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Ribnitz-Damgarten Stadtvertreter kritisieren Informationspolitik
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Stadtvertreter kritisieren Informationspolitik
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07:15 04.07.2015
Für den Grund und Boden, auf denen ihre Garagen stehen, müssen Pächter in Ribnitz-Damgarten mehr zahlen. Statt wie bisher 30,68 Euro pro Jahr, sind ab Januar 2016 dann 120 Euro fällig.
Für den Grund und Boden, auf denen ihre Garagen stehen, müssen Pächter in Ribnitz-Damgarten mehr zahlen. Statt wie bisher 30,68 Euro pro Jahr, sind ab Januar 2016 dann 120 Euro fällig. Quelle: Virginie Wolfram
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Ribnitz-Damgarten

Die Erhöhung der Garagenpacht in Ribnitz-Damgarten (Vorpommern-Rügen) von jetzt 30,68 auf 120 Euro pro Jahr durch die Verwaltung hat ein parlamentarisches Nachspiel. In ihrer Sitzung am Mittwochabend machten mehrere Stadtvertreter ihrer Verärgerung darüber, wie das Ganze gelaufen ist, Luft.

Holger Schmidt (CDU/FDP-Fraktion), Vorsitzender des Finanzausschusses, verhehlte nicht, dass er sauer ist auf die Verwaltung. Dass die Pacht erhöht werden musste, sei klar gewesen, aber bevor die Schreiben an die Pächter abgeschickt werden, sollten von der Verwaltung Preisvorschläge gemacht werden, über die man dann im Ausschuss diskutieren wollte. Außerdem sollte eine Liste mit Pachten aus anderen Städten zum Vergleich vorgelegt werden. „Passiert ist aber nichts“, so Schmidt. Und so habe die Verwaltung die Briefe an die Pächter verschickt, ohne dass man im Ausschuss über das Thema diskutieren habe können. Schmidt weiter: „„Die Stadtverwaltung verweist stolz darauf, dass über 80 Prozent der Pächter ja unterschrieben hätten. Aber warum haben so viele unterschrieben?“, fragte er in die Runde, um dann die Antwort selbst zu geben: „Weil sie Angst hatten, ihre Garage zu verlieren.„

Es gehe gar nicht in erster Linie um die Höhe der Pacht, sondern um die Art und Weise, wie die Verwaltung vorgegangen sei, machten unter anderem Christel Lesche-Panizza (SPD/Grüne-Fraktion und Horst Schacht (Die Linke) deutlich. Warum, so Schacht, “hat der Bürgermeister uns nicht informiert, bevor die Briefe verschickt wurden."



Edwin Sternkiker