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Ribnitz-Damgarten Bernsteinstadt arbeitet an zahlreichen Projekten
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Bernsteinstadt arbeitet an zahlreichen Projekten
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18:27 09.09.2019
Der Grundschulteil der Bernstein-Schule in der Demmler-Straße steht auf der Projektliste der Stadt Ribnitz-Damgarten ganz oben. Die Schule soll saniert und um einen Neubau erweitert werden. Quelle: Ernst F. Fischer
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Ribnitz-Damgarten

Die Liste, der Projekte, die die Stadt Ribnitz-Damgarten in diesem Jahr und in den kommenden Jahren wuppen möchte, ist lang. Unterm Strich sind es um die 40. Die meisten realisiert die Stadt selbst, bei acht Projekten begleitet sie Vorhaben Dritter, dazu gehören unter anderem der Breitbandausbau der Telekom und der Bau des Radweges Freudenberg-Carlewitz durch das Straßenbauamt Stralsund.

Die eigene Vorhabenliste reicht von solch eher überschaubaren Vorhaben wie der Instandsetzung des Gasometers im Körkwitzer Weg, dem Abbruch der Seglerhalle auf dem Gelände der ehemaligen Ribnitzer Marina und dem Abbruch der Gebäude der ehemaligen Kreisverwaltung in der Damgartener Chaussee bis hin zu solchen sehr anspruchsvollen und teuren Projekten wie dem Bildungs-Campus der Bernstein-Schule im Stadtteil Ribnitz und der Erstellung eines neuen Konzeptes für den Bildungsstandort Damgarten, ganz zu schweigen vom touristischen Mammutvorhaben Pütnitz.

Vorgestellt wurde die kommunale Projektliste in der Sitzung des neu konstituierten Bau- und Wirtschaftsausschusses. Ausschussmitglied Stefan Stuht (Die Unabhängigen) regte dort an, auch den Bereich des Bleicherberges mit ehemaliger Bummi-Krippe, Kombi II und Stadtkulturhaus in Verbindung mit dem Parkplatz am ehemaligen Güterbahnhof in die Liste aufzunehmen.

Bildungs-Campus soll 2022 fertiggestellt sein

Allein der Ribnitzer Bildungs-Campus wird voraussichtlich 23,6 Millionen Euro kosten. Die Verwaltung rechnet mit Fördermitteln aus unterschiedlichen Fördertöpfen. Vorgesehen ist unter anderem, den Grundschulteil in der Demmler-Straße zu sanieren und um einen Anbau zu erweitern. Bestandteil des Projektes ist weiterhin der Neubau einer Ein-Feld-Turnhalle auf dem Gelände der Demmler-Straße. Ende des Jahres sollen die ersten Unterlagen für den Bauantrag eingereicht werden. Im Bauausschuss und in der Sitzung der Stadtvertreter, in der der Bildungs-Campus ebenfalls Thema war, betonte Bauamtsleiter Heiko Körner, dass man sich in einem engen Zeitfenster bewege. „Ende 2022 müssen die Sanierung und Erweiterung des Grundschulteils und die Errichtung der Turnhalle abgeschlossen sein“

Für den Bildungsstandort Damgarten mit der Löwenzahn-Grundschule und der Harbig-Schule soll ein neues Konzept erarbeitet werden Quelle: Ernst E. Fischer

Dicke Bretter zu bohren sind auch bei der Erarbeitung und Umsetzung eines neuen Konzeptes für den Bildungsstandort Damgarten. Der Bauamtsleiter informierte die Stadtvertreter darüber, dass am 20. August ein Treffen von Vertretern der Stadt als Träger der Harbig-Schule und der evangelischen Schulstiftung, als Träger der Löwenzahn-Grundschule, im Rathaus stattgefunden habe. Bis Ende des Jahres soll ein Auftragnehmer gefunden worden sein, der das, was an Überlegungen gesammelt wird, in eine Konzeption zusammenführt.

Schulkonzept für Damgarten soll 2021 vorliegen

Bis in Damgarten gebaut werden kann, wird allerdings noch einige Zeit vergehen, denn in der bis 2020 geltenden aktuellen Förderperiode des Landes stehen keine Fördermittel mehr zur Verfügung. Deshalb wolle man sich mit einem „guten Konzept“ 2021 auf Fördermittelsuche begeben, sagte Körner. An diesem Konzept solle 2020 unter Einbeziehung aller Akteure intensiv gearbeitet werden, sodass es am Ende nächsten Jahres auf dem Tisch liegt. Eines stehe fest, so Körner: Es wird in finanzieller Hinsicht bei diesem Vorhaben um Größenordnungen gehen, das ohne Fördermittel nicht machbar sei.

Stadtvertreterin Kathrin Meyer (CDU/FDP-Fraktion) sagte: „Wenn ich höre, dass erst 2021 auf Fördermittelsuche gegangen werden kann, dann sollten wir für bestimmte Probleme schon jetzt nach Lösungen suchen, zum Beispiel für die Toilettenanlage der Grundschule. Deren Zustand ist katastrophal.“

Bauland wird knapp in der Bernsteinstadt

Auf Grund des anhaltenden Baubooms in der Bernsteinstadt ist die Bereitstellung von Bauland ein weiteres großes Thema. Bauamtsleiter Heiko Körner führte in der Sitzung des Bau- und Wirtschaftsausschusses aus, dass die Stadt allein in der Sandhufe IV 46 Parzellen erschlossen hat. „Zu Beginn der Erschließung gingen wir davon aus, dass der Bedarf damit erst einmal für die nächsten zwei Jahre gedeckt ist, doch bereits innerhalb eines halben Jahres waren alle Grundstücke vergeben. Wir müssen dringend neue Flächen generieren.“ Das geschieht unter anderem in Petersdorf, wo derzeit die Erschließung des Wohngebietes „Alte Schmiede“ im Gange ist. 26 Parzellen für Eigenheime sollen hier ausgewiesen werden. Beschlossene Sache ist auch die Erschließung von 21 Parzellen im Baugebiet Achterberg II in Klockenhagen, allerdings können die Arbeiten dort erst im kommenden Jahr beginnen, informierte Körner.

Von Edwin Sternkiker

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