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Ribnitz-Damgarten Illegale Ferienwohnungen: Wurde Gemeinde Prerow ausgetrickst?
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Illegale Ferienwohnungen: Wurde Gemeinde Prerow ausgetrickst?
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15:22 01.03.2019
Bürgermeister René Roloff glaubt, dass im Appartment-Haus „Am Park“ widerrechtlich Ferienwohnungen vermietet werden. Quelle: Timo Richter
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Prerow

Angefressen zeigte sich am Donnerstagabend der Prerower Bürgermeister René Roloff (Wählergemeinschaft Prerows Zukunft) im Zusammenhang mit verschiedenen Bauvorhaben. Vor allem ging es um einen Neubau in der Bergstraße sowie das Appartement-Haus „Am Park“.

Für den Neubau in der Bergstraße gegenüber der Sparkasse wird seit geraumer Zeit der Gehweg gesperrt. Das Gebäude, klagt René Roloff, wird so groß, dass etwa das Baugerüst auf öffentlichem Grund und Boden stehen muss. „Dafür stehen wir nicht zur Verfügung“, zumal sich die Kommune gegen das Vorhaben positioniert hatte und erst der Landkreis als Genehmigungsbehörde das Okay erteilte.

Die Nutzung des Gehweges für den Bau von Ferienwohnungen stößt auf Kritik. Quelle: Timo Richter

Auch der stellvertretende Bürgermeister Andreas Meller (Gewerbeverein) kritisierte die Sperrung des Gehweges. „Das ist nicht hinnehmbar, dafür habe ich null Verständnis.“ Laut des Bürgermeisters gebe es für die Inanspruchnahme des Gehweges eine Genehmigung des Landkreises. René Roloff will nun das Genehmigungsverfahren nachvollziehen und dafür die Unterlagen des Kreises einsehen. Bauprojekte sollten auf dem eigenen Areal erfolgen, ohne öffentlichen Grund und Boden zu blockieren. In der Bergstraße werde zudem die Nutzung der öffentlichen Parkplätze eingeschränkt, da aufgrund des Bauzauns ein ungehindertes Aussteigen nicht möglich sei.

Kommune zweifelt an korrekter Nutzung

Geradezu verschaukelt fühlt sich der Prerower Bürgermeister in Sachen Nutzung des Appartment-Hauses „Am Park“. An der Stelle ist nur ein Betrieb als Hotel oder Pension möglich, die Vermietung von Ferienwohnungen ist unzulässig. Genau das erfolgt nach Einschätzung des Bürgermeisters in dem Neubau. „Es sieht aus wie ein Hotel, es gibt einen Frühstücksraum und eine Rezeption“, erläuterte René Roloff. Genutzt würden die Einrichtungen jedoch nicht. Gleichzeitig existierten in dem Gebäude sehr komfortabel ausgestattete Zimmer mit Küche. Der Prerower Bürgermeister ist überzeugt, dass die Kommune in diesem Fall ausgetrickst werde.

Schützenhilfe erhielt René Roloff aus Reihen des Publikums. Ferienunterkünfte mit Frühstück könnten in dem Haus gar nicht gebucht werden. Während eines Tages der offenen Tür, hieß es aus Reihen der Gemeindevertreter, sei zum Betriebskonzept nichts gesagt worden. Nur: Das Frühstücksangebot würde nicht angenommen, erinnerte sich der Bürgermeister an die Antwort auf eine entsprechende Nachfrage. Problem ist: Die Kommune kann nicht selbst bei einer unzulässigen Nutzung tätig werden. Laut des Bürgermeisters könne die Kommune nur eine Anzeige beim Landkreis machen, wenn sie die falsche Nutzung des Gebäudes bestätigt sieht. Kurbetrieb und Kommune würden in dieser Frage eng kooperieren. Die Kreisverwaltung müsse dann eine Nutzungsänderung entsprechend der Vorgaben des Ostseebades durchsetzen – oder eine Nutzung des Hauses untersagen. Auf der hauseigenen Internetseite werden die Unterkünfte als Ferienwohnungen angeboten. Dazu gibt es Serviceleistungen.

Leck im Rettungszentrum gefunden

Das Leck im Rettungszentrum in Prerow ist gefunden. Es war eine undichte Leitung. Quelle: Timo Richter

In trockenen Tüchern sind inzwischen die Probleme im neuen Rettungszentrum. Wasser machte den Nutzern zu schaffen. Intensiv wurde längere zeit nach einem Leck oder einer Lücke gesucht, durch die das Wasser ins Innere des Gebäudes eindringen konnte. Auch ungewöhnliche Maßnahmen erfolgten, so beregnete die Feuerwehr das Gebäude, um undichten Fenstern oder Undichtigkeiten in der Fassade auf die Spur zu kommen.

Am Ende war es ein Leck in einer Leitung, die nicht korrekt verpresst worden sein soll. Eine Reparatur ist laut René Roloff inzwischen erfolgt. Auch sind beschädigte Teile im Inneren des Rettungszentrums wie durchnässte Wände oder Böden ausgebaut worden. Jüngst fand eine Besichtigung mit einem Vertreter der Versicherung statt. Gemeinsam erfolgte die Abstimmung über die zu erledigenden Arbeiten im Zusammenhang mit der Leckage der Leitung.

Timo Richter

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