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Ribnitz-Damgarten Solaranlage in Langenhanshagen geplant
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Solaranlage in Langenhanshagen geplant
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14:28 04.03.2019
Ein Arbeiter montiert Solarmodule. In Langenhanshagen ist eine Fotovoltaik-Anlage geplant. Quelle: Detlef Lübcke
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Die Solarfaktor GmbH aus Waren an der Müritz plant in Langenhanshagen an den Bahnschienen den Bau einer Fotovoltaik-Anlage. „Wir haben bereits mit den Eigentümern der Flächen gesprochen und die Verträge abgeschlossen“, berichtete Projektentwickler Axel Czoski, der das Vorhaben bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung in Trinwillershagen vorstellte. „Wir haben drei Hektar durch Pachtverträge langfristig gesichert und den Einspeisepunkt reserviert.“ Die Leistung der Anlage liege bei maximal drei Megawatt. Für Wartungs- und Reparaturarbeiten würden vorrangig ortsansässige Unternehmen beauftragt. Auch eine Beweidung durch Schafe und Ansiedlung von Bienen sei möglich.

Die Laufzeit der Anlage liege bei mindestens 20 Jahren. „Angestrebt sind bis zu 30 Jahre“, sagte Axel Czoski. Danach würde die Anlage durch die Betreibergesellschaft zurückgebaut und Ackerland wieder hergestellt. Eine längere Laufzeit sei nach dem Eneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nicht zulässig. So würden die Anlagen nach derzeitigen Erkenntnissen nach 25 Jahren nur noch 85 Prozent der Leistung bringen. „Das sind allerdings Laborwerte. Es gibt noch keine Anlagen, die so alt sind“, sagte der Projektentwickler. Die drei Hektar große Fläche in Langenhanshagen soll zunächst nicht komplett, sondern in zwei Abschnitten bebaut werden. „Das schreibt uns das EEG so vor“, erläuterte Axel Czoski am Montag auf OZ-Anfrage. Zunächst würde deshalb nur eine 750-Kilowatt-Anlage auf einem Hektar gebaut. Nach zwei Jahren dürfe erweitert werden. „Laut EEG darf innerhalb einer Gemeinde nur alle zwei Jahre eine Anlage errichtet werden“, erklärte Axel Czoski.

Ideale Flächen für Fotovoltaik-Anlage

Das Gelände sei prädestiniert für eine Fotovoltaik-Anlage. „Wir sind immer auf der Suche nach geeigneten Flächen und sind dabei auf Langenhanshagen gestoßen. Die Flächen befinden sich außerhalb der Ortschaft und weit genug von der Bahnlinie entfernt. Wir haben schon beim Netzversorger nachgefragt und der Einspeisepunkt ist ganz in der Nähe“, zählte der Projektmanager der Solarfaktor GmbH die Vorteile auf. Bei der Planung stehe das Unternehmen noch ganz am Anfang. Gerade einmal der erste entscheidende Schritt, die Flächensicherung, sei abgeschlossen. Insgesamt gehe man bei einem solchen Projekt von einer gesamten Planungszeit von rund einem Jahr aus. „Nachdem wir die Flächen gesichert haben, müssen wir nun erst einmal Baurecht schaffen“, sagte Axel Czoski.

Mario Klemz, stellvertretender Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Trinwillershagen, gab zu bedenken, dass die Löschwasserversorgung an dieser Stelle ein Probleme sei. „Bei der Planung müsste ein Löschwasserteich mit berücksichtigt werden“, erklärte Mario Klemz. Eine Entscheidung mussten die Gemeindevertreter bei der Sitzung noch nicht treffen „Die Planungen sind noch ganz am Anfang und die Flächen gehören nicht der Gemeinde“, sagte Bürgermeister Achim Markawissuk. Falls die Fotovoltaik-Anlage gebaut werde, würden 70 Prozent der Gewerbesteuern an die Gemeinde gehen.

Pavillon-Umbau kann beginnen

Gute Nachrichten hatte der Bürgermeister beim Thema Pavillon. Die lang ersehnte Baugenehmigung vom Landkreis sei nun endlich eingetroffen. Schon im Juli 2017 hat die Gemeinde Trinwillershagen den Pavillon und das dazugehörige über 8000 Quadratmeter große Grundstück gekauft, seit einem dreiviertel Jahr liegen die Fördermittel bereit. „Wir wollen noch in diesem Jahr mit den Umbaumaßnahmen beginnen. In der Zeit müssen wir ausziehen“, sagte der Bürgermeister. Die Möbel könnten während der Arbeiten in der ehemaligen Schule untergebracht werden. „In diesem Fall ist es gut, dass die Schule noch leer steht, aber wir müssen dringend in diesem Jahr eine Lösung für die Schule finden“, sagte Achim Markawissuk. Nach dem Umbau soll der Pavillon als Dorfgemeinschaftszentrum genutzt werden.

Mehr als 30 Projekte

Die Solarfaktor GmbH mit Sitz in Waren (Müritz) hat in den vergangenen acht Jahren über 30 Projekte realisiert, darunter Solarparks in Wismar, Mirow, Diedrichshagen und Güstrow. Spezialisiert ist die Firma auf Freiflächenanlagen.

18 Mitarbeitersind bei der Solarfaktor GmbH beschäftigt.

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