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Ribnitz-Damgarten Sensation: 16-Jähriger wird Tonnenkönig in Wustrow
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Sensation: 16-Jähriger wird Tonnenkönig in Wustrow
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17:47 14.07.2019
Das Tonnenabschlagen in Wustrow lockte am Sonntag mehr als 1600 Besucher.
Das Tonnenabschlagen in Wustrow lockte am Sonntag mehr als 1600 Besucher. Quelle: Timo Richter
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Wustrow

Am Ende konnte sich Jonas Kollmorgen mit dem entscheidenden Schlag die Königswürde auf dem Fischland sichern. Vorausgegangen war ein spannender Kampf unter der Tonne, bei dem schon beim Einreiten mehrere der 23 Reiter, darunter sechs Amazonen, ihren Anspruch auf die Königswürde des traditionellen Wettbewerbs demonstrierten. Jonas Kollmorgen ist mit seinen 16 Jahren jüngster Tonnenkönig auf dem Fischland. Er ritt am Sonntag das erste Mal mit.

Das Tonnenabschlagen am Sonntag in Wustrow erwies sich wieder einmal als Publikumsmagnet. In gewohnt launiger Weise moderierte Christoph Levien den Wettstreit auf dem Pferderücken. Der einstige Vorreiter des Tonnenbundes Wustrow hat ein besonderes Auge dafür, wer die Königswürde einheimsen möchte. Und so schickte der Moderator Kapitäne, Lotsen, Elektriker, Verkäuferinnen oder Goldschmiede auf das Geläuf auf dem Festplatz.

Beschleunigter Beginn

Mit dem Original Mecklenburgischen Blasorchester an der Spitze traf der Festzug der Reiter pünktlich auf dem Festplatz ein. Rasch war die Tonne befestigt, noch ein paar Korrekturen, dann hing das Streitobjekt für den der 23 Reiter in gut erreichbarer Höhe. Ein sachter Tritt des Pferdes von Hauptmann Andreas Konow in Richtung Blasmusik beschleunigte dann den Beginn des eigentlichen Tonnenabschlagens.

Drei Durchgänge später hat Frank Hartmann bereits den unteren Ring abgeschlagen, der Weg, die Dalben der Tonne zu zertrümmern, war frei. Katharina Peters war es schließlich, die das letzte Stück des Bodenstücks von der Tonne trennte, Stäbenkönig wurde später Alexander Kluge.

Das Tonnenabschlagen gehört seit Kurzem zum immateriellen Weltkulturerbe, wie beispielsweise auch die handwerkliche Herstellung der Darßer Türen oder die Pflege und das Segeln von Zeesenbooten.

Den Gästen des traditionellen Ereignisses boten sich am Sonntag vielfältige Ansichten.

Timo Richter