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Ribnitz-Damgarten Warener Firma plant Solarpark in Behrenshagen
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Warener Firma plant Solarpark in Behrenshagen
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16:55 29.08.2019
Ein Arbeiter bei der Montage von Solarmodulen. In Behrenshagen möchte die Solarfaktor GmbH eine 10-Megawatt-Anlage errichten. Die Planungen stehen allerdings erst ganz am Anfang. Quelle: Detlef Lübcke
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Ahrenshagen-Daskow

Die Solarfaktor GmbH aus Waren an der Müritz möchte in der Gemarkung Behrenshagen der Gemeinde Ahrenshagen-Daskow eine Fotovoltaik-Anlage errichten. Man stehe bei den Planungen erst ganz am Anfang, sagte Julia Schernus, die in dem Unternehmen im Bereich Projektsteuerung tätig ist. Nachdem das Vorhaben bereits im Februar dieses Jahres im Bauausschuss der Gemeindevertretung Ahrenshagen-Daskow Thema war, stellte die Mitarbeiterin der Solarfaktor GmbH das Vorhaben am Dienstagabend nun allen Gemeindevertretern im geschlossenen Teil ihrer Sitzung vor.

Die Planungen sehen vor, eine Anlage mit einer Leistung von zehn Megawatt zu errichten, erläuterte Julia Schernus auf OZ-Anfrage. Mit dem Eigentümer der Fläche sei bereits ein Pachtvertrag abgeschlossen worden. Mit allen Wartungs- und Reparaturarbeiten sollen vorrangig ortsansässige Firmen betraut werden. Vorgesehen sei weiterhin, die eingezäunte Fläche von Schafen beweiden zu lassen, und auch Imker seien eingeladen, ihre Bienenstöcke aufzustellen – und zwar kostenfrei, sagte Julia Schernus.

Vorgesehene Fläche liegt an Bahnstrecke

Die von den Projektplanern ins Auge gefasste Fläche in Behrenshagen liegt an der Bahnstrecke RostockStralsund. Die Solarmodule sollen hier innerhalb eines Korridors von 110 Metern errichtet werden. Diese 110-Meter-Regelung sei durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vorgeschrieben. Die Laufzeit der Solaranlage betrage 20 Jahre, erläuterte die Mitarbeiterin des Warener Unternehmens weiter. „Nach Ablauf dieser Zeit werden die Module auf unsere Kosten rückstandslos zurückgebaut und der Acker kann dann wieder als solcher genutzt werden.“ Da die Stützen der Solartische einzeln im Boden befestigt würden, gebe es auch keine flächendeckende Versiegelung des Areals. Das habe positive Auswirkungen auf die Biodiversität, führte sie weiter aus. „Diese Fläche bietet Insekten, Vögeln und Kleintieren Lebensraum“. Weiterer Vorteil: Da keine flächendeckende Versiegelung der Fläche erfolge, wirke sich das auch positiv auf die gesetzlich vorgeschriebenen Ausgleichsmaßnahmen aus. Diese seien viel geringer als bei einer vollständigen Versiegelung.

70 Prozent der Gewerbesteuer bleiben in der Kommune

Bei dem Vorhaben werde auch für die Kommune etwas herausspringen, versicherte Julia Schernus. „Auch wenn die Firma ihren Sitz in Waren hat, würden bei einer Umsetzung des Projektes 70 Prozent der Gewerbesteuern an die Gemeinde fließen. Das ist gesetzlich so geregelt.“

Bürgermeisterin Sandra Schröder-Köhler sagte gestern auf OZ-Anfrage, dass es zu dem Vorhaben durchaus unterschiedliche Meinungen bei den Gemeindevertretern gebe. Man habe noch Gesprächsbedarf, so zum Thema Gewerbesteuer. Es seien auch Bedenken zum Standort geäußert worden. Kritisiert worden sei, dass die Anlage auf Ackerland errichtet werden soll. Aus diesem Grunde wolle man sich zum Solarpark-Projekt noch einmal im Finanz- und Bauausschuss beraten, um dann der Gemeindevertretung eine entsprechende Empfehlung geben zu können, informierte die Bürgermeisterin. „Bei der Gemeindevertretung liegt es dann, ob ein Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan gefasst werden soll oder nicht“, so Sandra Schröder-Köhler abschließend.

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