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Ribnitz-Damgarten Windjammer-Museum eröffnet neue Dauerausstellungen
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Windjammer-Museum eröffnet neue Dauerausstellungen
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17:43 27.03.2019
Bernd Koppehele, Leiter der Windjammer-Museums in Barth, präsentiert den neuen Ausstellungsraum, der Sonntag eröffnet wird. Quelle: Anika Wenning
Barth

Wer die Räume des Windjammer-Museums in der Hafenstraße in Barth betritt, weiß gar nicht, wohin er zuerst schauen soll. Dicht an dicht hängen dort Bilder von Segelschiffen. „Wir haben rund 300 Segelschiff-Dioramen, 180 Schiffsporträts und 20 Kunstwerke“, zählt Museumsleiter Bernd Koppehele auf. Alle Kunstobjekte stammen aus der privaten Sammlung des Hamburgers Klaus Reeckmann und dessen Sohn Stephan. Während im Untergeschoss die Porträts gezeigt werden, können im Obergeschoss der sanierten Teetz’schen Villa die sogenannten Dioramen, die Halbmodelle, besichtigt werden. „Sie sind zwischen 1870 und 1930 entstanden. Sie wurden nicht von Profis, sondern von den Seeleuten auf den Schiffen gemacht. Das sind alles Unikate“, berichtet der 52-Jährige.

Ein komplett neuer Bereich, der am Sonntag um 15 Uhr offiziell eröffnet wird, ist im Obergeschoss entstanden. Unter dem Titel „Von Vorpommern in die Welt“ widmet sich die Dauerausstellung unter anderem den sogenannten Salpeterfahrten, den Segelschifffahrten zwischen Europa und Chile, sowie dem Mythos Cap Hoor. Zudem wird die Dauerausstellung „Die letzten Königinnen der See“ eröffnet. Gezeigt wird unter anderem ein Schiffsmodell der „Preußen“, dem größten Fünfmast-Vollschiff. „In der unteren Etage beschäftigen wir uns mit der Schifffahrtsgeschichte des 19. Jahrhunderts. Ab 1880 kam der Schiffbau vor Ort zum Erliegen, aber wir möchten zeigen, dass es auch danach weiterging“, sagt der Museumsleiter. „Die Geschichte war nicht zu Ende. „Die großen Frachtsegler haben überlebt. Die waren allerdings nicht mehr aus Holz, sondern aus Stahl.“

Museum für Kenner

Eröffnet wurde das Museum, das zwischen dem Barther Hafen und der Werft liegt, im September 2017. „Zu uns kommen vor allem Liebhaber der Kunst und der Schifffahrtsgeschichte“, berichtet Bernd Koppehele. „Viele haben auch selbst ein Kapitänsbild Zuhause oder sind Segler.“ Barther, Stralsunder und Rostocker zählen zu den Besuchern, aber auch Hamburger und Bremer. „Die Leute kommen schon gezielt zu uns. Wir haben keine Zufallsbesucher, dafür eignet sich die Lage auch einfach nicht. Unsere Gäste werden durch Flyer, im Internet oder durch Medien auf uns aufmerksam“, sagt der 52-Jährige.

Was bisher im Museum fehlte, seien geschichtliche Hintergründe. „Wir haben jetzt ganz neu vier Tafeln, die den Besuchern die Schifffahrtsgeschichte näher bringen“, erklärt der Barther. Los geht es mit der Hansezeit, dem 16. und 17. Jahrhundert, der Blütezeit zwischen 1850 und 1880 sowie dem Niedergang ab 1880. „Wir wollen die Besucher informieren, aber unser Schwerpunkt bleibt die einzigartige Sammlung“, sagt Bernd Koppehele. Ideen für die Zukunft hat der 52-Jährige viele. Ganz oben auf der „Wunschliste“ steht die Digitalisierung der Ausstellung. „Wenn an jedem Exponat ein QR-Code wäre, den die Besucher mit dem Handy scannen können und so Informationen bekommen, wäre das super. Und es wäre auch schön, wenn wir uns für weitere Besuchergruppen öffnen könnten, unter anderem Taube oder Menschen mit Sehbehinderung.“ Um all dies umzusetzen, brauche man aber vor allem Geld und Zeit.

Die Liebe zur Segelschifffahrt hat Bernd Koppehele 2007 gepackt, als er auf dem Museumshof in Zingst seine Arbeit begann. „Dort habe ich ein Kapitänsbild gesehen und war gleich begeistert. Mich hat die Geschichte dahinter interessiert und ich habe mich informiert.“

Öffnungszeiten und Preise

Am Sonntag, 31. März, werden um 15 Uhr im Windjammer-Museum in Barth, Hafenstraße 22, die beiden neuen Dauerausstellungen eröffnet.

Das Windjammer-Museumhat ab April immer dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen sechs Euro Eintritt, Senioren fünf Euro und Kinder (7 bis 17 Jahre) drei Euro. Wegen des Ausstellungsumbaus bleibt das Museum Sonnabend, 30. März, ganztägig und und am Sonntag, 31. März, bis 15 Uhr geschlossen.

Anika Wenning

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