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Ribnitz-Damgarten Zingster Fotofestival zeigt Zeitgeist
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Zingster Fotofestival zeigt Zeitgeist
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15:20 06.06.2019
Mehr als 50 Aussteller waren beim Fotomarkt in Zingst präsent. Alle bekannten Marken der Fotoindustrie waren vertreten. Quelle: Timo Richter
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Zingst

 Schon nach der Eröffnungswoche ziehen die Organisatoren der Umweltfotofestivals Horizonte Zingst eine positive Bilanz: Geschätzte 40 000 Besucher, 14 Multivisionsshows, 20 Ausstellungen und ein Fotomarkt bis dahin ungekannten Ausmaßes stehen in der Erfolgsbilanz ganz oben. Erstmals geht das bundesweit viel beachtete Festival in eine Verlängerung. Bis Ende dieses Monats sind noch allerhand fotografische und kulturelle Programmpunkte geplant, die die „Horizonte“ abrunden, heißt es seitens der Organisatoren.

Die reinen Zahlen sind das eine, die Inhalte des Festivals das andere. Besonders freut sich Kurator Klaus Tiedge über den Erfolg des Fotoereignisses, das er gerne mit „Umweltschutz mit der Kamera“ umschreibt. Das Thema werde mittlerweile im täglichen Leben und auch in den Medien immer präsenter. „Damit haben wir die Gewissheit, dass wir mit dem Umweltfotofestival richtig liegen, weil wir wichtige Themen in den Fokus rücken.“ Engagierte Bilder zum Klimawandel, eine große Ausstellung zur Gefahr durch Plastikmüll und aufrüttelnde Themen zum Schutz der Artenvielfalt – das waren die Umwelt-Akzente, die das diesjährige Fotofestival prägten.

Fotografie sei das richtige Medium, um den Menschen einen Eindruck davon zu vermitteln, wie es um die Welt bestellt sei, sagte Schirmherrin Dr. Antje Boetius. Die Polar- und Meeresforscherin ist Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts erinnerte an die Fähigkeiten der Fotografie, etwas festhalten, was Menschen liebten, aber auch Mahnmal zu sein. „Das ist etwas Besonderes, dem man in Zingst begegnen kann.“ Und für den Geschäftsführer der Kur- und Tourismusgesellschaft Zingst, Matthias Brath, ist Zingst ohne das Umweltfotofestival nicht denkbar.

Strahlende Augen bei Händlern

Aus der Zingster Seebrücke wurde des eng, jeder Aussteller wollte mit einer Flagge vertreten sein. Quelle: Timo Richter

Auf ihre Kosten gekommen sind nicht allein die Hobby-Fotografen, die in Gesprächen mit Profis, während verschiedener Exkursionen oder in Workshops ihr Können vergrößern konnten. Strahlende Augen gab es auch bei den Vertretern der Fotoindustrie, die zum ersten Mal in Zingst ausgestellt hatten. Während an Land der Platz für die Stände nahezu quer durch das Seeheilbad wuchs, wurde es über der Ostsee eng. Jeder Aussteller wollte mit einer gut sichtbaren Fahne auf der Seebrücke vertreten sein. Da war der Platz allerdings begrenzt, die ufernahen Masten sowieso für die Premiumpartner des Festivals reserviert, sodass sich die Firmen um die verbliebenen Masten geradezu rangelten, wie Öffentlichkeitsreferentin Simone Marks zu berichten weiß.

Den Fotomarkt in Zingst hätten die Händler inzwischen zu ihrer Lieblingsmesse erklärt, sagt Simone Marks. Die brächten nicht nur die neueste Technik mit auf die Halbinsel, sondern inzwischen auch Familien und Freunde. Und: Zwischen Seebrücke und Fischmarkt und im Max-Hünten-Haus wurden „Wahnsinnsumsätze“ gemacht, wie die Öffentlichkeitsreferentin aus Händlerkreisen zitiert. Zusätzlich zu den Standgebühren mussten die Firmen in diesem Jahr einen Umweltbeitrag entrichten. Das Geld kommt der Nationalparkverwaltung zugute.

1500 Workshopteilnehmer

Nach den Highlights während der Eröffnungswoche sind bis zum 30. Juni noch die meisten Fotoausstellungen zu sehen. Außerdem finden noch eine Reihe von Multivisionsshows und Fotoworkshops statt. Dazu kommen verschiedene Kulturveranstaltungen, etwa die Jazz- und Bluestage oder das Zingster Hafenfest, die abwechslungsreiche Fotomotive bieten. Das Restprogramm ist online unter www.horizonte-zingst.de abrufbar.

Allein während der Eröffnungswochen haben nach Angaben der Organisatoren rund 1500 Hobbyfotografen an Workshops und Seminaren, insgesamt mehr als 120 an der Zahl, teilgenommen. Die besten Bilder des Tages wurden abends während der „Bilderflut“ gezeigt.

Timo Richter

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