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Ribnitz-Damgarten Bereits jetzt mehr Badetote als im gesamten Vorjahr
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Bereits jetzt mehr Badetote als im gesamten Vorjahr
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12:28 24.07.2018
Der DLRG empfiehlt, nur an bewachten Strandabschnitten zu baden. Quelle: Tilo Wallrodt
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Rostock/Prerow/Ahlbeck

Die Sommersaison steuert noch auf ihren Höhepunkt zu und die Zahl der Badetoten hat bereits das Vorjahresniveau überschritten. Bis zum Dienstag kamen an der Ostsee und den Binnengewässern nach Angaben der Landeswasserschutzpolizei insgesamt zwölf Menschen ums Leben und damit einer mehr als im gesamten Vorjahr 2017.

Grund für die Zunahme der Zahlen sei sicher das gute Badewetter in diesem Jahr, sagte Wasserschutzpolizeisprecher Björn Nürnberg. Die Hälfte der Menschen kam in der Ostsee ums Leben, die andere an Binnengewässern. DLRG und Wasserwacht empfehlen, unbedingt an bewachten Stränden baden zu gehen. Nur dort sei auch sofortige Hilfe gewährleistet. Alle Haupt- und Nebentürme seien voll besetzt.

Zwölfter Badetoter kommt aus Sachsen-Anhalt

Am Sonntagabend ist ein 81-jähriger Urlauber auf Usedom tot aus der Ostsee gezogen worden. Der Mann aus Sachsen-Anhalt wurde im Seebad Ahlbeck um 19.04 Uhr als vermisst gemeldet. Der 81- Jährige war schon 25 Minuten in der Ostsee, als eine groß angelegte Suche mit Rettungshubschraubern und Booten der freiwilligen Feuerwehren begann. Um 20.04 Uhr fanden Rettungsschwimmer den Mann im Wasser und mussten damit den zwölften Badetoten in diesem Jahr bestätigen.

Dreiviertel der Todesfälle betrifft Leute über 70 Jahren

Lübbo Roewer, Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes in MV, findet es auffällig, dass dreiviertel der Todesopfer über 70 Jahre alt sind. „Die Sonne ist in diesem Sommer extrem und wenn man sich dann in das Wasser begibt, ist das eine Herausforderung für den Körper“, sagt Roewer. Unter den zwölf Toten sei ein weiterer klassischer Fall: „Da verstarb ein älterer Herr in Prerow (Darss, Anm. d. Red.). Er hielt sich in einem unbewachten Bereich auf“, sagt Erdmann und mahnt: „Nutzen Sie das Angebot unserer Rettungsschwimmer und gehen Sie nur in bewachten Bereichen in das Wasser.“

Rettungsdienste plädieren für Achtsamkeit

Sowohl der DLRG- als auch der DRK-Sprecher bestätigen: Das gute Wetter und die vielen Sonnenstunden sorgen für deutlich mehr Zulauf an den Stränden in MV. Das erfordere eine ständige Wachsamkeit. „Bisher hatten wir 24 schwere Einsätze bei der DLRG, darunter gab es neun klassische Lebensrettungen“, erzählt Erdmann. Roewer weist darauf hin, dass es bei vielen Strandbesuchern für Rettungskräfte schwerer sei, den Überblick zu behalten. „Achten Sie auf Ihre Umgebung und melden Sie uns, wenn etwas auffällig ist.“

Moritz Naumann

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