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Ribnitz-Damgarten 25 000 Euro Förderung: Trinwillershagen will grüne Gemeinde werden
Vorpommern Ribnitz-Damgarten

Trinwillershagen will grüne Gemeinde werden

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09:00 27.11.2020
Die Gemeinde Trinwillershagen hat beim bundesweiten Wettbewerb "Naturstadt - Kommunen schaffen Vielfalt" erfolgreich abgeschnitten und erhält zur Realisierung des Projekts 25 000 Euro. Das Projekt angestoßen haben Rita Rohde (v.l.), Hans Ulrich Krüger und Christine Schmidt.
Die Gemeinde Trinwillershagen hat beim bundesweiten Wettbewerb "Naturstadt - Kommunen schaffen Vielfalt" erfolgreich abgeschnitten und erhält zur Realisierung des Projekts 25 000 Euro. Das Projekt angestoßen haben Rita Rohde (v.l.), Hans Ulrich Krüger und Christine Schmidt. Quelle: Lena-Marie Walter
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Trinwillershagen

Die Zukunft der Gemeinde Trinwillershagen ist von nun an besiegelt – sie ist grün. Auf der Agenda für die nächsten zwei Jahre stehen unter anderem die Entstehung von drei Blühwiesen und die Schaffung von neuen Lebensräumen für Insekten. Mit dieser Projektidee hat die Kommune – als einzige in Mecklenburg-Vorpommern – in einem bundesweiten Wettbewerb von sich überzeugt und ganze 25 000 Euro zugesprochen bekommen. Dazu gratulierte sogar die Bundesumweltministerin Svenja Schultze in einer Videobotschaft.

„Sie machen ihre Kommune lebenswerter“, sagte die Ministerin in ihrer Rede. Das ist auch einer der Gründe, weshalb Rita Rohde, Anwohnerin aus Trinwillershagen, sich diesem Projekt gewidmet hat. Gemeinsam mit den Gemeindemitgliedern Christine Schmidt und Hans Ulrich Krüger hat sie sich beim Bürgermeister Achim Markawissuk für die Teilnahme an dem Wettbewerb eingesetzt. „Wir müssen unser Dorf schön und lukrativ gestalten, um auch für junge Familien das Leben auf dem Land attraktiver zu machen“, sagt sie.

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„Es soll nicht nur bei einem Antrag bleiben“

Mit der Umsetzung soll nicht lange gewartet werden. Laut Bürgermeister Achim Markawissuk sollen noch in diesem Jahr die ersten Böden umgegraben werden. Für ihn steht fest: Es soll nicht nur bei einem Antrag bleiben. „Wir freuen uns sehr, dass wir die Unterstützung bekommen. Ich dachte, dass wir bei einem bundesweiten Wettbewerb ohnehin hinten runterfallen werden“, sagt er.

Insgesamt 310 Städte, Gemeinden und Landkreise hatten sich beworben. Nur 40 Kommunen konnten letzten Endes mit ihren Projektideen beim Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ überzeugen – darunter auch große Städte wie Berlin-Treptow oder Dortmund.

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Blühwiesen, Nisthilfen und ein Storchennest

Das Projekt in der Gemeinde Trinwillershagen bezieht gleich mehrere Ortsteile mit ein. In Trin, Langenhanshagen und Wiepkenhagen sollen Lebensräume für Wildbienen durch Blühwiesen sowie Nisthilfen für Insekten und Vögel geschaffen werden.

Ein Weg im Tründelkernpark wird ein Lehrpfad mit Tafeln, die über den Schutz der heimischen Pflanzen- und Tierwelt informieren. Die bereits bestehende Parkanlage in Trinwillershagen kann durch die Förderung weiterentwickelt werden. Auch ein Storchennest soll zukünftig errichtet werden.

Von Lena-Marie Walter