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Ribnitz-Damgarten So sollen die neuen Sportanlagen an der Bernsteinschule aussehen
Vorpommern Ribnitz-Damgarten So sollen die neuen Sportanlagen an der Bernsteinschule aussehen
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05:20 19.09.2019
Links die Demmler-Schule, rechts die Schule in der Berliner Straße: Im Zuge der Sanierung des Schulstandorts sollen auch die Sportanlagen erneuert werden. Quelle: Ernst Fischer
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Ribnitz-Damgarten

Im Sportausschuss der Stadtvertretung Ribnitz-Damgartens sind am Dienstagabend die ersten Detailplanungen für die Sportanlagen des neuen Bildungscampus in Ribnitz West vorgestellt worden. Die wesentlichsten Veränderungen gegenüber des Ausgangskonzeptes sehen vor, dass die neue Sporthalle nun nicht direkt mit dem Schulgebäude der Demmler-Schule verbunden ist. Außerdem werden die Außensportanlagen nun auf dem Gelände des Sportplatzes hinter der Schule in der Berliner Straße gebaut. Ursprünglich sollten die Anlagen näher an der Demmler-Schule gelagert sein.

Inklusion steht im Vordergrund

Die Sporthalle ist nicht direkt mit der Demmler-Schule verbunden, weil unter anderem die Zufahrt für die Feuerwehr gegeben sein müsse, sagte Antje Weilandt, Leiterin des Sachgebietes Gebäudemanagement und Sport. Da die Sporthalle den Vorgaben der Inklusion entsprechen soll, müsse der Zugang zur Halle entsprechend gestaltet werden. Deshalb ist eine Rollstuhlrampe notwendig. Außerdem sei eine Anbindung der Halle an das Schulgebäude aufgrund der Höhenunterschiede im Gelände zu teuer.

Dass nun das gesamte Gelände für die Sportanlagen genutzt wird, liege darin begründet, dass ausreichend Platz für die eigentlichen Schulpausen benötigt wird. Der Vorteil: Damit werde im gleichen Zug der in die Jahre gekommene Sportplatz erneuert.

Geplant ist auf dem Sportplatz ein Kunstrasenfußballplatz, dessen Maße auch einen Punktspielbetrieb für Nachwuchsmannschaften zulässt. Dank Flutlicht kann der Kunstrasenplatz auch in den Abendstunden genutzt werden.

Gelände bleibt öffentlich zugänglich

Auch eine 100-Meter-Laufbahn sowie eine Weitsprunganlage und eine Wurfanlage sollen entstehen. Hier wird der Untergrund aus Tartanbelag bestehen. Eine 400-Meter-Rundbahn ist ebenfalls geplant. Bis auf die 100-Meter-Sprintbahn ist dieser Kurs jedoch nicht aus Kunstbelag, sondern wird eine Asphaltdecke bekommen, unter anderem auch, weil diese Wege als Fußwege genutzt werden können. Das Gelände bleibt der Öffentlichkeit zugänglich.

Im Bereich des Fußballfeldes soll außerdem ein Mehrgenerationenspielplatz entstehen, ähnlich wie jener, der in Damgarten am Tempeler Bach in der Pütnitzer Straße entstanden ist und der am Donnerstag, 26. September, um 15 Uhr offiziell eröffnet wird. Im Bereich des Skateparks sollen zwei Bolzplätze für die Schüler entstehen. Das bedeute laut Antje Weilandt jedoch nicht, dass es keine Rampen für Skater mehr geben wird. Noch ist die Detailplanung der Sport- und Außenanlagen nicht abgeschlossen. Es sei möglich, dass ein Ort gefunden wird, an dem auch weiterhin Skateelemente stehen können.

Ersatz für die kleine Mühlenberg-Halle

Die neue Einfeld-Sporthalle soll die kleine, alte Mühlenberg-Halle ersetzen, die mittlerweile ohnehin mehr oder weniger ein Sanierungsfall ist. „Die neue Halle ist praktisch, einfach und hat viele Möglichkeiten“, sagte Antje Weilandt, Leiterin des Sachgebiets Gebäudemanagement und Sport in der Stadtverwaltung. Wesentliches Merkmal sei, dass die Halle inklusionsfähig sein muss.

Die Einfeld-Halle soll vor allem von der Grundschule für den Sportunterricht genutzt werden, aber auch den Vereinen der Stadt zur Verfügung stehen. So wird es auch einen Fitnessraum geben. In der kleinen Mühlenberghalle nutzt der Ribnitzer SV den Fitnessraum. In der neuen Halle sollen in diesen Raum zudem Geräte stehen, die auch Menschen mit Behinderung nutzen können.

Ein Wunsch, über den noch verhandelt werden müsse: Die Sporthalle soll drehbare Prallwände bekommen. Auf der Rückseite dieser Wände sollen Spiegel angebracht sein. „Im Grunde ist die Halle nach DIN-Norm entworfen worden. Die drehbaren Wände wären das Sternchen“, so Antje Weilandt. Mit den Spiegeln können die Sportler ihre Bewegungen wahrnehmen und gegebenenfalls besser korrigieren.

Fertigstellung bis Ende 2022

Rund 3,2 Millionen Euro werden die Sport- und Außenanlagen der Bernsteinschule kosten. 2,4 Millionen Euro davon sollen über EU-Fördermittel gefördert werden. Der Eigenanteil der Stadt beläuft sich auf rund 800000 Euro. Bis Ende 2022 sollen die Sport- und Außenanlagen fertiggestellt sein.

Gleichzeitig läuft auch die Detailplanung für die Schulgebäude, die das Rostocker Planungsbüro Inros Lackner übernommen hat. Geplant ist, die das derzeitige Grundschulgebäude grundhaft zu sanieren. In dieses Gebäude soll nach Fertigstellung die Orientierungsstufe der Bernsteinschule einziehen, die derzeit in der Mühlenberg-Schule unterrichtet wird. Für die Grundschüler wird es einen Neubau geben.

Von Robert Niemeyer

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