Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Ribnitz-Damgarten Stadt-Politiker fordert Beiräte für Jugendliche und Senioren in Ribnitz-Damgarten
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Stadt-Politiker fordert Beiräte für Jugendliche und Senioren in Ribnitz-Damgarten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:47 08.07.2019
Ribnitz aus der Luft: In der Bernsteinstadt wird diskutiert, ob zwei neue Gremien die Interessen der Senioren und der Jugendlichen besser vertreten können. Quelle: Ernst Fischer
Ribnitz-Damgarten

Die Fraktion Die Linke hat die Etablierung eines Jugendbeirates und eines Seniorenbeirates für die Stadt Ribnitz-Damgarten gefordert. „Wir müssen das in Angriff nehmen, vor allem die Jugendlichen sind ein ernst zunehmendes Thema“, sagte Horst Schacht, Sprecher der Linksfraktion.

Mit Henry Neumann hätte Schachts Fraktion bereits jemanden, der sich dem Thema Jugendbeirat widmen würde. Neumann war für die Linken zur Wahl der Stadtvertretung im Mai angetreten. „Beide Gremien sollten kurzfristig gebildet werden“, so Schacht. Der Kultur- und Sozialausschuss solle sich des Themas nach der politischen Sommerpause annehmen.

Hintergrund ist, dass die Belange jüngerer und älterer Mitbürger stärker beachtet werden sollen. „Immer mehr Ältere ziehen nach Ribnitz-Damgarten. Da ist es gut, wenn sie jemanden haben, an den sie sich wenden können“, sagt Horst Schacht. „

Direkt zur Umfrage: Hier abstimmen – Braucht Ribnitz-Damgarten einen Jugendbeirat und einen Seniorenbeirat?

„Demokratie kann man nichts erzwingen“

„Wir müssen das in Angriff nehmen, vor allem die Jugendlichen sind ein ernst zunehmendes Thema“, sagt Horst Schacht (Die Linke). Quelle: Robert Niemeyer

Im Wahlkampf hatten verschiedene Parteien und Wählergruppen wie die Linke, die SPD oder auch das Bürgerbündnis für die Einrichtung dieser Gremien geworben. „Vor allem im Bereich Jugend läuft etwas nicht in den richtigen Bahnen“, sagt auch Hans-Joachim Westendorf von der CDU. Grundsätzlich seien auch die Unabhängigen dafür zu haben, wenngleich deren Sprecher Tino Leipold auf die Vergangenheit verweist. „Natürlich wäre es absolut sinnvoll, wenn es diese Gremien geben würde“, sagt Leipold. Doch bereits nach der Kommunalwahl 2014 sei das Thema aufgeworfen worden. Seinerzeit habe sich niemand finden können, der die Arbeit in dem Gremium übernehmen wollte. „Die Erkenntnis war: So richtig mag sich keiner engagieren. In einer Demokratie kann man nichts erzwingen“, so Leipold.

„Es müssen sich Leute finden, die sich engagieren wollen“, sagt Ribnitz-Damgartens Bürgermeister Frank Ilchmann. Quelle: Robert Niemeyer

Ähnliche Töne gibt es aus der Stadtverwaltung. „Diese Gremien stehen und fallen mit den Personen, die sich engagieren“, sagt Silke Kunz, zweite stellvertretende Bürgermeisterin und Leiterin des Büros für Stadtmarketing, Tourismus und Kultur. „Es müssen sich Leute finden, die sich engagieren wollen“, sagt auch Bürgermeister Frank Ilchmann. Grundsätzlich seien ein Jugendbeirat und ein Seniorenbeirat sinnvoll, da dadurch die Interessen dieser Altersgruppen zusammengefasst werden können. Auf jeden Fall sollten die Interessen dieser beiden Altersgruppen gehört werden, wobei dafür auch die Ausschüsse der Stadtvertretung eine Möglichkeit bieten. In jeder Sitzung der öffentlich tagenden Ausschüsse gibt es eine sogenannte Einwohnerfragestunde, in der sich Bürger der Stadt Ribnitz-Damgarten äußern können.

Kein Fortschritt bei Suche nach Jugend-Domizil

An anderer Stelle gibt es dabei ebenfalls keine Fortschritte, der Suche nach einem Domizil für die Jugendlichen der Bernsteinstadt. Auf Nachfrage teilte Bürgermeister Frank Ilchmann mit, dass verschiedene Orte überprüft worden seien, die Nutzung jedoch nicht möglich sei. „Entweder sind die Objekte bereits vermietet oder verpachtet oder sind Privateigentum“, so Ilchmann. Die Suche gehe weiter.

In der Politik entsteht nun die Befürchtung, dass Thema könnte versanden. „Jugendliche sind Bürger unserer Stadt. Wir haben uns um alle Bürger zu kümmern“, sagt Thomas Huth, Stadtpräsident. „Wir dürfen das nicht auf die leichte Schulter nehmen und uns die Bälle hin- und herwerfen“, so Christina Bonke, Leiterin der Bersteinschule und Stadtvertreterin für die Unabhängigen. „Wir sagen zu oft, dass etwas nicht geht.“

Regelmäßig treffen sich Jugendliche auf dem Markt. Im März hatte es Diskussionen gegeben, nachdem Jugendliche offenbar die Sparkassenfiliale in Ribnitz verwüstet hatten. Daraufhin zog die Sparkasse die Konsequenzen und schließt seitdem den SB-Bereich am Wochenende in den Nachtstunden. Einige Jugendliche suchten in der Folge den Dialog mit Verantwortlichen der Stadt. Bei einer Gesprächrunde im Begegnungszentrum Mitte April äußerten sie ihre Vorstellungen. Eine der Hauptpunkte: Viele wünschen sich einen weiteren Anlaufpunkt für die Freizeit, etwa einen Jugendclub.

„Wir können aber nicht einfach ein Haus öffnen und sagen, macht was ihr wollt“, sagt Frank Ilchmann. Sollte sich ein geeignetes Objekt finden, müsse jemand die Verantwortung übernehmen.

Hier abstimmen:
Braucht Ribnitz-Damgarten einen Jugendbeirat und einen Seniorenbeirat?

Robert Niemeyer

Die Politik in Ribnitz-Damgarten fordert die Gründung eines Jugend- und eines Seniorenbeirates. In der Vergangenheit sind jedoch bereits Anläufe, diese Gremien zu gründen gescheitert.

08.07.2019

Feuchtfröhlich volljährig geworden: Mehr als 4000 Fahrzeuge rollten zum 18. Ostblocktreffen nach Pütnitz.

07.07.2019

Die spanische Folklore-Gruppe „San Felix“ gewinnt den Publikumspreis beim 30. Internationalen Folklore-Tanzfestival. Das Ensemble Tine Rožanc-Veterani aus Slowenien überzeugt die Jury. Die Gastgeber gewinnen das „Spiel um die Teufelsgeige“.

07.07.2019