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Ribnitz-Damgarten Strafanzeige gegen Bürgermeister wegen übler Nachrede
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Strafanzeige gegen Bürgermeister wegen übler Nachrede
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13:30 31.01.2015
Peter Hermstedt (FDP) soll interne Informationen aus dem Aufsichtsrat der Barther Wohnungsbaugesellschaft weitergegeben haben. Deshalb wollte ihn Bürgermeister Stefan Kerth (SPD) abwählen lassen.
Peter Hermstedt (FDP) soll interne Informationen aus dem Aufsichtsrat der Barther Wohnungsbaugesellschaft weitergegeben haben. Deshalb wollte ihn Bürgermeister Stefan Kerth (SPD) abwählen lassen. Quelle: Detlef Lübcke
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Barth

Stadtvertreter Peter Hermstedt (FDP) bleibt Aufsichtsratsmitglied der Wohnungsbaugesellschaft Barth (Vorpommern-Rügen). Der Antrag von Bürgermeister Stefan Kerth (SPD) auf Abberufung Hermstedts aus dem Gremium ist am Donnerstagabend in der Stadtvertretersitzung gescheitert.

Die Stadtvertreter hatten sich in geheimer Wahl mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass Hermstedt nicht aus dem Aufsichtsrat abberufen werden soll. Elf Stimmen wären für seine Abwahl erforderlich gewesen. Doch nur zehn Stadtvertreter unterstützten bei sieben Gegenstimmen und drei Enthaltungen Kerths Antrag.

Mit diesem Abberufungsantrag hätte Bürgermeister Stefan Kerth wiederholt versucht, einen seiner größten Kritiker aus dem Gremium loszuwerden, sagte FDP-Fraktionschef Dirk Leistner. Zuletzt im Sommer 2014.

Kerth wirft Hermstedt vor, interne Informationen weitergegeben zu haben. Dadurch sei im Aufsichtsrat keine Basis mehr für eine Zusammenarbeit gegeben. „Ich sehe es als meine Pflicht an, darauf zu reagieren“ sagte der Barther Bürgermeister.

Hermstedt will sich das nicht gefallen lassen. Er hat Strafanzeige gegen Bürgermeister Stefan Kerth und Reinhard Marx, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft, wegen des Verdachts der üblen Nachrede und Verleumdung gestellt.



Detlef Lübcke