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Ribnitz-Damgarten Zingster proben den Ernstfall
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Zingster proben den Ernstfall
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16:58 28.07.2019
Die Besatzung des Seenotrettungsbootes „Zander“ nahm bei der Übung am Sonnabend einen Verletzten auf. Quelle: Thomas Stasch
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Zingst

 Die Übung der Zingster Seenotretter lockte am Sonntagmittag zahlreiche Besucher an den Strand. „Wir führen sie jedes Jahr zum Tag der Seenotretter durch und die Begeisterung lässt nicht nach. Schon Tage vorher werden wir darauf angesprochen“, erklärte der Vormann der Zingster Station der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), Remo Niche.

Mit drei Booten waren die Retter an der Zingster Seebrücke im Einsatz und probten den Ernstfall. Die Aufgabe der freiwilligen Helfer war es, zwei verletzte Stand-up-Paddler aufzunehmen und der Wasserwacht am Strand zu übergeben. Noch am Freitagabend befürchtete Remo Niche, dass die Übung aufgrund des Wetters abgesagt werden müsse. „Wir hatten Windstärke fünf, in den Böen teilweise sechs bis sieben und bei einer Übung wollen wir natürlich kein Risiko eingehen.“ Doch am Sonntag lief doch alles nach Plan ab.

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Am Sonntag kamen zahlreiche Besucher zur Übung der Seenotretter an der Seebrücke. Aufgabe der Retter war es, zwei Stand-up-Paddler auf die Boote zu holen und an Land zu bringen.

Tag der Seenotretter seit 20 Jahren

Nach der Übung hatten die Besucher die Chance, der Besatzung beim „Open Ship“ Fragen zu stellen und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. „Die Resonanz war gut“, zeigte sich der Vormann zufrieden. Vor 20 Jahren hat die DGzRS den Tag der Seenotretter an Nord- und Ostsee ins Leben gerufen. „Wir brauchen diese Aufmerksamkeit. Schließlich wird unsere Arbeit aus Spendengeldern finanziert“, erklärte Remo Niche. Denn auch wenn die Retter ehrenamtlich arbeiten, allein die Technik ist teuer. Und auch für die Nachwuchsarbeit sei ein solcher Tag wichtig. „Wir haben das Problem, dass bei uns aus versicherungstechnischen Gründen erst ein Einstiegsalter ab 16 Jahren möglich ist“, sagt der Zingster Vormann. Das erschwere die Nachwuchsarbeit.

Die Wustrower Seenotretter hatten bereits am Sonnabend am Rahmen des Hafenfestes zum „Open Ship“ geladen.

Anika Wenning