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Ribnitz-Damgarten Wieck: Hitzeschlacht unter der Tonne
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Wieck: Hitzeschlacht unter der Tonne
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18:15 30.06.2019
Am Sonntag fand das Tonnenabschlagen in Wieck statt. Die Wirkungen der ersten Schläge waren kaum zu bemerken. Quelle: Timo Richter
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Wieck

Bei Temperaturen weit jenseits der 30 Grad-Marke kamen nicht nur Reiter und Pferde ins Schwitzen, auch den gut 1000 Zuschauern des Tonnenabschlagens in Wieck hat das Wetter am Sonntagnachmittag alles abverlangt. Am Ende eines heißen Nachmittags setzten sich Marcus Braun, Ralf Schummek und Harald Reichel als Boden-, Stäben und Tonnenkönig durch. Letzterer hatte im vergangenen Jahr bereits die letzte Dalbe aus der Tonne geschlagen und war somit Stäbenkönig.

Deutlich weniger Zuschauer waren bei der 34. Auflage des Tonnenabschlagens in Wieck – gerechnet wird in diesem Fall seit der Neugründung des Tonnenbundes im Jahr 1985 – wollten den Hitzegraden auf der Festwiese trotzen. Der Rest des Publikums hatte sich einen Platz am Strand gesichert. Für Sprecher Wolfgang Brauer ein klarer Fall: Es gibt gute Jahre und es gibt weniger gute Jahre.

Quote erfüllt

Am Sonntag fand das Tonnenabschlagen in Wieck statt. Der Festzug trifft auf der Festwiese ein. Quelle: Timo Richter

Pünktlich traf der Festzug der Reiter auf dem Festplatz ein. Flugs wurde die von Ronny Neumann gefertigte Tonne aufgehängt, ein Probelauf und dann ging es auch schon los mit dem Wettbewerb. Mancher hatte da sein Stück Kuchen noch gar nicht verdrückt, um das Geschehen hautnah an der schmalen Galoppstrecke verfolgen zu können.

20 Reiter sind am Sonntag an den Start gegangen, darunter die beiden Amazonen Mandy Krüger-Falk aus Born sowie Anett Rose aus Halle an der Saale. Die Gastreiterin ist Mitglied im Wiecker Tonnenbund und somit startberechtigt. Außerdem wurden beide Reiterinnen benötigt, um die selbst auferlegte Quote von zehn Prozent Frauen beim Tonnenabschlagen erfüllen zu können.

Immaterielles Weltkulturerbe

Mit Vorschusslorbeeren ausgestattet ging Tobias Krüger an den Start. Der 35-Jährige war nicht nur der Vorjahres-Tonnenkönig in Wieck, sondern hatte vor einer Woche während des Bezirkstonnenabschlagens das letzte Stück der Tonne vom Haken geholt und sind damit zum Tonnenkönig für die ganze Halbinsel zu machen.

Erst jüngst wurde das Tonnenabschlagen in die Liste der Immateriellen Weltkulturerbe aufgenommen. Die Leiterin des Darß-Museums, Antje Hückstädt, hatte sich für die Aufnahme des Traditions-Wettbewerbs stark gemacht. Die Halbinsel ist in der Liste außerdem mit der Herstellung der Darßer Türen sowie der Pflege und dem Segeln von Zeesenbooten vertreten.

Spannender Wettbewerb

Timo Richter

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