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Ribnitz-Damgarten Stadtvertretung Barth: Ein Platz bleibt frei
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Stadtvertretung Barth: Ein Platz bleibt frei
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14:34 27.05.2019
Im Barther Rathaus tagt die Stadtvertretung. Ein Platz bleibt in der neuen Legislaturperiode leer. Quelle: Anika Wenning
Barth

Die CDU hat in Barth die Stadtvertreterwahl für sich entschieden. Die Christdemokraten erhielten am Sonntag 28,7 Prozent der Stimmen (2780). Damit bekommen die Christdemokraten sechs Sitze im Stadtparlament, einen weniger als bei der Kommunalwahl 2014. Die meisten Stimmen für die CDU holte Ernst Branse, auf ihn allein entfallen 1214 Stimmen (12,6 Prozent). „Es hätte mehr sein können, aber wir sind mit dem Ergebnis zufrieden“, sagte Branse, der den fairen Wahlkampf betonte.

Mit Branse ziehen für die CDU Frank Schröter, Erich Kaufhold, Jörg Schubert, André Hofhansel und Hartmut Kühl in die Barther Stadtvertretung ein.

SPD: Drei statt sechs Mandate

Größter Verlierer ist die SPD. Sie erhielt zwar mit 14,1 Prozent die zweitmeisten Stimmen, wird jedoch nur drei Sitze bekommen. Bei der Kommunalwahl 2014 reichte es noch zu sechs Sitzen. „Uns hat im Vergleich zu 2014 das Zugpferd gefehlt“, meinte Holger Friedrich, der mit 357 Stimmen in die Stadtvertretung einzieht. Vor fünf Jahren war Dr. Stefan Kerth das Gesicht der Barther SPD. Kerth ist bekanntlich mittlerweile ins Landratsamt Vorpommern-Rügens gewechselt. „Ansonsten haben wir uns nichts vorzuwerfen, wir haben in den vergangenen fünf Jahren eine gute Arbeit gemacht“, so Friedrich. Für die Barther SPD ziehen außerdem Kerstin Klein und Andi Wallis in die Stadtvertretung ein.

Ebenfalls drei Sitze holt Die Linke, für die 12,4 Prozent der Wähler abstimmten. „Wir sind zufrieden. Wir haben ein gutes Programm für die Stadt und die Bürger. Das zahlt sich aus“, so Lothar Wiegand, der gemeinsam mit Ute Christoffer und Ingeborg Flechsig für die Linken in die Stadtvertretung einzieht.

„Probleme der Bürger erkannt“

Erstmals angetreten war die Wählergruppe Freie Wähler Barth. Gleichwohl bestand die Liste der Freien Wähler aus bekannten Gesichtern, wurde sie doch von ehemaligen Mitgliedern der FDP-Fraktion gegründet. „Wir haben aus dem Stand unser Ziel erreicht. Wir haben die Probleme der Bürger erkannt und wir nehmen die Bürger mit“, sagt Dirk Leistner. 12,1 Prozent und damit drei Sitze im Stadtparlament holte seine Wählergruppe. Heike Lohrmann und Peter Hermstedt werden gemeinsam mit Leistner die Freien Wähler Barth in der neuen Legislaturperiode vertreten.

Ein Platz in der Stadtvertretung bleibt frei. Der Grund ist das Wahlergebnis der AfD, die 10,1 Prozent der Stimmen erhielt. Das würde für zwei Sitze reichen. Allerdings trat mit Roland Hermann nur ein Kandidat für die AfD an.

Pattsituationen möglich

„Diese Wahl verwundert, da der AfD-Kandidat weitestgehend unbekannt ist“, sagt Lothar Wiegand. Dass ein Platz frei bleibe, sei laut Ernst Branse schmerzhaft. Da die Stadtvertretung nun aus 20 und nicht wie üblich aus 21 Stadtvertretern besteht, könnten unter Umständen Pattsituationen bei Abstimmungen entstehen, meint Dirk Leistner, der gleichzeitig nicht jeden AfD-Wähler in die rechte Ecke stellen will. „Die Altparteien haben Fehler gemacht. Die Bürger haben Protest gewählt. Deshalb sind auch wir gewählt worden“, so Leistner.

Überhaupt besteht die Stadtvertretung in Barth nun aus sieben Fraktionen statt bisher sechs. So holte nämlich die FDP (8,7 Prozent) ebenso wie die Wählergruppe Bürger für Barth (11,9 Prozent) jeweils zwei Sitze. Für die FDP ziehen Christian Kirsch und Sebastian Strecker in der Stadtvertretung ein. Für die Bürger für Barth sind Mario Galepp und Michael Schossow in die Barther Stadtvertretung gewählt worden.

Übrigens: Bereits bei der letzten Stadtvertreterwahl in Barth war ein Bewerber für die AfD angetreten. Jens Schriefer trat später aber aus der Partei aus und schloss sich der FDP-Fraktion an. In diesem Jahr kandidierte Schriefer für die Freien Wähler, schaffte den Einzug ins Stadtparlament jedoch nicht.

Die Wahlbeteiligung in der Vinetastadt lag bei 47,4 Prozent. Die konstituierende Sitzung der neuen Stadtvertretung findet am 20. Juni statt.

Robert Niemeyer

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