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Ribnitz-Damgarten Verein Barther Senioren stand auf der Kippe
Vorpommern Ribnitz-Damgarten

Verein Barther Senioren stand auf der Kippe

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14:24 21.01.2020
Bei der Frauentagsfeier 2019 des Vereins Barther Senioren hatte Brigitte Meyer eine Modenschau auf die Beine gestellt. Quelle: Gerhard Theis
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Barth

Hinter dem Verein Barther Senioren liegt ein ereignisreiches Jahr. Nach dem plötzlichen Rücktritt der Vorsitzenden aus gesundheitlichen Gründen im April 2019 stand der Verein vor dem Aus. Doch die stellvertretende Vorsitzende, Brigitte Meyer, wechselte kurzerhand in die vorderste Reihe und übernahm das Ruder. „Ohne Brigitte Meyer gäbe es unseren Verein nicht mehr, und zwar einen sehr gut laufenden Verein. Sie hat ihn am Leben erhalten“, erklärt Detlef Lemke von dem Barther Senioren.

Brigitte Meyer hat im April 2019 den Vorsitz des Vereins Barther Senioren kommissarisch übernommen. Quelle: Gerhard Theis

Allerdings sei von Anfang an klar gewesen, dass Brigitte Meyer den Posten nur kommissarisch übernimmt. Und damit kam ein neues Problem auf die Barther Senioren zu: die Suche nach einer neuen Vorsitzenden oder einem neuen Vorsitzenden. Denn obwohl der Verein 81 Mitglieder hat, wollte keiner in die vorderste Reihe wechseln. Es hagelte Absagen, „aber Brigitte Meyer blieb dran und ließ sich nicht entmutigen. Sie kümmerte sich auch darum, dass uns für die Neuwahlen noch etwas Zeit blieb“, lobt Detlef Lemke den Einsatz. Der Erfolg: Mit Elke Thurow gibt es jetzt eine Kandidatin für die Nachfolge. Ob weitere Kandidaten folgen, ist noch nicht klar. Bei der Jahreshauptversammlung am 12. Februar wird gewählt.

Seit Februar 2017 gibt es den Barther Seniorenverein, der aus dem Bund der Ruhestandsbeamten, Rentner und Hinterbliebenen (BRH) hervorgegangen ist. Da sich der BRH-Landesverband auflöste, musste sich auch der Barther Verein umbenennen. Aus dem BRH-Ortsverband wurden die Barther Senioren. Doch die Mitglieder blieben dem Verein treu und sind es auch heute noch. „Unsere Mitgliederentwicklung ist sehr gut“, sagt Detlef Lemke. Selbst Senioren, die außerhalb ins Pflegeheim gehen, möchten Mitglied im Verein bleiben.

Immer wieder gebe es auch neue Mitglieder. Allein im vergangenen Jahr waren es sechs Neuzugänge. Zu ihnen zählt auch Elke Thurow. Sie ist seit Juli vergangenen Jahres dabei. „Ich wurde angesprochen, ob ich nicht Mitglied im Verein werden möchte“, berichtet die Bartherin. „Ich habe erst gezögert, aber meine Kinder haben mir dazu geraten.“

Themennachmittage und Fahrten

Einmal im Monat findet eine Veranstaltung im Barther Bibelzentrum statt – von Frauentagsfeiern, über den Weihnachtsnachmittag bis hin zu Informationsveranstaltungen. Auch Nichtmitglieder sind hier willkommen. Bei den Nachmittagen sei Brigitte Meyer ebenfalls mit großem Engagement dabei. Sie schreibe eigene Laienstücke und Sketche. Kümmere sich um die Kostüme und Kulissen. „Sie lebt für den Verein und ist mit sehr viel Liebe und Engagement dabei“, sagt Detlef Lemke. „Unser Vereinsleben ist sehr gut. Einige behaupten, dass wir nur Kaffee trinken, aber das stimmt nicht“, fügt Elke Thurow hinzu. Bei den Nachmittagen werde auch über wichtige Themen wie Enkeltricks oder Demenz informiert. Auch der Hospizverein hat seine Arbeit vorgestellt.

Die Frauenquote im Verein ist hoch. Von den 81 Mitgliedern sind gerade einmal zehn Männer. Das spiegele aber auch die tatsächliche, gesellschaftliche Situation wider, denn es gebe viele alleinstehende Frauen, die noch aktiv sind und etwas unternehmen möchten. Neben den monatlichen Treffen bietet der Verein auch ein Mal im Monat eine Fahrt an. Organisiert werden die Touren von Detlef Lemke. „Und zwar zur vollsten Zufriedenheit aller“, spricht Elke Thurow ein Lob aus. Die Senioren fuhren unter anderem nach Berlin, Hamburg oder Usedom, aber auch Fahrten in die nähere Umgebung – nach Starkow oder Rostock – wurden schon angeboten.

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