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Ribnitz-Damgarten Zingster Einwohner drängen auf Baubeschränkung
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Zingster Einwohner drängen auf Baubeschränkung
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14:56 10.05.2019
Einwohner von Zingst drängten auf Baubeschränkungen.
Einwohner von Zingst drängten auf Baubeschränkungen. Quelle: Lilienthal
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Zingst

Das Baugeschehen war auch während der letzten Zusammenkunft der Zingster Gemeindevertreter in der zu Ende gehenden Wahlperiode bestimmend. Zum ersten Mal hatten sich Bewohner des Seeheilbades geregt. Im Bereich Rosenberg, so die Befürchtungen, könnte eine nicht erwünschte Verdichtung erfolgen. Die Verwaltung hat einen Bebauungsplan samt Veränderungssperre im Sinne der Initiatoren aufgelegt. Damit wird das Maß der baulichen Nutzung der Grundstücke geregelt. Beides fand die einhellige Zustimmung der Gemeindevertreter. Die haben während der Sitzung am Donnerstag auch fast einen „alten Zopf“ abgeschnitten.

Dabei handelt es sich um das Vorhaben „Hotel im Park“. Diesen vorhabenbezogenen Bebauungsplan will die Verwaltung am liebsten zu den Akten legen. Grund: Seit langer Zeit ist dort keinerlei Aktivität zu erkennen, wie Bürgermeister Andreas Kuhn (CDU) erläuterte. „Der Vorhabenträger ist wohl schwach auf der Brust.“ Der Plan habe inzwischen „einen langen Bart“, endlos scheinenden, sinnlosen Verfahren setzt die Kommune nun einen Riegel vor. Getan hat sie das in der Vergangenheit beispielsweise bei der geplanten Erweiterung des Boddenhafens. Weil der Grunderwerb nicht wie vorgesehen klappte, wurde das Gesamtvorhaben versenkt.

Nahverdichtung gesteuert

Die bauliche Nahverdichtung hat die Gemeindevertretung mit einem Bebauungsplan für die südliche Strandstraße gesteuert. Das Plangebiet schließt an die Fußgängerzone in Richtung Hafen an. Aus dem Rahmenplan für das Seeheilbad entwickelt, beinhaltet der Bebauungsplan viele gestalterische Elemente, die auch für andere Bereiche des Ortes gelten. Die Mitglieder der Gemeindevertretung sahen keine Probleme und stimmten der Vorlage einmütig zu.

Nachsitzen musste dagegen der Bauherr für ein Haus mit Ferienwohnungen und Geschäften in der Strandstraße/Klosterstraße. Abgebügelt hatten die Gemeindevertreter in der Vergangenheit das Ansinnen des Investors, die Grenzen des Bebauungsplans für den Bereich sprengen zu wollen. Laut Bürgermeister Andreas Kuhn habe der neuerliche Bauantrag den Festsetzungen des Bebauungsplans entsprochen, sodass die Kommune ihr Einvernehmen erteilt hat.

Kita: Zweite Schließzeit beschlossen

Einstimmig beschlossen haben die Gemeindevertreter eine zweite Schließzeit der Kindertagesstätte. Um Sanierungsmaßnahmen durchführen zu können, soll die Einrichtung nicht nur über Weihnachten, sondern künftig auch die erste Woche in den Winterferien geschlossen werden. Aufgrund der bisherigen Regelung ist es laut Christian Zornow, zuständig für Finanzen und Soziales in der Gemeindeverwaltung, zu einem Sanierungsstau gekommen. Die zusätzliche Schließzeit hatten zuvor auch die Mitglieder des Sozialausschusses der Gemeindevertretung empfohlen. In dem Zusammenhang wurde auch das Alter der in die Krippe aufzunehmenden Kinder auf ein Jahr nach oben korrigiert.

Rampe statt Fahrstuhl

In Sachen Dünenpromenade steht das Seeheilbad kurz vor dem Start, wie der Bürgermeister eine entsprechende Nachfrage beantwortete. Der Bescheid für eine 80 Prozent-Förderung, das entspricht einer Summe von mehr als 900 000 Euro, sei da. Derzeit erfolgten laut Andreas Kuhn Abstimmungen über die mögliche Bauzeit. Entgegen der ersten Planung wird es am Ende der Dünen-/Deichpromenade in Höhe des Experimentariums keinen Fahrstuhl geben, damit auch Menschen mit Behinderung den Weg nutzen können. Stattdessen wird eine auch für Rollstuhlfahrer nutzbare Rampe gebaut.

Timo Richter

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