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Ribnitz-Damgarten Was der Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst für die Saison erwartet
Vorpommern Ribnitz-Damgarten

Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst: Vorbuchungen für Saison laufen sehr gut

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08:00 12.01.2022
Thomas Kalweit, Katja Klutta, Julia Bülow, Simone Marks, Julia Baldauf und Annekathrin Landgraf (v.li.) sind das Team des Tourismusverbandes Fischland-Darß-Zingst.
Thomas Kalweit, Katja Klutta, Julia Bülow, Simone Marks, Julia Baldauf und Annekathrin Landgraf (v.li.) sind das Team des Tourismusverbandes Fischland-Darß-Zingst. Quelle: Voigt & Kranz
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Fischland-Darß-Zingst

Der Jahreswechsel hat den Beherbergungsbetrieben eine sehr gute Auslastung beschert. Das ist die Einschätzung der Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Fischland-Darß-Zingst, Julia Bülow. Die Ergebnisse blieben nicht groß hinter denen der Vorjahre zurück. Ein ganz anderes Bild zeichnet Julia Bülow von der Situation in der Gastronomie. Restaurants hätten viel mehr unter den Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie zu leiden als Beherbergungsbetriebe. Ein Grund: Für Übernachtungen werde die 2G-plus-Regelung von den Gästen viel eher akzeptiert als für den Besuch eines Restaurants. Gerade für diesen Bereich hoffen die Touristiker auf weitere Unterstützung. Zwar habe es über den Jahreswechsel auch Stornierungen gegeben, die seien allerdings zu einem guten Teil von spontan anreisenden Gästen ausgeglichen worden.

Insgesamt betrachtet ist das Geschäft laut Julia Bülow nicht einfacher geworden. Gestiegen ist vor allem der Aufwand für Service und Information – laut der Geschäftsführerin des regionalen Tourismusverbandes ein deutliches Zeichen für die Unsicherheit bei den Gästen über die aktuell geltenden Regelungen. Sowohl bei Gastgebern als auch bei Gästen macht Julia Bülow eine angespannte Stimmung aus. „Die ist überall zu spüren.“ Zu beobachten sei, dass Gäste zunehmend fordernder geworden seien.

Frühjahr erst wenig gebucht

Dennoch können die Gastgeber mit Zuversicht in das neue Jahr starten, vor allem die Beherbergungsbetriebe. Grund sind die aktuell „sehr, sehr guten Vorbuchungen“. Schon jetzt geht Julia Bülow davon aus, dass bis in den November hinein, Gäste auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und der südlichen Boddenküste begrüßt werden können. Der aktuelle Buchungsstand lasse demnach eine Saisonverlängerung in den Herbst hinein erwarten. Das derzeit noch zögerliche Buchen eines Aufenthaltes in der Region im Frühjahr lässt sich Julia Bülow zufolge mit der aktuell herrschenden Unsicherheit zur Entwicklung der Einschränkungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus begründen.

Trotz guter Vorbuchungszahlen geht in den Betrieben die Angst vor einem neuerlichen Lockdown um. Einen dritten harten Lockdown würden nach Einschätzung der Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Fischland-Darß-Zingst vor allem gastronomische Betriebe nicht überstehen. Auch einige Beherbergungsbetriebe könnten von der Bildfläche verschwinden.

Trend zu kürzerem Aufenthalt ungebrochen

Ein sich schon seit Längerem abzeichnender Trend hat sich auch in den beiden zurückliegenden Pandemiejahren fortgesetzt – nämlich das spontanere Buchungsverhalten. Ungebrochen ist auch der Trend zu einem kürzeren Aufenthalt. Laut Julia Bülow stehe bei vielen Menschen etwa ein fünftägiger Aufenthalt hoch im Kurs – und das mehrfach im Jahr.

Die Tourismusbranche steht auch in diesem Jahr vor großen Herausforderungen, sie sei wie in den Jahren zuvor bereit, stets die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen und Hygienekonzepte zu entwickeln, die für eine Öffnung von Hotels und Pensionen sowie gastronomischen Betrieben erforderlich sind. „Tourismus hat sich nicht als Pandemietreiber erwiesen“, sagt Julia Bülow. Aber: „Hotellerie und Gastronomie waren die Ersten, die leiden mussten.“

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Tourismusverband mit neu aufgestelltem Team

Zum Start in das neue Jahr präsentiert sich der Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst mit einem neu aufgestellten Team in den Räumlichkeiten in Ribnitz-Damgarten, Im Kloster 15. Der Verband unterstützt eigener Darstellung zufolge die Region mit seiner Tätigkeit als Ansprechpartner rund um die Region, als Netzwerktreiber und Impulsgeber für wichtige regionale Entwicklungsprozesse, bei der Organisation verbindender Veranstaltungen wie der Konzertreihe Naturklänge, bei der Erstellung vom Gastgeberverzeichnis, von Broschüren, Flyern sowie durch Marketingaktionen und Kommunikation für die Destination über die Website, Social Media und Pressereisen. Gemeinsam die Region stärken, dafür steht das neue Team, heißt es in einer Mitteilung.

Von Timo Richter