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Ribnitz-Damgarten Seeadler-Bestand steigt: Kampf um Reviere nimmt zu
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Seeadler-Bestand steigt: Kampf um Reviere nimmt zu
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14:01 21.11.2016
Zwei Seeadler bei einem Revierkampf. Quelle: Mario Müller
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Ribnitz-Damgarten/Stralsund/Heringsdorf

Es geht weiter bergauf: Auch in diesem Jahr ist die Zahl der Seeadler in der Region erneut gestiegen. Im Jahr 2016 wurden im ehemaligen Landkreis Nordvorpommern, auf Usedom und auf Rügen insgesamt 96 Brutpaare gezählt, im vergangenen Jahr waren es 87 und im Jahr 2014 insgesamt 80 Brutpaare. Von den 96 Brutpaaren ließen sich 35 (davon fünf Neuansiedlungen) in Nordvorpommern, 35 (eine Neuansiedlung) auf Rügen und 26 Brutpaare (ebenfalls eine Neuansiedlung) auf Usedom nieder. Die Zahl der Jungtiere ist trotz der steigenden Population mit insgesamt 74 im Vergleich zum Vorjahr jedoch konstant geblieben.

„Die Seeadler haben sich somit weniger erfolgreich gepaart. Das liegt daran, dass die Reviere langsam knapp werden und es mehr Revierstreitigkeiten gibt“, erklärt Mario Müller, Seeadler-Regionalkoordinator für den Bereich Nord. „Wenn die Seeadler sich bekämpfen, sind die Horste unbewacht. Marder oder Krähen fressen die Eier oder die Eier kühlen aus. Schließlich legen die Seeadler schon Ende Februar ihre Eier.“ Ungewöhnlich sei diese Entwicklung aber nicht. „Wenn eine Tierpopulation ihre Grenze erreicht hat, gibt es weniger Nachwuchs“, so Mario Müller.

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Anika Wenning