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Ribnitz-Damgarten Umbau des alten Pferdestalls kommt in Trab
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Umbau des alten Pferdestalls kommt in Trab
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13:53 30.05.2018
Die Baugenehmigung für den Umbau der alten Oberförsterei in Born liegt vor.
Die Baugenehmigung für den Umbau der alten Oberförsterei in Born liegt vor. Quelle: Richter Timo
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Born

Drei Jahre hat es gedauert, drei Jahre lag die Entwicklung der einstigen Oberförsterei Darß in Born auf Eis – Grund war eine Hecke, deren Einzelpflanzen in den vergangenen Jahren zu Bäumen gewachsen sind. Das wurde von Fachbehörden als Wald eingestuft, die bereits begonnenen Arbeiten im einstigen Pferdestall der alten Oberförsterei wurden gestoppt – und damit die Entwicklung des historischen Gebäudeensembles in Born zu einem kulturellen Zentrum. Jetzt ist die lang ersehnte Baugenehmigung für den Umbau des Forst- und Jagdmuseums „Ferdinand von Raesfeld“ da.

Kredit aufgenommen

Das kleine Museum ist derzeit in der einstigen Remise – dabei handelt es sich um die ältesten Gebäude in Born – untergebracht. Die Exponate drängeln sich darin auf kleinstem Raum. Im einstigen Pferdestall, so das Vorhaben der Mehrheit der Borner Gemeindevertreter, lasse sich die Ausstellung viel schöner präsentieren. Nach einigem Hickhack innerhalb der Runde, wurde schon vor Jahren die Aufnahme eines Kredits in Höhe von 600 000 Euro beschlossen, um den alten Pferdestall so umbauen zu können, dass sich darin die Ausstellung zeitgemäß präsentieren lässt.

Zwei Probleme gelöst

Zwei Probleme galt es, aus der Welt zu schaffen. Größtes Problem waren die Bäume, die von früheren Mietern des Hauptgebäudes einstmals als Hecke gepflanzt worden waren. Gelöst wurde das mit einer Waldumwandlung. Heißt: Die rund 900 Quadratmeter bewachsene Fläche wird nicht mehr als Wald eingestuft. Im Gegenzug stellt die Kommune in der Nähe die doppelte Fläche als Wald her. Auf diesen Handel hat sich die Kommune umgehend eingelassen.

Sanitätgebäude geplant

Dass es nun doch noch ein wenig länger gedauert hat, liegt an menschlichen Bedürfnissen. Die Sanitär-Container sollen einem festen Bau weichen. Auch das ist nun „durch“, entstehen soll das Sanitrtgebäude anstelle der früheren Nationalparkausstellung in einem Holzgebäude.

Suche nach Firmen

Mit der Baugenehmigung im E-Mail-Postfach hören die Probleme allerdings nicht auf. Denn nun will Scharmberg mit dem ehrgeizigen Projekt möglichst schnell wieder in Tritt kommen. Ob sich allerdings die vor drei Jahren gebundenen Firmen noch an ihre Angebote erinnern, ist unklar. Ebenso, ob die Firmen inmitten der Bauphase überhaupt Kapazitäten habe, drei Jahre nach Auftragsvergabe weiterzumachen. Der Borner Bürgermeister schätzt es eigenen Worten als realistisch ein, wenigstens im Herbst mit den ersten Arbeiten zu beginnen, um aus dem Vorhaben eine Winterbaustelle zu machen.

Pläne für Umzug

Nach dem Umzug des Forst- und Jagdmuseums in den alten Pferdestall soll die historische Remise aufgewertet werden. Geplant ist, darin eine gastronomische Einrichtung unterzubringen. Bleibt noch das Hauptgebäude, das zwischenzeitlich ein neues Dach erhalten hat, um das Eindringen von Niederschlagswasser zu verhindern. Museumsleiterin Nicola Nibisch würde angesichts der wachsenden Beständen darin am liebsten die Museumsbibliothek unterbringen. Derzeit ist in dem Gebäude eine Kunst-Ausstellung zu sehen.

Richter Timo

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