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Ribnitz-Damgarten Weihnachtsmann in Ribnitz-Damgarten ist Fußballfan
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Weihnachtsmann in Ribnitz-Damgarten ist Fußballfan
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17:18 08.12.2019
Der Weihnachtsmann und Bernsteinkönigin Sophia während eines Programms mit Kindern auf der Bühne. Quelle: Timo Richter
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Ribnitz-Damgarten

Nicht zu überhören war am Samstag der Weihnachtsmann. Der, gekleidet im roten Gewand, ließ durch seinen dichten Bart deutlich den Fußballfan erkennen. Und so herrschte am Wochenende, jedenfalls am weitgehend trockenen Samstag, ein bisschen Stadionatmosphäre vor der Bühne im Klosterhof. Bernsteinkönigin Sophia hatte Mühe, mit dem sprachgewaltigen Weihnachtsmann mitzuhalten. Das Duo jedenfalls hatte reichlich Publikum, Kinder stimmten Gedichte und Lieder an, Eltern verewigten die Szenen mit den Kameras ihrer Mobiltelefone.

Der Weihnachtsmarkt auf dem Klostergelände bot aber viel mehr. Leuchtende Augen gab es etwa bei der Suche nach dem passendem Gefährt des Kinderkarussells. Und als sich die Menschen an den Essbuden einfanden, entdeckte manches Mädchen und mancher Junge in der Dunkelheit Geheimnisse bekannter Märchen.

Erfolgreiches Weihnachtsmarktdebüt

In Kavelsdorf bei Eixen hat Anne Stamm erst vor zwei Monaten ihre Seifen-Manufaktur „Lilly Green“ eröffnet. Nun war sie mit den ersten Produkten auf dem Weihnachtsmarkt vertreten. Bereut hat sie das nicht. Denn groß war das Interesse an den Seifen und ersten Cremes aus der Region. Künftig will Anne Stamm in ihrer Manufaktur auch weitere Produkte im Bereich der Naturkosmetik herstellen. Der Stand auf dem Weihnachtsmarkt war ein bisschen Testlauf und Marktforschung. Ergebnis: Die Menschen gucken nicht nur, sie kaufen auch.

Diesen Erfolg sieht Anne Stamm als Folge eines gesellschaftlichen Wandels hin zu nachhaltig hergestellten Produkten. Gerade Fragen zur Nachhaltigkeit hätten ihr gezeigt: Das ist ein ganz großes Thema. Ihr Debüt auf dem „netten, kleinen Weihnachtsmarkt“ sieht Anne Stamm jedenfalls als gelungen.

Heimische Händler vermisst

Am Keramikstand einer Werkstatt mit Sitz in Pütnitz gucken sich Helga Hallier und Ruth Zeisler ausgiebig die Ausstellung von Tellern, Bechern, Vasen und Schüsseln an. Die beiden Seniorinnen haben das Gefühl, die Zahl der Verkaufsstände sei in diesem Jahr zurückgegangen. „Schauen Sie, da ist eine große Lücke, die war früher geschlossen“, sagt Helga Hallier. Ihre Begleiterin hätte sich zudem mehr Aussteller direkt aus Ribnitz-Damgarten gewünscht. Insgesamt betrachtet sind die beiden Seniorinnen jedoch zufrieden.

Am Samstag war das Gedränge auf dem Weihnachtsmarkt teilweise groß – ebenso das Interesse für die Waren der Händler.

Zurückhaltender in ihrer Einschätzung zum geschäftlichen Erfolg auf dem Ribnitz-Damgartener Weihnachtsmarkt äußert sich am Samstag Melanie Klauke. Sie arbeitet an einem Stand mit gestrickten Mützen, Schals, Handschuhen und mit Ölbildern. Schleppend bis mittelmäßig – so die Zwischenbilanz der Künstlerin, die sich ebenso gerne wie häufig in der Region aufhält. Ihr Metier sind vorwiegend Malerei und Graffiti-Kunst. Bis zum frühen Samstagabend jedenfalls wurde zwar viel geguckt, aber wenig gekauft. Melanie Klauke war mit den Strickwaren erstmals auf dem Weihnachtsmarkt vertreten. Sie hoffte, das Geschäft dann am Sonntag zu machen.

Anlässlich des Weihnachtsmarktes hatten auch Innenstadthändler am Samstag länger geöffnet und warben zum Teil mit Extra-Rabatten.

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Von Timo Richter

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