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Ribnitz-Damgarten Vermeintliches Notsignal: Großeinsatz der Feuerwehr auf dem Ribnitzer See
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Vermeintliches Notsignal: Großeinsatz der Feuerwehr auf dem Ribnitzer See
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10:59 31.08.2019
Die Feuerwehren aus Ribnitz, Damgarten und Dierhagen waren am Freitagabend im Einsatz. Quelle: Robert Niemeyer
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Ribnitz-Damgarten/Dändorf

Ein vermeintliches Notsignal hat am späten Freitagabend einen Großeinsatz der Feuerwehr in Ribnitz-Damgarten ausgelöst. Gegen 21.13 Uhr waren die Kameraden alarmiert worden. „Person im Wasser“ lautete das Einsatzstichwort. Eine rote Leuchtrakete war zuvor von Zeugen beobachtet worden. Die Rettungskräfte wurden alarmiert.

Mit drei Booten auf dem Wasser und zwei Helikoptern der Polizei suchten die Einsatzkräfte den Ribnitzer See ab. Im Bereich Dändorf lag das Kerngebiet der Suche. Etwa anderthalb Stunden waren die Rettungskräfte im Einsatz. Insgesamt waren circa 50 Feuerwehrleute der Feuerwehren aus Ribnitz und Damgarten sowie Dierhagen ausgerückt.

Die Suche wurde gegen 22.45 abgebrochen. Im Wasser wurde niemand gefunden, wie Oliver Rybicki, Wehrführer der Ribnitz-Damgartener Feuerwehr bestätigte. „Wir haben alles abgesucht, ohne Feststellung“, so Rybicki.

Das vermeintliche Notsignal soll landseitig in Dändorf abgeschossen worden sein. Quelle: privat

Mutmaßlich hatte es auch keinen wirklichen Notfall gegeben. Mehrere Anrufer bzw. Anwohner hätten bestätigt, dass die Leuchtrakete landseitig in Dändorf abgeschossen worden war.

Wer das Signal abgeschossen hat, war bis zum späten Abend unklar. Es sei zu vermuten, dass jemand die Rakete sinnlos in die Luft geschossen habe. „Wir machen das alle ehrenamtlich“, sagte Oliver Rybicki.

Der Einsatz erinnert an einen Fall, als im März ein ebenfalls fälschlicherweise abgeschossenes Signal die Feuerwehr auf den Plan rief. Damals hatte Ribnitz-Damgartens Wehrführer kritisiert, dass die Alarmierungskette nicht eingehalten worden sei. Seitdem funktioniere die Rettungskette jedoch sehr gut, wie Rybicki betonte. So auch am Freitagabend.

Kurz vor dem Einsatz auf dem Ribnitzer See war die die Ribnitzer Feuerwehr zu einer Türöffnung in der Buxtehuder Straße in gerufen worden. Die Kameraden konnten wieder abrücken, weil die vermeintlich in Not geratene Person selbst die Wohnungstür öffnete. „Wir waren gerade zu Hause, als wir wieder los mussten“, so Oliver Rybicki.

Zuletzt war die Ribnitz-Damgartener Feuerwehr am Montag während des schweren Gewitters auf dem Bodden im Einsatz. Ein in Seenot geratenes Segelboot musste in den Hafen geschleppt werden. Verletzt wurde bei diesem Einsatz niemand.

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Von Robert Niemeyer

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