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Ribnitz-Damgarten Weniger Ein-Euro-Jobber im Einsatz
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Weniger Ein-Euro-Jobber im Einsatz
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15:18 30.01.2019
Jan Berg, Geschäftsführer des Vereins zur Förderung der Arbeit und Qualifizierung Ribnitz-Damgarten. Quelle: Edwin Sternkiker
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Ribnitz-Damgarten

Die Zahl der beim Verein zur Förderung der Arbeit und Qualifizierung Ribnitz-Damgarten beschäftigten Ein-Euro-Jobber ist weiter zurückgegangen, in den letzten drei Jahren unterm Strich um rund 25 Prozent, erläutert Geschäftsführer Jan Berg. In absoluten Zahlen ausgedrückt: Waren vor drei Jahren noch 110 Ein-Euro-Jobber beim Verein beschäftigt, so sind es jetzt zwischen 75 und 80. Ursache dafür sei die brummende Wirtschaft. Das habe dazu geführt, dass immer mehr Menschen, die arbeitslos waren, auch in der hiesigen Region den Sprung in reguläre Arbeitsverhältnisse geschafft haben. Das sei natürlich sehr erfreulich, so Berg . Allerdings mache die zurückgehende Zahl der Teilnehmer die Arbeit des Vereins nicht leichter, zum Beispiel wenn es darum gehe, bestimmte Dauerprojekte im öffentlichen Bereich weiter am Laufen zu halten, sagt der Geschäftsführer. Einsatzgebiete sind unter anderem städtische Rad- und Wanderwege, Sport- und Kinderspielplätze sowie Außenanlagen und die Stadtforst. „Diese und weitere Projekte möchten wir auch weiter betreuen. Allerdings gelingt uns das nur, indem wir die Teams, die hier eingesetzt werden, verkleinern. Waren es vor ein paar Jahren teilweise noch zwischen sechs und acht Ein-Euro Jobber, die bei einem Projekt eingesetzt waren, so sind es jetzt nur noch zwischen drei und vier.“

Trotz der geringeren Zahl der zur Verfügung stehenden Kräfte; die Bilanz des letzten Jahres kann sich sehen lassen. An etlichen Stellen der Stadt haben Ein-Euro-Jobber ihre Visitenkarte hinterlassen, unter anderem im Ribnitzer Pfarrgarten in der Neuen Klosterstraße. Mitarbeiter der Vereins haben die historische Mauer wieder aufgebaut, Sitzecken geschaffen und Bepflanzungen vorgenommen. Damit wurde ein Ort für Begegnungen und kleine Veranstaltungen geschaffen.

Modellschiff ist im Bernsteinmuseum vor Anker gegangen

Viele Aufgaben hatten auch die Mitarbeiter der Holzwerkstatt im vergangenen Jahr zu erfüllen, erläutert Jan Berg weiter und hebt besonders Mario Vetter hervor. Er hat acht Monate lang an dem Modell der 1848 in Damgarten gebauten Brigg „Pius IX“ gebaut. Das Modellschiff ist mittlerweile im Deutschen Bernsteinmuseum vor Anker gegangen und dokumentiert ein Stück Damgartener Schiffbaugeschichte. Das Modellschiff ist derzeit in einer kleinen Sonderausstellung neben vielen anderen Stücken aus der Maritimen Sammlung des Museums zu sehen. Ein echter Hingucker für einheimische und auswärtige Besucher. Mit 2,11 Metern Länge hat die „Pius“ übrigens die „Goethe“ als größtes Modellschiff der Sammlung abgelöst. Federführend beteiligt gewesen sei der Verein zur Förderung der Arbeit und Qualifizierung auch bei der Errichtung einer Kinderkirche aus Holz für die evangelische Kita „Sonnenblume“ in Damgarten, erläutert der Geschäftsführer weiter. Federführend waren hier Thomas Cielaszyk und Hans-Jürgen Plänitz.

Zu den Schwerpunkten der Arbeit in diesem Jahr gehört unter anderem die Sanierung der Ribnitzer Klostermauer. Hier werden sich Ein-Euro-Jobber um die Neuverfugung des Mauerwerks kümmern. „Wenn wir von nachhaltigen Projekten reden, dann meine ich unter anderem solche Vorhaben wie dieses“, erläutert Jan Berg. Auf dem Arbeitsplan dieses Jahres steht auch das Mahnmahl für die Opfer des Faschismus am Ende der Ribnitzer Mühlenstraße. Das 1965 eingeweihte Denkmal wird einen neuen Farbanstrich bekommen. Auch das Umfeld soll hergerichtet werden.

Zertifizierungsverfahren erfolgreich abgeschlossen

Um Standards zu sichern und Arbeitsabläufe weiter zu optimieren, unterzieht sich der Verein freiwillig einer externen Kontrolle nach dem international anerkannten Standard für Qualitätsmanagement-Systeme DIN ISO 9001. Vor zwei Wochen hat er das vom TÜV Nord durchgeführte Verfahren erneut erfolgreich absolviert. Die Auditoren bestätigten dem Verein ein gut funktionierendes Qualitätsmanagement-System. Jan Berg: „So ein Zertifizierungsverfahren kostet neben viel Zeit natürlich auch Geld. Aber der Blick von außen auf interne Abläufe macht sich bezahlt, denn wir wissen damit, wo wir stehen, und dieses Gütesiegel bestätigt, dass der Verein als Dienstleister im Rahmen einer aktiven, sozialen Arbeitsmarktpolitik in der Lage ist, Qualitätsarbeit zu leisten.“ Das Zertifikat sei zwar für drei Jahre gültig, aber dennoch werde der Verein zur Förderung der Arbeit und Qualifizierung im jährlichen Rhythmus weiterhin auf die Einhaltung der Vorgaben überprüft, so Jan Berg abschließend.

Edwin Sternkiker

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