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Ribnitz-Damgarten Stiftung soll Arnika-Fläche übernehmen
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Stiftung soll Arnika-Fläche übernehmen
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08:46 29.05.2015
Arnika ist seit Jahrhunderten als natürliches Schmerzmittel bekannt.
Arnika ist seit Jahrhunderten als natürliches Schmerzmittel bekannt.
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Barth

Mehr als 20 Jahre hat der ehemalige Tierarzt Henning Heyden in Barth (Landkreis Vorpommern-Rügen) eine Naturfläche gepflegt. Sie ist etwa einen Hektar groß. Hier wächst die Heilpflanze Arnika. „Das ist eine Besonderheit, denn sie kommt mittlerweile nur noch selten vor“, erklärt der heutige Ruheständler.

Die Stiftung „Umwelt und Natur MV“ hatte die Pflege zeitweilig finanziell unterstützt. Seit ihrer Gründung vor 21 Jahren trägt die Stiftung auf inzwischen 8000 Hektar zum Erhalt der Vielfalt und Schönheit von Mecklenburg-Vorpommern bei. Dazu erwirbt sie geeignete Flächen, pflegt und entwickelt sie nachhaltig. Dies entweder selbst oder mit Partnern.

Seit zwei Jahren gibt es für die Fläche in Barth keine Zuwendungen mehr. Henning Heyden pflegt das Areal seitdem auf eigene Kosten.

Jetzt gibt es Überlegungen, diese Fläche der Stiftung „Umwelt und Natur MV“ zu übertragen. Die FDP-Fraktion hatte dazu einen Antrag in die jüngste Stadtvertretersitzung eingebracht.

„Den dortigen Bestand an Arnikapflanzen zu pflegen, ist für die Stadt unmöglich“, erklärte Henning Heyden. Er ist selbst Stadtvertreter (parteilos). „Eine Übertragung der Fläche an die Stiftung würde den Bestand dieser Heilpflanze erhalten“, sagte Heyden.

Stadtpräsidentin Petra Meinert (CDU) waren die Vorstellungen zu „global und unkonkret“. Damit könne die Stadtvertretung wenig anfangen.



Detlef Lübcke