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Ribnitz-Damgarten Bauruinen verschandeln Stadtbild
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Bauruinen verschandeln Stadtbild
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15:12 02.05.2019
Die beiden Stadtvertreter Ute Christoffer und Lothar Wiegand treten bei der Wahl am 26. Mai wieder an. Bauruinen, wie hier in der Dammstraße, sind ihnen ein Dorn im Auge. Quelle: Anika Wenning
Barth

Zwischen der Marienkirche und dem Dammtor steht das verfallene Haus in der Dammstraße in Barth, das Ute Christoffer und Lothar Wiegand schon lange ein Dorn im Auge ist. „Wir haben das Problem so oft angesprochen, aber passiert ist bisher nichts. Solche Bauruinen verschandeln unser Stadtbild“, sagt Stadtvertreter Lothar Wiegand (Die Linke), der genau wie Ute Christoffer auch bei der bevorstehenden Stadtvertreterwahl am 26. Mai in Barth wieder antritt. „Wir wissen, dass es rechtlich schwierig ist, wenn Gebäude im privaten Besitz sind, aber die Stadt muss zumindest alle gesetzlichen Möglichkeiten voll ausschöpfen und hart durchgreifen.“ Schließlich sei das Haus in der Dammstraße auch nicht die einzige Bauruine in Barth. „Das beste Beispiel ist der Wasserturm“, fügt Lothar Wiegand hinzu.

Insgesamt stehen acht Kandidaten auf der Liste der Partei. „Und fünf von acht sind Frauen. Wir müssen langsam über eine Männerquote nachdenken“, sagt Lothar Wiegand und lacht. Schade fände er, dass der Anteil der Frauen bei den Kandidaten der anderen Parteien und Wählergemeinschaften in Barth sehr gering sei. Von den insgesamt 67 Kandidaten, die bei der Stadtvertreterwahl antreten, seien nur 18 Frauen. „Frauen waren schon immer die besseren Diplomaten. Sie sind emphatischer“, meint Ute Christoffer, die auch froh ist, dass unter den Kandidaten der Linken auch ein junger Vertreter, Tobias Koralus, ist, der sich um die Belange der Jugendlichen kümmern soll. Als Theaterpädagoge habe er einen guten Draht zu den jungen Leuten.

Jugend mit ins Boot holen

Ein Ziel der Barther Linken sei es nämlich, die Gründung eines Jugendparlaments aktiv zu unterstützen. „Unsere Aufgabe ist es, die jungen Leute zu animieren, sich einzubringen. Wir müssen in die Schulen und in die Vereine gehen“, erklärt Ute Christoffer die Strategie und Lothar Wiegand fügt hinzu. „Wir haben auch einen Seniorenbeirat, der sehr engagiert ist und seine Interessen mit einbringt. Zwei Vertreterinnen sitzen als berufene Bürgerinnen in den Ausschüssen. Warum ist das nicht auch mit Jugendlichen möglich? Wir möchten uns dafür einsetzen.“ Die „Fridays for Future“-Demos würden schließlich zeigen, dass auch viele jungen Menschen politisch engagiert sind und sich einbringen möchten.

Zudem wollen sich die Linken dafür einsetzen, den Bereich Wirtschaft anzukurbeln. „Wir müssen bestrebt sein, dass sich in Barth Industrie und produzierendes Gewerbe ansiedeln. Dafür müssen wir dringend Gewerbeflächen schaffen“, meint Lothar Wiegand. Bei all den laufenden und noch anstehenden Bauvorhaben in der Stadt müsse das Bauamt zudem dringend personell aufgestockt werden. „Es kann nicht sein, dass Investoren und Bürger ewig auf eine Baugenehmigung warten. Die Verwaltung sollte ein Dienstleister für die Investoren und Bürger sein und nicht als Verzögerer und Ausbremser agieren“, sagt Lothar Wiegand. Dringend benötigt würden in Barth auch B-Pläne für Eigenheime. „Wenn jungen Familien hier bauen möchten, sollten sie auch gleich mit der Planung loslegen können.“

Dranbleiben bei der Darßbahn

Dranbleiben müsse man auch in der kommenden Wahlperiode beim Thema Darßbahn. „Der Kampf um die Darßbahn ist noch nicht ausgestanden“, erklärt Ute Christoffer. „Wir haben das Projekt von Anfang an begleitet und werden es auch weiterhin tun.“ Bei all den Vorhaben sei allerdings eines klar: „Das sind alles Sachen, die wir als Partei nicht alleine händeln können, aber es ist wichtig, dass wir die Themen ansprechen und zur Diskussion anregen“, meint Lothar Wiegand.

Das sind die Kandidaten der Linken

Am 26. Mai wird in Barth eine neue Stadtvertretung gewählt. Auf der Liste der Partei „Der Linke“ stehen acht Kandidaten: Ute Christoffer, Lothar Wiegand, Ingeborg Flechsig, Martina Saefkow, Tobias Koralus, Doirs Wiegand, André Elgeti, Andrea Zilian

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Anika Wenning

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