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Ribnitz-Damgarten Solarmodule dürfen nicht blenden
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Solarmodule dürfen nicht blenden
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10:43 16.05.2015
Das passt: Solarmodule und Sonne. Fachleute haben untersucht, ob Reflektionen auf dem am Barther Flughafen geplanten Solarfeld Autofahrer blenden könnten.
Das passt: Solarmodule und Sonne. Fachleute haben untersucht, ob Reflektionen auf dem am Barther Flughafen geplanten Solarfeld Autofahrer blenden könnten.
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Barth

Der Solarpark am Ostseeflughafen Stralsund-Barth (Landkreis Vorpommern-Rügen) soll um 35 auf 85 Hektar erweitert werden. Werden die Solarmodule den Fahrzeugverkehr auf der benachbarten Landesstraße 23 blenden? Das Straßenbauamt Stralsund hatte gefordert, dass mögliche Blendwirkungen auszuschließen seien.

„Die Stadt Barth hat den Einfluss der Module auf den Straßenverkehr gutachterlich prüfen lassen“, informierte das mit den Planungen beauftragte Ingenieurbüro jetzt im Bauausschuss.

Danach würden Reflektionen für Autofahrer lediglich abends für jeweils maximal eine Stunde auftreten. Die Reflektionen würden bei tief am Horizont stehender Abendsonne von Mitte Februar bis Ende Oktober wahrnehmbar sein. Um Blendwirkungen von den Modulen zu verhindern, soll eine Hecke angepflanzt werden.

Solange die Hecke das Reflexionslicht noch nicht wirksam eindämmt, ist eine Zwischenlösung geplant. „In dieser Zeit soll ein bespannter Zaun schützen“, informierte das Ingenieurbüro.

Die Stadt Barth hat auch den Einfluss der Module auf den Luftverkehr prüfen lassen. Das Ergebnis: Der Flugverkehr werde lediglich am späten Abend von möglichem Reflektionslicht beeinflusst. Damit sei er durch eine Blendwirkung nicht erheblich betroffen.

Eventuell könnte sich im Boden noch eine alte Treibstoffleitung zwischen dem ehemaligen Tanklager und dem Tankplatz des Barther Fliegerhorstes befinden. Darauf hatte das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern hingewiesen. „Metallortungen haben jedoch keine Auffälligkeiten ergeben“, hieß es vom Ingenieurbüro.

Dennoch wird mit Altlasten im Boden gerechnet: Munition aus dem Zweiten Weltkrieg. Deshalb soll die Fläche des hinzukommenden Solarfeldes vor dem Bau auf jeden Fall vom Munitionsbergungsdienst „durchsiebt“ werden.



Detlef Lübcke

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