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Ribnitz-Damgarten Überraschung vor Saisonbeginn: Meister Marlow zieht sich aus Freizeitliga zurück
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Überraschung vor Saisonbeginn: Meister Marlow zieht sich aus Freizeitliga zurück
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16:58 26.02.2019
Eine Szene aus der Vorsaison: John Finke (l.) von den Darßer Kickern im Laufduell mit dem Wöpkendorfer René Schumacher. Quelle: Rainer Müller
Marlow

Es passiert schon wieder! Ein Jahr nachdem sich mit dem SV Barth der amtierende Meister aus der Fußball-Freizeitliga Nordvorpommern zurückgezogen hatte, folgte bei der Saisoneröffnung in vergangenen Woche der nächste Rückzug. Die BSG ScanHaus Marlow wird zur 64. Spielzeit überraschenderweise nicht mehr antreten.

Dabei hatten die Marlower noch in der vergangenen Saison die Liga dominiert und sich am Ende mit neun Punkten Vorsprung den Titel gesichert. Seit 1996 waren die Kicker aus der Grünen Stadt dabei. Insgesamt neunmal konnten sie sich dabei vor allen anderen Mannschaften platzieren, 18 Mal stand der Verein zum Saisonende auf einem Podiumsplatz. „Es ist natürlich total schade, dass wir kein Team mehr auf die Beine stellen können“, sagt der bisherige Marlower Coach Wolfgang Müller.

Er hatte die Mannschaft 1995 gemeinsam mit weiteren Fußball­enthusiasten ins Leben gerufen und sie seither betreut. Gespielt hat Müller selbst nie. Anders sein Bruder Ralf. Auch er war seit dem Start dabei – gefehlt haben die beiden Müllers so gut wie nie. Anfang des Jahres zog sich Wolfgang Müller nun zurück. „Aus dienstlichen und privaten Gründen ist eine regelmäßige Betreuung der Mannschaft leider nicht mehr möglich“, erläutert der 57-Jährige, der auch Trainer des Marlower Frauenteams und der Landesauswahlmannschaft der Polizistinnen aus Mecklenburg-Vorpommern ist. Als Staffelleiter bleibt er der Freizeitliga aber erhalten. „Dahingehend ist es vielleicht ein kleiner Vorteil, wenn man keine eigene Mannschaft mehr zu betreuen hat“, meint Müller.

So sieht er in der Verkleinerung der Liga durchaus auch Vorteile: „Mit bislang 26 Spieltagen sind wir an unsere Grenzen oder sogar darüber hinaus gestoßen. Jetzt, mit 22 Runden, ist für alle Teams etwas mehr Luft drin.“

Großartige Änderungen wird es im Vergleich zur Vorsaison nicht geben. Nur die Anstoßzeit wurde auch für die ersten und letzten Spieltage auf 19 Uhr geändert. „Die Liga ist gut so, wie sie ist“, betont Müller und verweist auf die drastisch schwindenden Teilnehmerzahlen in den Altherrenligen. „Es haben jetzt alle mit den Geburtenrückgängen der 1970-er Jahre zu kämpfen“, mutmaßt er.

Ab dem 3. April werden fortan zwölf Mannschaften den Nach­folger für die BSG ScanHaus Marlow suchen. Ein klaren Favoriten sieht der Staffelleiter dabei indes nicht. „Der Ribnitzer SV, die KVG Damgarten, der TSV Wustrow aber auch der SV Böhlendorf haben sicherlich gute Chancen. Ich denke die Meisterschaft könnte in diesem Jahr so spannend werden wie selten zuvor“, sagt Wolfgang Müller.

Rekordmeister der noch aktiven Mannschaften ist die SG Blau-Weiß Ahrenshagen. Sie gewann die Freizeitligameisterschaft von 1991 bis 1994 viermal in Folge. Ihnen folgen die KVG Blau-Weiß Damgarten (3), der TSV Wustrow (2) sowie der Ribnitzer SV und der PSV Ribnitz-Damgarten mit jeweils einem Titel. Gut möglich ist auch, dass Anfang September eine ganz anderes Team den Meisterpokal erhält. „Letztlich geht es uns in erster Linie jedoch um den Spaß an der Bewegung und einen fairen Umgang auf und neben dem Spielfeld“, betont Wolfgang Müller und macht noch einmal den Sinn der Freizeitliga deutlich: „Wir sind eine Liga für Hobbykicker. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.“

Auftaktprogramm

1. Spieltag der Freizeitliga: SG Wöpkendorf – PSV Ribnitz-Damgarten, SG Blau-Weiß Ahrenshagen – SG Einheit Kenz, SV Volkssport BöhlendorfBSV Löbnitz 53, Ribnitzer SV 1919 – KVG Blau-Weiß Damgarten, SV Gelbensander Grashopper – SV Darßer Kicker, SV 1927 Bartelshagen I – TSV Wustrow (alle Spiele am Mittwoch, 3. April, 19 Uhr).

Jule Buß

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