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Ribnitz-Damgarten Wobau-Aufsichtsratschef wirft das Handtuch
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Wobau-Aufsichtsratschef wirft das Handtuch
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07:00 14.03.2014
Wobau-Aufsichtsratsvorsitzender Peter Hermstedt ist zurückgetreten. Quelle: Hans-Joachim Meusel
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Barth

Wieder Wirbel um die Wobau: Peter Hermstedt (FDP) ist als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Barther Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) zurückgetreten. „Ich sehe leider keine Möglichkeit zu einer weiteren Arbeit mehr“, teilte er am Donnerstag in einer öffentlichen Stellungnahme mit. Es sei offenkundig, dass sich Stadtvertreter „instrumentalisieren lassen und bewusst Unfrieden im Wobau-Aufsichtsrat schaffen“, begründete er den Schritt.

Hintergrund: Um die Barther Wobau gibt es bereits seit Monaten Querelen. Den Ausschlag gab die fristlose Kündigung des ehemaligen Geschäftsführers Jens Scheyko durch Bürgermeister Stefan Kerth (SPD) im April 2013. Hermstedt ist der Meinung, dass die Entlassung unrechtmäßig war. Ob das so ist, wird demnächst das Landgericht Stralsund entscheiden.

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Dass Hermstedt plötzlich das Handtuch wirft, erklärt er mit einem neuen Streit. Bereits im Mai 2013 sei aus der Wobau-Geschäftsstelle eine Geldkassette mit 10 117,55 Euro entwendet worden. Hermstedts Vorwurf: Bürgermeister Kerth habe von dem Diebstahl gewusst und das Ganze sei „einzig und allein sein Organisationsverschulden“. Kerth weist die Anschuldigungen als unwahr zurück.

Die inzwischen neu gewählte Aufsichtsratsvorsitzende Petra Meinert (CDU) erklärt auf OZ-Nachfrage zudem, dass es genau andersherum sei: Hermstedt, der seit 2009 das Gremium leitete, habe durch die E-Mail einer Mitarbeiterin von der gestohlenen Kassette gewusst, allerdings nicht die damaligen Aufsichtsratsmitglieder informiert.



Virginie Wolfram