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Ribnitz-Damgarten Sportler müssen weiter warten
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Sportler müssen weiter warten
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15:52 22.01.2019
Gute Nachrichten: Die Sporthalle Barth-Süd soll Ende Juni fertig sein. Zuvor war es immer wieder zu Verzögerungen gekommen. Quelle: Anika Wenning
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Barth

Wieder ein Dämpfer für die Sportler in Barth. Beim Ausschuss für Schule und Soziales stand am Montagabend der mögliche Neubau eines Sportplatzes an der Vineta-Sportarena auf der Tagesordnung. Schnell wurde deutlich, die lang ersehnte Lösung zeichnet sich in naher Zukunft nicht ab. „Ich habe so das Gefühl, dass wir wieder bei Null anfangen“, erklärte der Vorsitzende Frank Schröter zu Beginn der Diskussion. Bürgermeister Friedrich-Carl Hellwig widersprach. „Wir wollen die Linie weiterverfolgen, aber bis jetzt ist die Finanzierung noch nicht geklärt.“ Denn bevor die Planungen für einen neuen Sportplatz beginnen könnten, müsse erst einmal die Zusammenlegung der Schulstandorte finanziell abgesichert sein. „Aber eigentlich müsste doch beides gleichzeitig fertig sein“, gab der Ausschussvorsitzende zu Bedenken. „Schließlich soll auf dem neuen Sportplatz ja auch der Schulsport stattfinden.“

Zwar sei eine gleichzeitige Fertigstellung von Schule und Sportplatz wünschenswert, hieß es seitens des Amtes, aber leider nicht realisierbar. Und auch die geplante Zusammenlegung der Schulstandorte brauche noch Zeit. So hätten sich im Januar die beiden Planungsbüros, die sich beworben haben, vorgestellt. Bis Ende Februar soll dann ein Planervertrag geschlossen werden und erst dann sei eine tiefgründigere Planung und Berechnung möglich. Der Neubau des Sportplatzes rücke somit in die Ferne. „Das Problem ist in der Verwaltung bekannt, aber wir haben keine Gelddruckmaschine. Solange wir die Förderung nicht sicher haben, flicken wir den vorhandenen Platz. Wir müssen uns bei dem Vorhaben an das finanzielle Korsett der Stadt Barth anpassen“, erklärte die Leiterin des Bürgeramtes, Anja Gabriel. Und dabei gehe der Schulneubau erst einmal vor. Der Vorschlag einiger Ausschussmitglieder Schule und Sportplatz gemeinsam zu planen und eine gemeinsame Förderung zu finden, funktioniere nicht. „Bei dieser Förderung gibt es eine Grenze von fünf Millionen Euro und die haben wir schon erreicht“, erklärte Anja Gabriel.

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SV Barth will vorhandenen Platz sanieren

Die Mitglieder des SV Barth schlagen schon seit vielen Jahren Alarm. Denn der Platz am Sportwall ist in einem sehr schlechten Zustand. „Ich bin nun schon seit acht Jahren im Vorstand“, berichtet der Vorsitzende des SV Barth, Marco Schwarz. „Und seitdem reden wir auch darüber. Aber getan hat sich bisher nichts.“ Der Verein selbst ist gegen einen Neubau an der Vineta-Sportarena und möchte lieber, dass der vorhandene Platz erneuert wird. Doch das müsse in naher Zukunft geschehen. Denn der Trainings- und Spielbetrieb der Kinder und Jugendlichen, die auf dem Kunstrasenplatz spielen, stand schon auf der Kippe. Zuletzt hatte der SV Barth in Eigenregie Reparaturarbeiten durchgeführt, um eine Ausnahmegenehmigung vom Kreisfußballverband zu erhalten. „Die Genehmigung gilt aber nicht für einen bestimmten Zeitraum. Der Platz wird wieder überprüft“, meinte Marco Schwarz. Lange gehe das so nicht mehr gut.

Bürgermeister Friedrich-Carl Hellwig hatte sich im Wahlkampf für einen Erhalt des jetzigen Sportplatzes ausgesprochen und bei dem OZ-Facebook-Interview erklärt (die OZ berichtete): „Zum Sportplatz gibt es zurzeit zwei Ideen. Der Bau eines neuen Sportplatzes an der Vineta-Sport-Arena oder die Sanierung des jetzigen Sportplatzes. Ich favorisiere die zweite Lösung, da der Platz an sich geeignet ist, eine zentrale Sportstätte zu sein. Am Ende werde ich aber die wirtschaftlichste Variante befördern.“ Von einer Sanierung des vorhandenen Platzes war beim Ausschuss allerdings nicht mehr die Rede.

Gute Nachrichten gab es für die Sporthalle Barth-Süd. War es in der Vergangenheit immer wieder zu Verzögerung gekommen, steht nun ein Termin für die Fertigstellung. So soll die Halle Ende Juni übergeben werden.

Anika Wenning