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Ribnitz-Damgarten Jahresbericht Ahrenshoop: Weniger Übernachtungen, mehr Gäste
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Jahresbericht Ahrenshoop: Weniger Übernachtungen, mehr Gäste
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15:25 26.03.2019
Der Strand in Ahrenshoop ist laut Umfrageergebnissen der Hauptanziehungspunkt für die Gäste des Kurortes. Quelle: dpa
Ahrenshoop

Trotz des Rekordsommers von 2018 verzeichnete das Ostseebad Ahrenshoop im vergangenen Jahr einen Rückgang der Übernachtungen um 1,4 Prozent. Dies verkündete Roland Völcker, Leiter der Kurverwaltung, bei der Vorstellung des touristischen Jahresberichts am 20. März in der Strandhalle in Ahrenshoop. Von den heißen Monaten Juni, Juli und August habe demnach besonders der Campingtourismus in Mecklenburg-Vorpommern profitiert, den es im Ostseebad nichte gebe.

385 784 Übernachtungen in den Betten der Hotellerie und bei Privatvermietern umfasst die Meldscheinstatistik. Im Vorjahr waren es noch 391 261. Das stetige Wachstum der vergangenen zehn Jahre ist damit erstmal vorbei. Dennoch bescheinigt Völcker Ahrenshoop eine insgesamt positive Bilanz: „Man sieht, dass sich unsere Zahlen auf hohem Niveau verfestigt haben.“ Diese Annahme wird durch ein leichtes Plus bei den Gästeankünften noch untermauert. 73 203 Besucher kamen 2017 nach Ahrenshoop. 2018 waren es 269 Personen mehr. Die Dauer der Aufenthalte bleibt mit 5,3 Tagen gleich.

Bettenkapazität an der Obergrenze

Einen weiteren Zuwachs gab es bei der Bettenkapazität: So standen für die Gäste 2018 3088 Betten und damit 28 mehr als im Vorjahr zur Verfügung. Ein Wert, der möglichst nicht mehr steigen soll, wenn es nach Kurverwaltungschef Völcker geht: „Das ist mehr, als sich die Gemeinde vorgenommen hat. Ein weiterer Anstieg der Übernachtungsmöglichkeiten würde dem Ort nicht gut tun.“

Besonderes Augenmerk legt der Jahresbericht auch auf die Zufriedenheit der Urlauber. Als Bewertungsgrundlage nutzte die Kurverwaltung die Umfragen und Bewertungsergebnisse des Vergleichenden Gästemonitors (VGM). Ahrenshoop landete mit der Gesamtnote 1,7 über dem Durchschnitt. Der Bestwert aller VGM-Teilnehmer liegt bei 1,4. Dabei gefallen den Gästen des Ostseebades besonders Strand und Meer. Außerdem schätzen viele die Lage und die Ruhe. Zudem erfreut sich auch der Ort selbst großer Beliebtheit unter den Besuchern. Überdurchschnittlich gut bewertet wurden das Kulturangebot, die Unterkünfte und die Atmosphäre.

Schwächen bei Mobilität und Gastronomie

Schwächen sehen die Gäste besonders in der mangelnden medizinischen Kompetenz des Ortes sowie in der geringen Vielfalt des Sport- und Aktivangebotes. Auch die Gastronomie konnte die Touristen nicht zufrieden stellen. In allen drei Punkten landete Ahrenshoop unter dem Durchschnitt. Als alarmierend bezeichnete Völcker das Mobilitätsangebot vor Ort. Hier hinke man anderen Gemeinden an der Ostsee deutlich hinterher.

62 Prozent benutzten noch immer das Auto für Ausflüge oder Einkäufe. Knapp die Hälfte aller Gäste greife auf das Fahrrad zurück und nur 18 Prozent fahre mit öffentlichen Verkehrsmitteln. „Hier müssen wir dringend Konzepte zur Nachbesserung entwickeln“, mahnte Völcker. Dies gelte auch für die Orientierung des Ortes an den Bedürfnissen jüngerer Besucher. Laut Statistiken ist das Alter der Urlauber in Ahrenshoop um 1,6 Jahre auf 57,3 Jahre angestiegen.

Elf Projekte für 2019

Um die Defizite zu reduzieren und die Attraktivität des Kurortes auch künftig für Einheimische wie Touristen beizubehalten, wurde bereits Ende letzten Jahres die Zukunftswerkstatt gegründet. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe aus Marketingberatern, Bürgern und Experten sind in das Tourismuskonzept 2019 eingeflossen. Konkret wurden dabei elf Projekte entwickelt, die in diesem Jahr weit oben auf der Agenda stehen. Darunter die Ausarbeitung eines Nutzungskonzeptes für die Strandhalle, die Förderung von Kunst und Kultur, die Verbesserung der Mobilität sowie die ökologische Umgestaltung von Grünflächen.

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