Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Ribnitz-Damgarten Tourismusmanagerin will Barth bekannter machen
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Tourismusmanagerin will Barth bekannter machen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:51 25.02.2019
Der Barther Hafen ist nur einer von vielen Ausflugszielen für Urlauber. Quelle: Anika Wenning
Barth

Die neue Leiterin für Tourismus und Stadtmarketing hat ein klares Ziel vor Augen: Die Stadt Barth soll bekannter werden. Seit Januar ist Nicole Paszehr im Dienst und hat in der jüngsten Stadtvertretersitzung ihren Marketingplan vorgestellt. „Mein Ziel ist es, Barth als touristisches Reiseziel bekannter zu machen“, erklärte die 31-Jährige. Dafür sei es allerdings wichtig, zunächst einmal festzulegen, welche Zielgruppen man ansprechen möchte. „Reisende 50 plus, Radtouristen, Kulturinteressierte, Segler, Reitsportbegeisterte und Kinder- und Jugendgruppen“, zählte die Tourismusmanagerin die Zielgruppen auf.

Ein wichtiger Schritt, um die Bekanntheit zu erhöhen, sei die neue Homepage www.stadt-barth.de, die im Juni an den Start gehen soll. „Die Seite ist abgekoppelt von der Seite des Amtes Barth und konzentriert sich auf die touristischen Angebote“, erklärte Nicole Paszehr. „Wir brauchen Fotomaterial und Bewegtbilder, denn bisher gibt es keine Fotodatenbank auf die wir zurückgreifen können.“ Diese befinde sich jetzt im Aufbau. Zudem soll die Stadt Barth in sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram vertreten sein.

Mit der Bimmelbahn durch die Altstadt

Neben dem zweisprachigen Stadtplan, der bereits vor Kurzem erschienen ist, werde es zudem einen Eventkalender für 2019 geben, der im Laufe der Woche aus dem Druck kommen soll. „Geplant waren zwölf Seiten, aber wir haben so viele tolle Veranstaltungen in Barth, dass wir auf 36 Seiten gekommen sind“, berichtete Nicole Paszehr. Dennoch sei es nicht möglich gewesen, alle Veranstaltungen dort mit aufzunehmen, da der Flyer sonst zu dick geworden wäre. Geplant sei zudem eine Broschüre unter dem Motto „48 Stunden in Barth“. „Ziel ist es, die Aufenthaltsdauer der Gäste zu erhöhen. Urlauber von der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst sollen nicht nur einen kurzen Tagesausflug nach Barth unternehmen, sondern zwei Tage hierbleiben und gerne für einen längeren Aufenthalt wiederkommen“, berichtete die Leiterin für Tourismus und Stadtmarketing. Und auch für Kinder soll es einen speziellen Stadtplan rund um die Sagenwelt Vineta geben. Die kleinen Besucher gehen dabei auf Schnitzeljagd. Zudem sei eine Kooperation mit „Darßbahn Erlebnistouren“ geplant. Von Juni bis August soll eine Kleinspurbahn durch die Barther Altstadt fahren. „Das ist nicht nur ein Erlebnis für Urlauber, sondern auch für Barther und ihre Kinder“, sagte die 31-Jährige.

„Bewährtes verbessern, Neues entwickeln“

Bei den Veranstaltungen setzt Nicole Paszehr auf folgendes Motto: „Bewährtes verbessern und Neues entwickeln. Wir haben viele tolle Veranstaltungen in der Stadt, die ich weiterentwickeln möchte“, sagte die Tourismusmanagerin. Bei den Barther Segel- und Hafentagen sei ihr Ziel „weg vom Rummel und hin zum Sail-Flair. Ich möchte keine zweite Hanse Sail, aber die Schiffe sollen bei dem Fest im Vordergrund stehen.“ Besonders am Herzen liege ihr der Weihnachtsmarkt. „Ich möchte ihn zu einem der stimmungsvollsten Kleinstweihnachtsmärkten in Mecklenburg-Vorpommern machen“, sagte die 31-Jährige. Stimmungsvolle Beleuchtung, Adventskonzerte am Abend, ein Krippenspiel, ein Kettenkarussell sowie eine nostalgische Eisenbahn, all das schwebe ihr vor. Das Angebot soll sich vor allen der Hauptzielgruppe, Familien mit Kindern, anpassen. Beim Barther Kinderfest wünscht sich die Tourismusmanagerin, dass in Zukunft auch die Urlauber mehr mit eingebunden werden. So könnten beispielsweise auch die Urlauberkinder beim Taubenstechen und Armbrustschießen teilnehmen.

Stadtvertreter Mario Galepp (Wählergemeinschaft „Bürger für Barth“) gab zu Bedenken, dass bei all den Plänen und Neuerungen auch an diejenigen gedacht werden sollte, die sich schon seit Jahren engagieren. „Ohne die Akteure vor Ort geht es natürlich nicht. Ich möchte das mit ihnen gemeinsam umsetzen“, erwiderte Nicole Paszehr. „Es ist erstaunlich, was die Vereine in Barth alles leisten.“ Dabei sei ihr auch klar, dass sie vielleicht nicht all ihre Ziele erreiche. „Ein Marketingplan ist auch immer ein Stück weit Vision“, sagte die 31-Jährige.

80 000 Übernachtungen im Jahr 2018

Knapp 80 000 Übernachtungenregistrierten die Mitarbeiterinnen der Barth-Information im vergangenen Jahr. In der Hauptsaison, im Juni, Juli und August, würden vor allem Familien in die Region kommen, im Herbst und im Frühjahr ziehe es Gäste nach Barth und in die Umgebung, die die Ruhe lieben, Kraniche gucken und die Natur genießen wollen. Zugenommen habe in den vergangenen Jahren der Radtourismus.

Die Barth-Information, Markt 3/4, hat momentan montags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr, dienstags von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Sonnabends und sonntags hat die Barth-Information geschlossen.

 

Anika Wenning

Gespenstisch, gar gruselig ging es am Wochenende bei den Barther Karnevalisten zu. Geboten wurde ein abwechslungsreiches Programm.

24.02.2019

Ein neues Einsatzleitfahrzeug hat am Wochenende die Freiwillige Feuerwehr Zingst in Dienst gestellt. Die Ausrüstung ist auf höchstem Niveau.

24.02.2019

Das zum Wintereinbruch zu Ostern 2018 seitens des Landes keine Einsatzkräfte bereitgestellt wurden, kritisiert der Marlower Gemeindewehrführer Michael Rybicki. Die Feuerwehren seien mit den Aufgaben allein gelassen worden.

24.02.2019