische Angebote dauerhaft in den Schulalltag integriert werden“, so bringt es Thomas Fehling von der Fachstelle Kulturelle Bildung Mecklenburg-Vorpommern auf den Punkt. Damit solle allen Schülerinnen und Schülern unabhängig von ihrer sozialen Herkunft die Teilhabe an Kunst und Kultur ermöglicht werden, sagte er weiter. Die Stiftung Mercator und das Land Mecklenburg-Vorpommern fördern dieses auf drei Jahre angelegte Projekt mit rund 1,4 Millionen Euro.

Schulen werden finanziell, personell und fachlich unterstützt

Und so soll das Ganze auf den Weg gebracht werden: Die Referenzschulen entwickeln entsprechend ihres Schulprogrammes und pädagogischen Ansatzes einen Kulturfahrplan zu Schwerpunkten der kulturellen Bildung. Sowohl in der Konzeptions- als auch in der Umsetzungsphase werden die Schulen finanziell, personell und fachlich unterstützt. Partner dabei ist neben der Fachstelle Kulturelle Bildung die Serviceagentur „Ganztägig lernen“ bei der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie in Waren. Eine besonders wichtige Aufgabe übernehmen die Kulturvermittlerinnen und Kulturvermittler. Als Vertreter der regionalen Kunst- und Kulturszene unterstützen sie die Referenzschulen bei der Projektarbeit, beraten zu künstlerischen Inhalten und vermitteln auch Dozentinnen und Dozenten.

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Schulleiterin Christina Bonke betont, dass an der Bernstein-Schule in Sachen kulturelle Bildung bereits jede Menge passiere, darauf lasse sich gut aufbauen. Sie verweist unter anderem auf die durchweg guten Erfahrungen, die man als Partnerschule der Festspiele MV im Schuljahr 2017/18 hat machen können. Ein solches Projekt wie die „Kultur.Land.Schule“ lasse sich aber nur umsetzen, wenn man auch einen aufgeschlossenen Schulträger habe. „Den haben wir mit der Stadt Ribnitz-Damgarten“, so Bonke. Und auch viele Kolleginnen und Kollegen stünden hinter diesem Projekt.

Erste Ergebnisse werden bei Themenwochen im Juni vorgestellt

Ihre Kollegin Katrin Rosenbohm fügt hinzu, dass es nicht nur darum gehe, künstlerische Angebote dauerhaft in den Schulalltag zu integrieren und ästhetisches Lernen im Fachunterricht zu verankern. „Wir wollen auch ausstrahlen in die Stadt. Wenn uns das gelingt, dann haben wir eine echte Win-Win Situation.“

Die ersten sichtbaren Ergebnisse sollen im Juni präsentiert werden, wenn das Schuljahr zum ersten Mal mit Themenwochen beendet werden wird, informiert Katrin Rosenbohm weiter. Diese werden vom 12. bis zum 24. Juni stattfinden und ganz im Zeichen der kulturellen Bildung stehen. In dieser Zeit haben die fünften, sechsten und siebenten Klassen die Möglichkeit, sich auf ganz unkonventionelle Art und Weise mit dem Unterrichtsstoff zu befassen. Unter den Schwerpunktthemen Casino Royal (sechste Klassen), Wasser (siebente Klassen) und Zirkus (fünfte Klassen) werden Kurse angeboten, die künstlerisch Bezug nehmen sollen zu nahezu allen Unterrichtsfächern. Mit eingebunden sind auch die Schüler der neunten Klassen, berichtet Lehrer André Hagemeister. Sie werden in den jeweiligen Themengruppen die Lehrer bei der Arbeit mit den Fünft,- Sechst- und -Siebenklässlern unterstützen.

Die Ergebnisse der Schülerarbeit werden am Ende der Themenwochen in speziellen Präsentationen öffentlich vorgestellt. Jeweils zwei bis drei Schüler aus den neunten Klassen begleiten unter der Leitung eines Rostocker Filmemachers und Medienpädagogen die Themenwochen filmisch. Am letzten Schultag wird ihr Film dann zu sehen sein.

Edwin Sternkiker

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