Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Ribnitz-Damgarten Zahl der Kleingärten wird deutlich schrumpfen
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Zahl der Kleingärten wird deutlich schrumpfen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:55 25.03.2019
Blick auf die Kleingartenanlage im Ribnitz-Damgartener Ortsteil Freudenberg. Sie ist eine von 14 in der Bernsteinstadt. Quelle: Ernst F. Fischer
Ribnitz-Damgarten

Eines ist sicher: Die Kleingartenlandschaft in Ribnitz-Damgarten wird sich in den kommenden Jahren vor allem auf Grund der demografischen Entwicklung stark verändern. Wie, das ist im Kleingartenentwicklungskonzept nachzulesen. Das wurde kürzlich im Landwirtschafts- und Umweltausschuss vorgestellt, heute ist es auch Thema im Bauausschuss. Die Kernaussage des vom Büro für Stadt- und Regionalentwicklung „Wimes“ aus Rostock erarbeiteten Papiers: Künftig werden deutlich weniger Kleingärten benötigt als derzeit vorhanden sind.

Zur Zeit gibt es 1523 Kleingärten in Ribnitz-Damgarten. Davon standen 2017 insgesamt 154 Parzellen leer, das waren 10,1 Prozent des Gesamtbestandes. Zum Vergleich: Eine erste Aufnahme 2013 ergab 79 leerstehende Parzellen. Damit hatte sich der Leerstand von 2013 bis 2017 deutlich erhöht. Das Papier sagt aus, dass es sowohl in Relation zu den gartenlosen Geschosswohnungen als auch zur Einwohnerzahl überdurchschnittlich viele Kleingärten gibt. Die konkreten Zahlen: In Ribnitz-Damgarten werden rund 4370 gartenlose Geschosswohnungen gezählt. Empfohlen wird im Konzept ein Verhältnis von gartenlosen Geschosswohnungen zu Kleingartenparzellen von 7:1 bis 10:1. Damit würden künftig – je nach Verhältnis –nur noch etwa 620 bzw. 440 Kleingärten benötigt werden, um den Bedarf zu decken.

Konzept wurde allen Vereinsvorständen vorgestellt

Bereits vor anderthalb Jahren wurde der Entwurf des Kleingartenentwicklungskonzeptes in gemeinsamen Sitzungen der Ausschüsse Landwirtschaft und Umwelt sowie Stadt- und Ortsteilentwicklung, Bau und Wirtschaft vorgestellt. Klare Ansage der Ausschüsse: Das Konzept müsse den betroffenen Kleingartenvereinen vorgestellt werden. Dem sei die Verwaltung nachgekommen, so Bauamtsleiter Heiko Körner. „Wir haben im Laufe des letzten Jahres allen 14 Vereinsvorständen den Konzeptentwurf vorgestellt.“ Dessen Inhalte seien überwiegend positiv aufgenommen worden. „Einige Vertreter der Kleingartenvereine befürchteten allerdings, dass es bereits in Kürze Veränderungen geben könnte“, so Körner. „Wenn wir dann darauf hinwiesen, dass die Bedarfsanalyse sehr langfristig angelegt sei, nämlich bis zum Jahr 2035, war oft ein Durchatmen zu spüren.“

Ziele sollen langfristig umgesetzt werden

Um nicht überall in den Anlagen verteilt einen Leerstand zu haben, sollen Gärten konzentriert und kleine Anlagen langfristig aufgegeben und zu Bauland umgewidmet werden. Dazu gehören die Anlagen Am Schusterwall, Freundschaft und Morgenrot und ein kleiner Teil von St. Joost sowie ein Teil der Anlage Sonnenhügel. Für die Anlagen Boddenblick und Am Bodden im Ortsteil Langendamm sowie Freudenberg und Flohberg empfiehlt das Konzept eine Umwandlung zu Wochenendhausgebieten. Was Langendamm angehe, so gebe es hier durchaus unterschiedliche Positionen, erläuterte Körner. In der einen Anlage sei man von einer Umwidmung zum Wochenendhausgebiet „sehr angetan“, in der anderen möchte man den Kleingartencharakter erhalten. Für Drei Linden, Sonnenblick, den größten Teil von St. Joost, Am Wiesengrund und Tannenblick wird empfohlen, diese im Bestand zu erhalten. Ein „vorläufiger Bestandserhalt“ wird für die Anlagen Lerchenweg und Am Bodden empfohlen. Der Bauamtsleiter stellte in der Sitzung des Landwirtschafts- und Umweltausschusses noch einmal klar, dass kein Kleingärtner von Heute auf Morgen vor Entscheidungen gestellt werde.

Ausschussvorsitzender Axel Zühlsdorff (Die Unabhängigen) lobte das Konzept. Die Bedarfsanalyse „war notwendig, um Planungssicherheit zu haben“. Positiv hervor hob er auch die Langfristigkeit für die Umsetzung der Ziele. Ausschussmitglied Christel Lesche-Panizza (SPD/Grüne) bezeichnete das Konzept als „fair“. „Jeder Kleingärtner kann sich langfristig auf Veränderungen einstellen.“

Edwin Sternkiker

Handballerinnen aus der Vinetastadt gewinnen mit 32:23 gegen den Schwaaner SV. Aufstieg ist für das Team kein Thema. Ribnitzer HV unterliegt in Vellahn deutlich.

25.03.2019

Mehrere Kunden haben sich bereits beschwert. Der Anrufer gibt an, im Auftrag der Stadtwerke zu arbeiten, und bittet die Kunden um persönliche Daten. Bei der Polizei ist noch keine Anzeige eingegangen.

25.03.2019

Das stählerne Grundskelett und eine Holzkonstruktion sollen das geplante Ziegeldach des Speichers tragen. Die seit 2016 andauernden Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr beendet werden.

25.03.2019