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Ribnitz-Damgarten Wobau Barth wirbt in Zingst und Bodstedt um Mieter
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Wobau Barth wirbt in Zingst und Bodstedt um Mieter
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14:51 19.02.2019
Die Wobau vermietet in der Vinetastadt mehr als 1000 Wohnungen und ist damit der größte Wohnungsgeber Barths. Quelle: Ernst Fischer
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Barth

 Die Wohnungsbaugesellschaft (WoBau) Barth will in Bodstedt und Zingst um Mieter werben. Die Plakate sind bereits gedruckt. Denn während auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst Wohnraum knapp und teuer ist, stehen in Barth zahlreiche Wohnungen leer. Von den 1051 Wohnungen der Wobau sind derzeit 139 nicht vermietet. „Wir müssen aufpassen, dass der Leerstand nicht zu hoch wird“, sagt Reinhard Marx, Geschäftsführer der Wobau Barth. „Meer und Strand haben viele, doch unsere Region kann mehr!“, heißt es auf dem Plakat. Ein Problem sei allerdings die Verkehrsanbindung. Zwar gebe es eine Busverbindung von Barth zur Halbinsel, allerdings würde der Bus zu selten fahren.

„Viele haben kein eigenes Auto und verdienen wenig Geld“, sagt Reinhard Marx. „Eine gute Busanbindung wäre wichtig. Dazu Carsharing und Leihfahrräder. Ich bin mir aber sicher, dass sich in den nächsten Jahren in puncto Mobilität etwas tun wird. Es muss ein Konzept her.“ In großen Städten wie Hamburg oder Berlin seien Angebote wie Carsharing und Leihfahrräder nicht mehr wegzudenken. „Mein Vorgänger hatte die Idee, in Barth eine Buslinie über die Wobau zu betreiben, die die Arbeitskräfte zur Halbinsel und wieder zurück nach Barth bringt“, sagt der Geschäftsführer der Wobau. Die Idee sei allerdings am Monopol der Verkehrsbetriebe gescheitert.

Wohnungssanierung im Fokus

Neben dem Anwerben neuer Mieter konzentriere sich die Wobau in diesem Jahr vor allem auf die Wohnungssanierung. Immer wenn eine Wohnung frei werde, in der der Mieter schon sehr viele Jahre gewohnt habe, werde diese von Grund auf saniert. „Wir haben schon eine lange Liste, die nach und nach abgearbeitet wird“, sagt Reinhard Marx. Allerdings sei es schwierig, momentan Handwerker zu finden. „Ein Teil unseres Leerstandes resultiert aus dem Instandhaltungsstau“, sagt der Geschäftsführer der Wobau. Deshalb habe die Wohungsbaugesellschaft eine eigene kleine Mannschaft zusammengestellt, einen Klempner und zwei Maler. „Wenn wir keinen Fremdhandwerker finden, können wir so das Loch erst einmal mit unseren eigenen Handwerkern stopfen“, erklärt Reinhard Marx. Bei einer Kernsanierung würden unter anderem alle Leitungen – Wasser, Abwasser und Strom – sowie die Bäder und Fußböden in den Wohnungen erneuert. Auch der Grundriss werde verändert. „Die Grundrisse sind einfach nicht mehr zeitgemäß. Die Küche wird vergrößert und im Badezimmer wird eine Dusche eingebaut. Aus einer Drei-Raum-Wohnung wird so in der Regel eine Zwei-Raum-Wohnung.“

Größere Projekte würden momentan auf Eis liegen. So plant die Wobau auf dem rund 9000 Quadratmeter großen Gelände der ehemaligen Eisengeißerei 90 seniorengerechte Wohnungen mit Kurzzeit- und Langzeitpflege. Auch eine Kooperation mit einem Pflegedienst sieht das Konzept vor (die OZ berichtete). Das Gelände hat die Wobau bereits erworben, allerdings muss es, bevor gebaut werden kann, von Altlasten befreit werden. Die Kosten werden auf knapp eine Million Euro geschätzt, eine Summe die ohne Förderung nicht gestemmt werden kann. Da allerdings nur Kommunen eine Förderung beantragen können, hat nun die Stadt Barth die Initiative ergriffen. Dies sei möglich, da die Wobau 100-prozentige Tochter der Stadt Barth ist. „Das alles braucht Zeit. Es wird mindestens zwei Jahre dauern bis mit der Beräumung begonnen werden kann“, vermutet Reinhard Marx, der Ende 2020 in Rente geht.

Und auch bei der ehemaligen Diesterwegschule komme man momentan nicht weiter. Ein Haus für Vereine, ein Treffpunkt für junge und ältere Menschen und ein Café sollen hier entstehen. Die Aula soll für Feiern vermietet werden. „Die erste Zusage der Stadtvertreter, dass wir das Objekt erwerben können, hatten wir bereits vor einem Jahr, aber wir sind immer noch keine Eigentümer. Wir warten noch darauf, dass die Verwaltung den Kaufvertrag formuliert“, sagt Reinhard Marx. „Ich hoffe, dass ich das Projekt bis Ende 2020 ans Laufen kriege. Denn wenn ich ein Projekt anfange, möchte ich es auch zu Ende bringen.“

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